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Roland Berger berät Bund bei Ruag-Privatisierung

Das Beratungsunternehmen ist geübt im Geschäft mit Behörden.
Sven Altermatt
Ruag-CEO Urs Breitmeier. Bild: Corinne Glanzmann (Zürich, 6. April 2018)

Ruag-CEO Urs Breitmeier. Bild: Corinne Glanzmann (Zürich, 6. April 2018)

Der Bundesrat möchte den Rüstungskonzern Ruag aufspalten. Firmenbereiche, die für die Schweizer Armee tätig sind, ­sollen von den übrigen Bereichen getrennt werden. Zudem soll eine Teilprivatisierung geprüft werden. Zwar hat die Ruag bereits mit der Entflechtung ihrer Geschäftsfelder begonnen. Doch bis zu einer eigentlichen Aufspaltung des Konzerns mit seinen über 9000 Angestellten ist es noch ein weiter Weg. Dafür holt sich das Verteidigungsdepartement nun die Hilfe von berüchtigten Profi-Privatisierern: Die Unternehmensberatung Roland Berger soll ein Gutachten zur Ruag-Strategie und zu den Optionen einer Privatisierung erstellen. 320'000 Franken lässt das VBS für das Mandat springen, wie ein Zuschlagsentscheid zeigt.

Der Schweizer Ableger der Roland Berger GmbH hat seinen Sitz in Zürich. In Deutschland gilt der Beratungskonzern als führend beim Geschäft mit den Behörden. Bereits bei der Privatisierung der ehemaligen DDR-Betriebe konnte der Konzern seine Ideen prominent einbringen. Dieses Jahr sorgte Roland Berger für Schlagzeilen, weil seine Berater die Bundesregierung bei einer ­radikalen Neuordnung des deutschen Autobahnnetzes unterstützen sollen. Auch hier stehen Privatisierungen zur Diskussion.

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