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Betrugsfall trifft Exit

Die Sterbehilfeorganisation verliert 94000 Franken.
Thomas Bornhauser

Zürich  Die Mitglieder der Sterbehilfeorganisation Exit sahen sich gestern mit einer besonderen Aufregung konfrontiert: Im Rahmen der Generalversammlung gab deren Präsidentin Saskia Frei bekannt, dass der über 100000 Mitglieder starke Verein Opfer eines Internetbetrugs geworden ist. Konkret sollen am 7. Mai rund 94000 Euro unrechtmässig von einem unbekannten Empfänger im Ausland via Internet abge­zügelt worden sein.

Exit hat umgehend Straf­anzeige eingereicht. Zudem sind in der Geschäftsstelle «personelle Konsequenzen» gezogen worden, so Frei. Dies, weil offenbar nicht alle Regeln im Umgang mit heiklen Daten eingehalten worden sind. Weitere Informationen wollte die Exit-Präsidentin vorerst nicht herausrücken, da es sich um ein laufendes Verfahren handle.

Für die Exit-Mitglieder gab es gleichzeitig ein Stück weit Entwarnung. So betonte die Juristin Frei, dass bei diesem Internetdiebstahl die IT-Infrastruktur der Organisation nicht in Mitleidenschaft gezogen worden sei. Auch die datenpolitisch sensible Mitgliederliste der Sterbehilfeorganisation sei vom Diebstahl nicht tangiert.

Ein wichtiges Traktandum war der Altersfreitod. Exit beschloss, die Arbeit der 2017 eingesetzten Kommission zum Thema fortzuführen. Damals erhielt die Arbeitsgruppe den Auftrag, Massnahmen für einen erleichterten Zugang zum Mittel Natrium-Pentobarbital (NaP) für betagte Menschen mit Sterbewunsch vorzuschlagen.

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