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Presseschau nach dem Ja zur SVP-Initiative

Die Schweizer Tageszeitungen bemühen nach dem Ja zur SVP-Masseneinwanderungsinitiative ein breites Stimmungsspektrum. Dieses reicht vom GAU bis zum Sieg für die Schweiz. Aus dem Ausland gibt es Kritik.
Risiko steht im Kommentartitel der «Neuen Luzerner Zeitung». «Die Mehrheit wünscht simpel mehr Augenmass bei der Einwanderung, und sie nimmt dafür Risiken in Kauf.» (Bild: Screenshot)

Risiko steht im Kommentartitel der «Neuen Luzerner Zeitung». «Die Mehrheit wünscht simpel mehr Augenmass bei der Einwanderung, und sie nimmt dafür Risiken in Kauf.» (Bild: Screenshot)

Der verbale Brückenschlag zum EWR-Nein im Jahre 1992 ist allgegenwärtig. «Das Ja zur Masseneinwanderungsinitiative stellt eine Zäsur dar, die vergleichbar ist mit jener vom 6. Dezember 1992», schreibt die «Neue Zürcher Zeitung». (Bild: Screenshot)

Der verbale Brückenschlag zum EWR-Nein im Jahre 1992 ist allgegenwärtig. «Das Ja zur Masseneinwanderungsinitiative stellt eine Zäsur dar, die vergleichbar ist mit jener vom 6. Dezember 1992», schreibt die «Neue Zürcher Zeitung». (Bild: Screenshot)

Auch das «St. Galler Tagblatt» ortet in einer Trägheit der politischen Elite einen Grund für das Verdikt. Diese habe «mit einer gewissen Nonchalance tatsächlich negative Auswirkungen der konsequenten Personenfreizügigkeit auf die leichte Schulter genommen und kleingeredet». (Bild: Screenshot)

Auch das «St. Galler Tagblatt» ortet in einer Trägheit der politischen Elite einen Grund für das Verdikt. Diese habe «mit einer gewissen Nonchalance tatsächlich negative Auswirkungen der konsequenten Personenfreizügigkeit auf die leichte Schulter genommen und kleingeredet». (Bild: Screenshot)

«Gegen die Bevölkerung lässt sich langfristig keine Politik betreiben», kommentiert der «Blick». Das gelte auch für die EU. Der beste Trumpf der Schweiz bei Neuverhandlungen sei dieser Urnengang. (Bild: Screenshot)

«Gegen die Bevölkerung lässt sich langfristig keine Politik betreiben», kommentiert der «Blick». Das gelte auch für die EU. Der beste Trumpf der Schweiz bei Neuverhandlungen sei dieser Urnengang. (Bild: Screenshot)

Weder auf Fremdenfeindlichkeit noch auf Abschottungsdenken zurückführen will «Der Bund» das Resultat. Landfrass, Lohndruck, Konkurrenzkampf, hohe Mieten: Die hohe Zuwanderung löse «ein Gefühl des Kontrollverlusts aus, was in der direkten Demokratie nicht folgenlos bleibt». (Bild: Screenshot)

Weder auf Fremdenfeindlichkeit noch auf Abschottungsdenken zurückführen will «Der Bund» das Resultat. Landfrass, Lohndruck, Konkurrenzkampf, hohe Mieten: Die hohe Zuwanderung löse «ein Gefühl des Kontrollverlusts aus, was in der direkten Demokratie nicht folgenlos bleibt». (Bild: Screenshot)

Dass ausgerechnet die am wenigsten vom «Dichtestress» betroffenen Landbewohner der Initiative zum Sieg verhalfen, fällt indes der «Aargauer Zeitung» auf: «Einen so deutlichen Graben zwischen Stadt und Land sowie zwischen Deutsch- und Westschweiz gab es schon lange nicht mehr.» Das Resultat zeuge von hoher Risikobereitschaft. Immerhin drohe die Kündigung der bilateralen Verträge: «Das wäre der GAU für die Schweiz.» (Bild: Screenshot)

Dass ausgerechnet die am wenigsten vom «Dichtestress» betroffenen Landbewohner der Initiative zum Sieg verhalfen, fällt indes der «Aargauer Zeitung» auf: «Einen so deutlichen Graben zwischen Stadt und Land sowie zwischen Deutsch- und Westschweiz gab es schon lange nicht mehr.» Das Resultat zeuge von hoher Risikobereitschaft. Immerhin drohe die Kündigung der bilateralen Verträge: «Das wäre der GAU für die Schweiz.» (Bild: Screenshot)

Als «rational fast nicht erklärbar» erachtet indes der Kommentator der «Südostschweiz» das Ja zur Initiative. Er geht mit dem nationalen Selbstverständnis hart ins Gericht: «Dieses ist eine Mischung aus Selbstüberhöhung und Minderwertigkeitskomplexen.» Die Folge seien diffuse Verlustängste, die von geschickten Politikern aus dem rechtsbürgerlichen Lager genutzt würden. (Bild: Screenshot)

Als «rational fast nicht erklärbar» erachtet indes der Kommentator der «Südostschweiz» das Ja zur Initiative. Er geht mit dem nationalen Selbstverständnis hart ins Gericht: «Dieses ist eine Mischung aus Selbstüberhöhung und Minderwertigkeitskomplexen.» Die Folge seien diffuse Verlustängste, die von geschickten Politikern aus dem rechtsbürgerlichen Lager genutzt würden. (Bild: Screenshot)

Den Europa-Fokus legt der «Tages-Anzeiger» und nennt das Resultat «eine Teilabsage an die Globalisierung und die europäische Integration». Die Probleme von Zersiedelung, Lohn- und Migrationsdruck seien real. «Aber sie sind nicht entlang der ethnischen und nationalen Grenzen zu lösen, wie dies der Mythos vom Sonderfall Schweiz glauben machen will.» (Bild: Screenshot)

Den Europa-Fokus legt der «Tages-Anzeiger» und nennt das Resultat «eine Teilabsage an die Globalisierung und die europäische Integration». Die Probleme von Zersiedelung, Lohn- und Migrationsdruck seien real. «Aber sie sind nicht entlang der ethnischen und nationalen Grenzen zu lösen, wie dies der Mythos vom Sonderfall Schweiz glauben machen will.» (Bild: Screenshot)

Schwierige Verhandlungen mit der EU prophezeien nun die Westschweizer Zeitungen. Eine «schallende Ohrfeige für Europa» nennt etwa die «Tribune de Genève» die Rückkehr der Schweiz zur Kontingentierung. (Bild: Screenshot)

Schwierige Verhandlungen mit der EU prophezeien nun die Westschweizer Zeitungen. Eine «schallende Ohrfeige für Europa» nennt etwa die «Tribune de Genève» die Rückkehr der Schweiz zur Kontingentierung. (Bild: Screenshot)

«Land des Geldes, Land der Angst», titelt der Spiegel. (Bild: Screenshot)

«Land des Geldes, Land der Angst», titelt der Spiegel. (Bild: Screenshot)

"Die Schweiz hat sich in dieser Frage in zwei Hälften gespalten", schreibt die "Süddeutsche Zeitung" . Doch auch wenn das Ergebnis denkbar knapp ausfiel - es ist ein Erfolg der Gegner der "Masseneinwanderung". (Bild: Screenshot)

"Die Schweiz hat sich in dieser Frage in zwei Hälften gespalten", schreibt die "Süddeutsche Zeitung" . Doch auch wenn das Ergebnis denkbar knapp ausfiel - es ist ein Erfolg der Gegner der "Masseneinwanderung". (Bild: Screenshot)

"Uusländer raus!" titelte die sozialistische Tageszeitung "Neues Deutschland" ihren Online-Bericht. "Die Schweizer werden wieder eine Gesellschaft mit begrenzter Zuwanderung." (Bild: Screenshot)

"Uusländer raus!" titelte die sozialistische Tageszeitung "Neues Deutschland" ihren Online-Bericht. "Die Schweizer werden wieder eine Gesellschaft mit begrenzter Zuwanderung." (Bild: Screenshot)

Am Ende des Abstimmungskrimis steht gemäss der Online-Ausgabe von "Die Welt" ein geteiltes Land, in dem der deutschsprachige Teil klar für eine Einschränkung der Zuwanderung plädiert, während der frankophone Teil gegen die Initiative abstimmte. (Bild: Screenshot)

Am Ende des Abstimmungskrimis steht gemäss der Online-Ausgabe von "Die Welt" ein geteiltes Land, in dem der deutschsprachige Teil klar für eine Einschränkung der Zuwanderung plädiert, während der frankophone Teil gegen die Initiative abstimmte. (Bild: Screenshot)

Die liberale italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" stellt auf ihrem Internet-Portal beunruhigt fest, dass der Kanton Tessin mit einem Ja-Anteil von 68 Prozent die Initiative zum Stopp der Masseneinwanderung am wuchtigsten angenommen hat. (Bild: Screenshot)

Die liberale italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" stellt auf ihrem Internet-Portal beunruhigt fest, dass der Kanton Tessin mit einem Ja-Anteil von 68 Prozent die Initiative zum Stopp der Masseneinwanderung am wuchtigsten angenommen hat. (Bild: Screenshot)

Mit "Schweizer legen sich mit der EU an" übertitelte die "Frankfurter Rundschau" ihren Bericht. Das Ergebnis könnte das Abkommen zwischen Brüssel und Bern sprengen. Zunächst müssten aber beide Seiten erst einmal mit dem Ergebnis umgehen. "Nun muss also wieder geredet werden. Bilateral. Stets mit Blick auf die Guillotine", heisst es weiter. (Bild: Screenshot)

Mit "Schweizer legen sich mit der EU an" übertitelte die "Frankfurter Rundschau" ihren Bericht. Das Ergebnis könnte das Abkommen zwischen Brüssel und Bern sprengen. Zunächst müssten aber beide Seiten erst einmal mit dem Ergebnis umgehen. "Nun muss also wieder geredet werden. Bilateral. Stets mit Blick auf die Guillotine", heisst es weiter. (Bild: Screenshot)

Die italienische Zeitung "La Stampa" stellt ebenfalls ernüchtert fest, dass das Tessin und die Deutschschweiz bei der Abstimmung den Ausschlag gegeben hätten, während die Westschweiz gegen die Vorlage votiert habe. Sie zitiert in der Folge kritische Stimmen. (Bild: Screenshot)

Die italienische Zeitung "La Stampa" stellt ebenfalls ernüchtert fest, dass das Tessin und die Deutschschweiz bei der Abstimmung den Ausschlag gegeben hätten, während die Westschweiz gegen die Vorlage votiert habe. Sie zitiert in der Folge kritische Stimmen. (Bild: Screenshot)

"Standard" (Wien): "Wachsender Lohndruck und Konkurrenz am Arbeitsplatz; volle Pendlerzüge und Knappheit am Wohnungsmarkt - das sind die Kehrseiten des wirtschaftlichen Erfolgs..." "Mit ihrem knappen Votum haben die Schweizer nun diese Sorgen höher gewichtet als die Angst, mit einer Begrenzung der Zuwanderung die Europäische Union zu verärgern und den eigenen wirtschaftlichen Erfolg nachhaltig aus Spiel zu setzen". (Bild: Screenshot)

"Standard" (Wien): "Wachsender Lohndruck und Konkurrenz am Arbeitsplatz; volle Pendlerzüge und Knappheit am Wohnungsmarkt - das sind die Kehrseiten des wirtschaftlichen Erfolgs..." "Mit ihrem knappen Votum haben die Schweizer nun diese Sorgen höher gewichtet als die Angst, mit einer Begrenzung der Zuwanderung die Europäische Union zu verärgern und den eigenen wirtschaftlichen Erfolg nachhaltig aus Spiel zu setzen". (Bild: Screenshot)

"Die Schweizer Regierung ist nun aufgefordert, binnen drei Jahren ein entsprechendes Gesetz auf den Weg zu bringen", schreibt "Zeit Online". Damit müsse Bern bei der EU auf Änderung des 1999 unterzeichneten Abkommens über Personenfreizügigkeit dringen. "Das könnte viele Bundesbürger treffen, die in der Schweiz arbeiten wollen." (Bild: Screenshot)

"Die Schweizer Regierung ist nun aufgefordert, binnen drei Jahren ein entsprechendes Gesetz auf den Weg zu bringen", schreibt "Zeit Online". Damit müsse Bern bei der EU auf Änderung des 1999 unterzeichneten Abkommens über Personenfreizügigkeit dringen. "Das könnte viele Bundesbürger treffen, die in der Schweiz arbeiten wollen." (Bild: Screenshot)

Die "taz.de" (Tageszeitung) rechnet mit folgendem Szenario: Als Reaktion auf das Abstimmungsergebnis wird die Europäische Union möglicherweise die für Mittwoch angesetzte Unterzeichnung zweier neuer bilateraler Abkommen mit der Schweiz zunächst einmal verschieben. (Bild: Screenshot)

Die "taz.de" (Tageszeitung) rechnet mit folgendem Szenario: Als Reaktion auf das Abstimmungsergebnis wird die Europäische Union möglicherweise die für Mittwoch angesetzte Unterzeichnung zweier neuer bilateraler Abkommen mit der Schweiz zunächst einmal verschieben. (Bild: Screenshot)

Die Schweiz riskiere damit eine Spannung in den Beziehungen mit den europäischen Nachbarn, schrieb die französische Tageszeitung "Le Monde". Zitiert wird in der Zeitung der Genfer Politologe Pascal Sciarini, gemäss dem die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU wieder bei Null beginnen und ein Chaos provoziert werden könnte. (Bild: Screenshot)

Die Schweiz riskiere damit eine Spannung in den Beziehungen mit den europäischen Nachbarn, schrieb die französische Tageszeitung "Le Monde". Zitiert wird in der Zeitung der Genfer Politologe Pascal Sciarini, gemäss dem die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU wieder bei Null beginnen und ein Chaos provoziert werden könnte. (Bild: Screenshot)

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