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BILDUNG: Wie die SP das Frühfranzösisch retten will

Deutschschweizer Schüler sollen mehr in die Westschweiz. Das fordert die SP und punktet damit im bürgerlichen Lager.
Eno.
Der gemischte Sprachunterricht ist hier bereits Tatsache: Im jurassischen Movelier gehen Kinder aus der West- und aus der Deutschschweiz zusammen in die Schule. (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

Der gemischte Sprachunterricht ist hier bereits Tatsache: Im jurassischen Movelier gehen Kinder aus der West- und aus der Deutschschweiz zusammen in die Schule. (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

«Der Bund darf nicht warten, bis der Sprachenstreit in den Kantonen zu einem Scherbenhaufen führt», sagt Matthias Aebischer. Sondern er müsse die Kantone jetzt schon bei der Harmonisierung unterstützen, fordert der ehemalige Lehrer und jetzige Berner Nationalrat im Namen der SP-Fraktion. Und zwar vor allem mit dem Austausch von Schülern und Lehrern zwischen den Landesteilen.

Vorbild ist die Waadt

Aebischer hat dazu unter dem Titel «Vorbeugen statt heilen – Mehr Ressourcen für den nationalen Zusammenhalt» eine Motion der SP-Fraktion eingereicht. Konkret verlangt sie unter anderem «zusätzliche Ressourcen für einen massiven Ausbau des Schüler- und Lehreraustauschs».

Derartige Modelle unterstützt nicht nur der Christlichsoziale Obwaldner Karl Vogler. Sondern auch der Zuger Privatschulvertreter Gerhard Pfister, der am rechten Rand der CVP politisiert und üblicherweise nur schwer für SP-Ideen zu begeistern ist. «Das bringt›s», kommentiert er kurz und bündig.

Oskar Freysinger verzichtet selbst auf diese Bedingung. Der Walliser SVP-Nationalrat und Erziehungsdirektor stellt sich als glühender Befürworter des Schüleraustausches heraus. Selber habe er früher immer auf diese Karte gesetzt, erklärt der ehemalige Lehrer im zweisprachigen Kanton, und setzt zu einem Loblied an: «Es gibt kein besseres und günstigeres Mittel, um Sprachkenntnisse zu fördern.» Das tue not, denn: «Wenn man die Idee der Willensnation aufrechterhalten will, ist die Kenntnis der anderen Landessprache Bedingung», argumentiert Freysinger. Er verspricht, in der SVP-Fraktion Überzeugungsarbeit für den Vorstoss des politischen Gegners leisten zu wollen.

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