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Bund verkauft die Ferienwohnungen des Zollpersonals - gegen dessen Willen

Weil der Bund sparen muss, veräussert er mehrere Dutzend Ferienwohnungen, die bis anhin dem Zollpersonal zur Verfügung standen. Die Gewerkschaft ist alles andere als erfreut.
Balz Bruppacher
Der Bundesrat will die Ferienwohnungen der Wohlfahrtskasse des Zollpersonals verkaufen. (Symbolbild: getty)

Der Bundesrat will die Ferienwohnungen der Wohlfahrtskasse des Zollpersonals verkaufen. (Symbolbild: getty)

Unter den 2500 Bauten im Bundesbesitz sind mehrere Dutzend Ferienwohnungen. Damit ist nun Schluss. Im Zuge der kürzlich präzisierten Strukturreformen beschloss der Bundesrat, die Ferienwohnungen zu verkaufen. Es geht dabei nicht um Wohnungen, die dem Bundesrat selber oder seinen Gästen als Feriendomizil dienen. Betroffen sind vielmehr die Wohnungen der Wohlfahrtskasse des Zollpersonals, einer Einrichtung, die die soziale Lage des Personals der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) und seiner Familien verbessern will.

Die Ferienwohnungen werden dem Zollpersonal zu günstigen Bedingungen zur Verfügung gestellt. Wobei der Betrieb kostendeckend sein muss, wie es in der Verordnung des Bundesrats heisst. Die Vorgabe, dass die Wohnungen vollständig aus den Mieteinnahmen finanziert werden müssen und dem Bund keine zusätzlichen Kosten entstehen dürfen, sei langfristig nicht mehr gewährleistet, heisst es bei der Zollverwaltung zur Begründung des Verkaufsentscheids.

Zwölf Ferienwohnungen hat der Bund seit 2012 bereits verkauft. Zurzeit umfasst das Portfolio noch 35 Wohnungen. Zu den Standorten dieser Objekte macht die Zollverwaltung keine Angaben. Auch bei der Wohlfahrtskasse selber ist nicht zu erfahren, wo die zum Verkauf stehenden Wohnungen liegen und zu welchen Preisen sie angeboten werden. Zurzeit gebe es noch keinen budgetierten Erlös, sagt EZV-Sprecher Michael Steiner.

«Wichtige Lohnnebenleistung»

«Wir sind alles andere als erfreut und sehr enttäuscht», sagt Heidi Rebsamen, Zentralsekretärin der Gewerkschaft des Zoll- und Grenzwachtpersonals (Garanto), zu den Verkaufsplänen des Bundesrats. Enttäuschend sei auch, dass es Oberzolldirektor Christian Bock gewesen sei, der vorgeschlagen habe, die Ferienwohnungen im Zuge der strukturellen Optimierungen zu verkaufen. Denn diese seien eine wichtige Lohnnebenleistung für das Zollpersonal. Die Gewerkschaftsfunktionärin erinnerte auch ­daran, dass bis im Jahr 2006 ein Teil der Bussen der Zollverwaltung in die Renovation der Ferienwohnungen investiert wurde. Für Rebsamen heisst das: «Das Zollpersonal hat also auch persönlich Geld in die Ferienwohnungen gesteckt.»

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