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BUNDESRAT: Nächste Rücktritte: Zentralschweizer in den Startlöchern

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Der Rücktritt von CVP-Bundesrätin Doris Leuthard wird für das kommende Jahr erwartet. Spätestens Ende Legislatur, also 2019, dürften auch der FDP-Vertreter Johann Schneider-Ammann und SVP-Magistrat Ueli Maurer ihre Sitze frei geben. Sicher ist: Bei jeder der nächsten Vakanzen werden die Zentralschweiz und die Ostschweiz Anspruch erheben.
Die Westansicht der Bundeshauskuppel in Bern. (Bild: Martin Ruetschi / Keystone)

Die Westansicht der Bundeshauskuppel in Bern. (Bild: Martin Ruetschi / Keystone)

Bei der CVP gehört der Luzerner Ständerat Konrad Graber zu den Favoriten, ebenso der Zuger Nationalrat und Parteipräsident Gerhard Pfister. Auch der Name der Luzerner Nationalrätin Andrea Gmür ist wiederholt gefallen, ebenso jener der Urner Regierungsrätin Heidi Z’graggen und des Obwaldner Ständerats Erich Ettlin. Allerdings können die Zentralschweizer keineswegs durchmarschieren.

Mit den Ständeräten Stefan Engler (GR) und Pirmin Bischof (SO) sowie Bundeskanzler Walter Thurnherr finden sich im Feld der potenziellen Kandidaten weitere starke Figuren. Ferner werden der Baselbieter Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter Ambitionen nachgesagt. Für die Ostschweiz könnte der St. Galler Regierungsrat Benedikt Würth kandidieren; er baut als Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen derzeit seine Hausmacht in Bern auf.

Für die Ostschweiz steht jedoch weniger der CVP- als vielmehr der FDP-Sitz im Vordergrund. Die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter gilt als so gut wie nominiert. Gefährlich werden könnte ihr aber der wirtschaftsnahe Bündner Ständerat Martin Schmid. Chancen werden zunehmend auch der Schwyzer Nationalrätin und Parteipräsidentin Petra Gössi eingeräumt, regelmässig fallen weiter die Namen der Zürcher Parlamentarier Ruedi Noser und Beat Walti.

Peter Spuhler gibt Spekulationen Nahrung

Spannung verspricht auch die Nachfolgeregelung bei der SVP. Chancen haben zum Beispiel der Zuger Nationalrat Thomas Aeschi, der Zuger Regierungsrat Heinz Tännler und der Nidwaldner Regierungsrat Res Schmid. Auch der St. Galler Nationalrat Toni Brunner dürfte wieder zur Diskussion stehen. Die Ostschweiz könnte aber auch mit dem früheren Nationalrat Peter Spuhler antreten, der gestern Spekulationen Nahrung gab, weil er die Leitung seines Bahnunternehmens abgibt; Spuhler sagt aber, er wolle nicht Bundesrat werden.

Fabian Fellmann

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