BUNDESRAT: Gabi Huber: «Durchsichtig und dreist»

BDP-Präsident Martin Landolt spricht der FDP die Doppelvertretung ab. So werde er zum «Totengräber der Konkordanz», sagt FDP-Fraktionschefin Gabi Huber.

Kari Kälin
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BDP-Nationalrat Martin Landolt und FDP-Nationalrätin Gabi Huber. (Bilder: Keystone)

BDP-Nationalrat Martin Landolt und FDP-Nationalrätin Gabi Huber. (Bilder: Keystone)

In der Wintersession 2015, nach den eidgenössischen Wahlen, finden die Erneuerungswahlen des Bundesrats statt. Bereits jetzt gibt BDP-Präsident Martin Landolt - seine Partei weist einen Wähleranteil von 5,4 Prozent auf - in der Sonntagspresse den Takt vor. Die FDP habe ihren Anspruch auf den zweiten Sitz verwirkt. Sie politisiere weit weg von einer «progressiven Mitte».

Gabi Huber ist Urner Nationalrätin und Fraktionschefin der FDP (Wähleranteil 15,3 Prozent). Sie bezeichnet den Angriff Landolts als «durchsichtig und dreist». Der BDP stehe es nicht zu, Bundesratssitze zu verteilen, ehe das Volk das Parlament gewählt habe. Was Huber mit «durchsichtig und dreist» meint, scheint klar: Der BDP geht es lediglich darum, den Bundesratssitz von Eveline Widmer-Schlumpf zu verteidigen.
Landolt: «Volk hat Mitte gestärkt»

FDP-Präsident Philipp Müller ergänzt, Landolt leide unter einer «Wahrnehmungsstörung» - und verweist derweil auf eine Studie der Universität Zürich. «Sie belegt, dass wir seit 16 Jahren fadengerade politisieren, gradliniger als alle anderen Parteien. Wir sind weder nach links noch nach rechts abgedriftet.»

Und Martin Landolt? Von einem Sitzanspruch der BDP habe er nichts gesagt. Das Volk habe 2011 die Mitte gestärkt. Doch als Allianzpartner breche die FDP immer häufiger weg.

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