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BRUSTKREBS: Bund brüskiert US-Gentechfirma

Das Bundesamt für Gesundheit will den Brustkrebs-Gentest der US-Firma Myriad nicht zulassen. Das Unternehmen fühlt sich verunglimpft.
Red
Ein Radiologe betrachtet Röntgenbilder einer weiblichen Brust. (Archivbild / Keystone)

Ein Radiologe betrachtet Röntgenbilder einer weiblichen Brust. (Archivbild / Keystone)

«Man will uns kategorisch den Marktzutritt in der Schweiz verwehren», beklagt Fani Kalaitsidis. Was die Schweiz-Chefin der amerikanischen Firma Myriad so in Rage bringt, ist ein Rundschreiben des Bundesamtes für Gesundheitswesen (BAG) von Ende Juli.

Das BAG hält darin fest, dass Krankenkassen den Brustkrebs-Gentest BRCA von Myriad nicht bezahlen dürfen. Aufgrund dieses Tests hat sich die US-Schauspielerin Angelina Jolie vor drei Monaten die Brüste amputieren lassen. Denn der Test hat gezeigt, dass sie Trägerin eines mutierten Gens ist, welches das Risiko signifikant erhöht, an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken.

Begründet wird der BAG-Entscheid unter anderem mit dem Territorialprinzip. Das heisst, dass Krankenkassen bis auf ein paar Ausnahmen nur jene Leistungen übernehmen müssen, die in der Schweiz erbracht werden. Und das Labor von Myriad befindet sich in der Nähe von München. Da nützt es der US-Firma nichts, dass sie vergangenes Jahr ihre Europazentrale in Zürich angesiedelt hat. Das BAG will nur die Tests der Schweizer Labors in Genf und Aarau gelten lassen, welche laut Fani Kalaitsidis sowohl bei der Anzahl der Tests wie auch bei deren Interpretation über ungleich viel weniger Erfahrung verfügen als Myriad.

Erklärung verlangt

Dass sich die Bundesbehörde auf das Territorialprinzip beruht, kann Kalaitsidis nach eigenen Angaben akzeptieren. Nicht jedoch, dass in dem BAG-Rundschreiben Myriad «so stark exponiert» werde, wie die Schweiz-Chefin sagt. In der Tat wird darin ein Artikel aus einer Fachzeitschrift zitiert, dessen Autoren zwar einräumen, dass Myriad über die grösste Datenbank verfüge und die tiefste Rate von Untersuchungsresultaten mit unklarer Bedeutung aufweise, aber kritisieren, dass Myriad ihre Daten nicht öffentlich machen wolle. Es gehe nicht an, die Datenlage in solch einseitiger Weise ohne Referenzen darzustellen und dabei Myriad namentlich zu erwähnen, findet die Schweiz-Chefin. Sie stellt in Aussicht, vom BAG eine Erklärung der Argumentation und allenfalls eine Richtigstellung zu verlangen. Dieses hält indessen an seiner Darstellung fest.

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