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BUNDESRÄTLICHE AUFTRITTE: Am 1. August packt Maurer die Redelust

Die Reden von Bundesrätinnen und Bundesräten gehö­ren zu den 1.-August-Feierlichkeiten wie das Feuerwerk – obwohl sie im Gegensatz dazu oft nicht wirkliche Knaller sind.
Arbeitstier Ueli Maurer. (Bild: Andrea Stalder (Bussnang, 31. Juli 2016))

Arbeitstier Ueli Maurer. (Bild: Andrea Stalder (Bussnang, 31. Juli 2016))

Trotzdem erhalten die Magistraten unzählige Anfragen aus dem ganzen Land für Auftritte zum Nationalfeiertag. Alle Einladungen anzunehmen ist natürlich unmöglich. Ein Blick in die Kalender der Magistraten beweist aber, dass einige von ihnen deutlich mehr Engagement zeigen als andere.

Aussenminister Didier Burkhalter und Justizministerin Simonetta Sommaruga verkriechen sich dieses Jahr. Sie halten je eine Rede – und ihre bundesrätliche Pflicht damit anscheinend für erfüllt. Zumindest Burkhalter kann man das nicht übel nehmen, plant er in Gedanken wohl sowieso schon die Zeit nach dem Bundesrat. Im Mittelfeld tummeln sich Bundespräsidentin Doris Leuthard und Verteidigungsminister Guy Parmelin mit je zwei sowie Gesundheitsminister Alain Berset mit drei Reden.

Engagierter ist Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. Obwohl der Berner eigentlich nicht für sein rhetorisches Talent bekannt ist, hält er vier Reden. Der Berner und seine Entourage hoffen wohl, dass Übung auch bei ihm irgendwann doch noch den Meister macht.

Obenaus schwingt Finanzminister Ueli Maurer. Das älteste Bundesratsmitglied hält insgesamt sechs Reden. Maurer tat sich schon in früheren Jahren als eifrigster 1.-August-Redner in der Landesregierung hervor. Im Jahr 2013 beispielsweise hatte er am 31. Juli und 1. Au- gust insgesamt neun Auftritte und düste dafür mit Auto und Armeehelikopter kreuz und quer durch die Schweiz.

Der unbestrittene Redemeister in der Geschichte des Bundesrates bleibt aber immer noch Adolf Ogi: In seinen 13 Jahren in der Landesregierung hielt er über 2300 Reden – im Schnitt also 15 pro Monat. Da kann Ueli Maurer trotz alljährlicher Redelust am 1. August nicht mithalten.






Michel Burtscher

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