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BISTUM CHUR: Aufstand gegen Bischof-Demo

Mehrere Verbände rufen zur Protestaktion gegen Bischof Huonder. Jetzt geraten die Initianten selbst unter Beschuss.
Dominik Buholzer
Der Churer Bischof Vitus Huonder im März 2011. (Bild: Keystone / Archiv)

Der Churer Bischof Vitus Huonder im März 2011. (Bild: Keystone / Archiv)

Sie fahren mit grobem Geschütz auf: «Wir haben genug von disziplinierender Haltung, von hartherziger Theologie und pessimistischen Bischöfen, die den Gläubigen misstrauen!», schreibt eine Gruppe von Verbänden rund um den Schweizerisch katholischen Frauenbund und fordert die Absetzung von Vitus Huonder, dem Bischof des Bistums Chur. Mit einer Protestaktion am 9. März vor dem Sitz des Präsidenten der Schweizer Bischofskonferenz wollen sie ihrer Forderung Nachdruck verleihen. Der Konferenz steht derzeit Markus Büchel, Bischof des Bistums St. Gallen, vor.

Vorwurf der Instrumentalisierung

Nun geraten die Initianten allerdings selber unter Beschuss. Morgen Montag will sich eine Gruppe von mehr als 100 Personen aus diesen Verbänden öffentlich von der Protestaktion distanzieren. «Wir wollen nicht herhalten für die innerkirchliche Politik von einigen oberen Funktionären! Wir lassen uns nicht vereinnahmen von gezielter Emotionalisierung und Medialisierung!», monieren sie in ihrem Schreiben, das der «Zentralschweiz am Sonntag» vorliegt.

Die Gruppe «Ohne uns» wirft den Initianten der Demonstration vielmehr Instrumentalisierung vor. «Ich bin dagegen, dass man Kinder- und Jugendverbände für solche Aktionen einspannt», sagt Stephanie Schildknecht, katholische Jugendarbeiterin aus Amriswil. Zudem sei sie nie persönlich angefragt worden, ob sie hinter der Aktion stehen. «Ich toleriere nicht, dass man in unserem Namen Kirchenpolitik betreibt.»

Chur sieht sich bestätigt

Das Bistum Chur überrascht die Entwicklung nicht. «Wir beobachten seit Jahren, dass die oberen Funktionäre dieser Organisationen ideologisiert sind. Aber die Basis ist viel kirchennaher und möchte sich nicht instrumentalisieren lassen», sagt Giuseppe Gracia, Informationsbeauftragter des Bistums Chur.

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