BUNDESHAUS: Kein grosser Bahnhof für Dalai Lama

Wenn der Dalai Lama am 16. April erstmals das Bundeshaus in Bern besucht, wird es keinen grossen Empfang für ihn geben.

Drucken
Teilen
Der Dalai Lama bei einem öffentlichen Vortrag in New Delhi vom 9.März 2013. (Bild: Keystone)

Der Dalai Lama bei einem öffentlichen Vortrag in New Delhi vom 9.März 2013. (Bild: Keystone)

red. Nationalratspräsidentin Maya Graf freut sich auf den 16. April. An diesem Tag wird die höchste Schweizerin den Dalai Lama im Bundeshaus begrüssen dürfen – eine Premiere. Nachdem der Bundesrat die Bitte der Parlamentarischen Gruppe Tibet, den Friedensnobelpreisträger zu empfangen, abgelehnt hatte, kommt der Baselbieter Grünen diese Ehre zu. Allerdings wird der Empfang etwas verschämt in der Mittagspause der Sondersession des Nationalrats stattfinden. Dafür verantwortlich sind bürgerliche Parlamentarier, bei denen allein die Information, Graf werde das geistliche Oberhaupt der Tibeter empfangen, die Alarmglocken schrillen liess. Noch bevor ein genaues Programm für den Empfang vorlag, machten sie im Ratsbüro deutlich, dass der Dalai Lama weder im Nationalrat sprechen noch vom Plenum begrüsst werden dürfe.

Grund für die Zurückhaltung ist die Furcht, China zu verärgern, mit dem die Schweiz immer noch ein Freihandelsabkommen verhandelt. Dies zeigen Recherchen der «Zentralschweiz am Sonntag». So wird der Dalai Lama lediglich den dann leeren Nationalratssaal besichtigen dürfen – im Unterschied zur burmesischen Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi im letzten Sommer: Die Friedensnobelpreisträgerin wurde mit Standing Ovations begrüsst.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.