Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Schwerkranke Frau (31): Leserin spendet 5000 Franken – ein anderer schämt sich für die Schweiz

Die Reaktionen auf die Berichterstattung über Bettina Rimensberger sind für die junge Frau überwältigend. Ihr Ziel hat sie fast erreicht.
Samuel Schumacher
400'000 Franken braucht Bettina Rimensberger, damit sie mit der vielversprechenden neuen Therapie beginnen kann. Die Krankenkasse hilft ihr nicht. (Bild: Sebastian Klinger)

400'000 Franken braucht Bettina Rimensberger, damit sie mit der vielversprechenden neuen Therapie beginnen kann. Die Krankenkasse hilft ihr nicht. (Bild: Sebastian Klinger)

Das Schicksal der schwerkranken Bettina Rimensberger (31) bewegt die Schweiz. Das zeigen die jetzt auch die Leserreaktionen auf die Artikel, der am Donnerstag in den Verbundzeitungen von CH Media (zu der auch dieses Onlineportal gehört) erschienen ist. «Wir haben den Bericht über Ihr Schicksal in der Luzerner Zeitung gelesen und fühlten uns angesprochen von Ihrem Lebenswillen und Ihrer Energie, die Sie aufbrachten, um Ihr Studium zu beenden», schrieb etwa die Luzerner Homöopathin Uta Knoth auf Bettina Rimensbergers GoFundMe-Seite «Bettina will leben». Knoth spendete am Donnerstagnachmittag 5000 Franken an Bettinas Kampagne.

Auch andere Leser meldeten sich auf Bettinas Homepage zu Wort und sprachen ihr Mut und Bewunderung zu. Beat Sprecher etwa spendete einen Beitrag, «weil ich will, dass Bettina diese Therapie bekommt und ich mich irgendwie auch dafür schäme, dass wir in der reichen Schweiz für die rettende Massnahme kämpfen müssen».

Krankenkassenvertreter rechtfertigt sich

Für Empörung sorgt in den Kommentarspalten der Umstand, dass Bettinas Krankenkasse sie im Stich liess und ihr die im ersten Jahr knapp 600'000 Franken teure Therapie mit dem Medikament Spinraza nicht bezahlen wollte. Ein Krankenkassenvertreter erklärte gegenüber dieser Zeitung, der Entscheid sei aufgrund einer ärztlichen Einschätzung gefällt worden. Der behandelnde Arzt habe den Nutzen der Therapie in Bettinas Fall in Frage gestellt.

Bettina Rimensberger und ihre Unterstützer selber bleiben trotzdem optimistisch. Die Therapie werde die Krankheit stoppen und ihr vielleicht sogar wieder mehr Kraft im linken Zeigefinger bringen, sagte die tapfere junge Frau unserem Reporter Anfang Woche. Ihr linker Zeigefinger ist neben dem Mund und den Augen das einzige, was Bettina noch bewegen kann. Mit ihm steuert sie ihren elektrischen Rollstuhl, kommuniziert via Whatsapp mit ihren Freunden und schreibt an ihrer Doktorarbeit.

Noch 30'000 Franken fehlen

Gewonnen ist Bettina Rimensbergers Kampf aber noch nicht. Noch immer fehlen Bettina rund 30‘000 Franken, damit sie mit der teuren Therapie beginnen kann, die ihre schwere Muskelschwund-Krankheit beenden könnte. Die Hoffnung, dass sie die 400‘000 Franken für die erste Behandlungsrund bald beisammenhat, ist aber so gross wie noch nie.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.