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Neue Bundesrätinnen Karin Keller-Sutter und Viola Amherd werden in ihren Heimat-Kantonen gefeiert

Am Donnerstag wurden Karin Keller-Sutter und Viola Amherd in ihren Heimatorten von der Bevölkerung empfangen.
Der rote Teppich ist ausgerollt: Die neue Bundesrätin Karin Keller-Sutter wird nach ihrer Wahl am Bahnhof St. Gallen empfangen. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (St. Gallen, 13. Dezember 2018))
Der St. Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin begrüsst die designierte Justizministerin. Im Hintergrund der abtretende Bundesrat Johann Schneider-Ammann. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (St. Gallen, 13. Dezember 2018))
Auch der Glarner Regierungsrat Andrea Bettiga begrüsst Karin Keller-Sutter in St. Gallen. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (St. Gallen, 13. Dezember 2018))
Von Müdigkeit keine Spur: Karin Keller-Sutter strahlt in die Menge. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (St. Gallen, 13. Dezember 2018))
Alt-Kantonsrätin Helga Klee umarmt Karin Keller-Sutter innig. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (St. Gallen, 13. Dezember 2018))
Die frisch gewählte Bundesrätin gibt sich volksnah. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (St. Gallen, 13. Dezember 2018))
Auch Alt-Bundesrat Hans-Rudolf Merz (links) freut sich über die Wahl von Karin Keller-Sutter. Rechts der abtretende Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (St. Gallen, 13. Dezember 2018))
Auch sie strahlt bei ihrem Empfang in Saint-Maurice: Viola Amherd von der CVP wurde ebenfalls in den Bundesrat gewählt. (Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Saint-Maurice, 13. Dezember 2018))
Sie wird als erste Frau das VBS übernehmen. Im Hintergrund die abtretende Bundesrätin Doris Leuthard. (Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Saint-Maurice, 13. Dezember 2018))
Geniesst das Bad in der Menge: Viola Amherd in Saint-Maurice. (Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Saint-Maurice, 13. Dezember 2018))
Der Rummel um ihre Person scheint Viola Amherd zu freuen. (Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Saint-Maurice, 13. Dezember 2018))
Von Medienschaffenden umringt: Viola Amherd wird bald öfters im Rampenlicht stehen. (Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Saint-Maurice, 13. Dezember 2018))
Auch die Kleinsten freuen sich über die Wahl von Viola Amherd. (Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Saint-Maurice, 13. Dezember 2018))
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Bundesrätinnen werden empfangen

(sda) Eine grosse Menschenmenge, gespickt mit Politikerinnen und Politikern aller Couleur, erwartete Karin Keller-Sutter am frühen Donnerstagnachmittag am St. Galler Hauptbahnhof.

Der Extrazug hielt, der Bundesweibel stieg aus, ihm folgte die neue Bundesrätin, dahinter ihr Vorgänger Johann Schneider-Ammann. Die Polizeimusik St. Gallen spielte für die neue Justizministerin. Auf Transparenten stand «Willkommen daheim, Karin Keller-Sutter, unsere Bundesrätin».

Fähnchen schwenken

Danach ging es in Richtung der nahen Lokremise. Schülerinnen und Schüler säumten den Weg und schwenkten Fähnchen mit dem St. Galler Wappen. Im Rund des Kulturzentrums mit Theater-, Kino- und Ausstellungssälen wurde Glühwein ausgeschenkt. Karin Keller-Sutter nahm Gratulationen entgegen, schüttelte Hände, umarmte Bekannte.

Beim offizielle Festakt wechselten sich Reden mit Stücken von Mozart ab. Den Reigen eröffnete der St. Galler Regierungspräsident Stefan Kölliker.

Er lobte die Fähigkeiten der ehemaligen Regierungskollegin «beim Brückenbauen und Lösungen finden». So sei sie während ihrer Zeit an der Kantonsschule Klassenchefin gewesen und habe mit den Lehrern verhandelt. «Diese haben ihren starken Gerechtigkeitssinn und vermutlich auch bereits ihre Hartnäckigkeit kennengelernt», sagte Kölliker.

Kein Departementsschlüssel

Er freue sich, hier an diesem Rednerpult stehen zu dürfen, spielte Schneider-Ammann in einer launigen Rede auf den Lieblingsmöbel-Witz aus seiner Abschiedsrede an. Es blieb nicht die einzige Anspielung: «Das Französisch überlasse ich heute dir, ich will dir ja nicht die Show stehlen», scherzte er an die Adresse der gelernten Dolmetscherin.

Eigentlich habe er ihr den Schlüssel zu seinem Departement übergeben wollen. Das habe aber noch nicht ganz geklappt. Er wünsche Karin Keller-Sutter «das Glück der Tüchtigen», so der scheidende Bundesrat.

Diametrale Erwartungen

Das Schlusswort des offiziellen Teils hielt dann die Gefeierte selber: Sie spüre sehr viele Erwartungen, sagte sie. «Erwartungen, die sich teilweise diametral widersprechen». Sie werde sich bemühen, ihre Arbeit gut zu machen, bitte aber auch um Verständnis, «wenn ich nicht alle Ihre vielfältigen Erwartungen erfüllen kann».

Sie wolle «eine Bundesrätin des Dialogs» sein. Das bedeute nicht, dass sie allen immer recht geben oder gar nach dem Mund reden wolle. «Aber ich möchten Ihnen zuhören, Sie verstehen, Ihre Haltung in meine Meinungsfindung einfliessen lassen.»

Nach dem offiziellen Festakt reiste der Tross mit der neuen Bundesrätin und den offiziellen Gästen nach Wil. Dort gab es weitere Reden und an einem Apéro Gelegenheit für die Bevölkerung, mit Keller-Sutter anzustossen.

Viola Amherd im Wallis gebührend gefeiert

Der Extrazug fuhr in Bern um 12.29 Uhr los und brachte Amherd und die geladenen Gäste zuerst ins Unterwallis. Beim ersten Halt in Saint-Maurice wurde die frisch gewählte Bundesrätin von der Präsidentin des Walliser Kantonsparlamentes, Anne-Marie Sauthier-Luyet (FDP), offiziell in Empfang genommen. Auch eine beachtliche Menschenmenge, darunter zahlreiche Kinder, applaudierten, als Amherd aus dem Zug stieg.

Sauthier sprach von einem historischen Tag für das Wallis. Nach einer Grussbotschaft in Walliser Dialekt richtete sich Amherd in französischer Sprache an die Bevölkerung.

Schutzpatron der Soldaten

Mit einem Augenzwinkern machte Amherd eine Anspielung auf den Namensgeber der Stadt, den Märtyrer Maurice. Dieser römische Soldat sei nicht nur der Schutzpatron der Färber, sondern auch der Soldaten geworden, sagte die künftige Verteidigungsministerin.

Amherd plädierte auch für den Dialog. «Miteinander zu sprechen, sich verstehen, bleibt äussert wichtig», sagte die neue Bundesrätin. Sie wolle Brücken bauen zwischen denjenigen, die nicht die gleiche Vision der Welt teilten, aber auch zwischen den verschiedenen Kulturen und Sprachen der Schweiz.

Festbankett und Freinacht

Ein weiterer Zwischenhalt wurde im Hauptort Sitten eingeschaltet, bevor der Extrazug nach Brig weiterfuhr. In der Wohngemeinde von Amherd standen rund 1200 Schülerinnen und Schüler bereit. Sie hatten zwar nicht schulfrei bekommen, durften die berühmte Einwohnerin und frühere Briger Stadtpräsidentin aber auf dem Festumzug begleiten.

Begleitet wurde Amherd auch von ihrer Vorgängerin, der scheidenden CVP-Bundesrätin Doris Leuthard. Festreden hielten auch die aktuelle Walliser Regierungspräsidentin Esther Waeber-Kalbermatten (SP) und der aktuelle Stadtpräsident von Brig, der parteilose Louis Ursprung.

Nach dem Festumzug ging es um 18.45 Uhr in die Simplonhalle, wo ein Festbankett zu Ehren der neuen Bundesrätin serviert wurde. Die Stadt Brig und der Kanton Wallis warfen zusammen fast eine Viertelmillion Franken für die Feierlichkeiten auf.

Die Nacht könnte für einige lang werden, denn der Stadtpräsident von Brig bewilligte eine Freinacht. Die Stadtpolizei sei vorgewarnt worden, sagte Ursprung.

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