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BUNDESRAT: Wahl befeuert Frauenfrage

Das Parlament wählt einen Tessiner, die Frauen haben das Nachsehen. Das dürfte auch 2018 für Gesprächsstoff sorgen.
Das Dreierticket der FDP (von links): Ignazio Cassis, Isabelle Moret und Pierre Maudet. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 21. August 2017))

Das Dreierticket der FDP (von links): Ignazio Cassis, Isabelle Moret und Pierre Maudet. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 21. August 2017))

Endlich – finalmente! – hat das Tessin wieder einen Bundesrat. Mit der Wahl von Ignazio Cassis hat das Parlament den Ruf der italienischsprachigen Schweiz ­erhört. Aussen vor blieben die Frauen: Die einzige offizielle Kandidatin, die Waadtländer FDP-Nationalrätin Isabelle Moret, unterlag Cassis deutlich. Sie erzielte sogar das schlechtere ­Resultat als der Genfer Regierungsrat Pierre Maudet, der als Aussenseiter ins Rennen um die Nachfolge von Didier Burkhalter gestiegen war.

Das schlechte Abschneiden von Moret sorgte für Empörung. Erneut seien fähige Frauen übergangen worden, kritisierte der Frauen-Dachverband Alliance F. Er forderte das Parlament auf, mehr Frauen in den Bundesrat zu wählen.

Seit dem Rücktritt von Eveline Widmer-Schlumpf sitzen nur noch zwei Frauen im Siebner­gremium: Simonetta Sommaruga und Doris Leuthard. Die Aargauerin hat jedoch bereits angekündigt, sie werde spätestens Ende 2019 zurücktreten. Das facht die Debatte um die Frauenfrage zusätzlich an – stehen doch in der CVP bisher in erster Linie Männer in den Startlöchern, um Leuthards Sitz dereinst zu erben.

Anders sieht es bei der FDP aus, deren Bundesrat Johann Schneider-Ammann ebenfalls spätestens am Ende dieser Legislatur zurücktreten dürfte. Mit der St. Galler Ständerätin Karin ­Keller-Sutter hat eine Frau gute Karten auf das Amt. Selbst ­Wirtschaftsminister Schneider-­Ammann nannte sie kürzlich als seine mögliche Nachfolgerin.

Das Parlament wird sich bald mit der Frauenfrage beschäftigen müssen: Nationalrätin Maya Graf (Grüne/BL), Co-Präsidentin von Alliance F, fordert in einem Vorstoss, die angemessene Vertretung der Frauen im Bundesrat in der Verfassung zu verankern.

Maja Briner

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