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Das waren die Bundesratswahlen: Alle Resultate, Reaktionen und Bilder im Überblick

Die Entscheidung ist gefallen: Karin Keller-Sutter (FDP) und Viola Amherd (CVP) sind die neuen Bundesrätinnen, beide haben die Wahl im ersten Wahlgang geschafft. Nicht gereicht hat es für die Urnerin Heidi Z'graggen und den Nidwaldner Hans Wicki - sie erreichten 60 beziehungsweise 56 Stimmen. Hier lassen wir den Tag nochmals Revue passieren.
Die beiden neugewählten Bundesrätinnen: Viola Amherd (links) und Karin Keller-Sutter. Bild: Anthony Anex / Keystone
Die neugewählten Bundesrätinnen Karin Keller-Sutter (2. von rechts) und Viola Amherd (3. von rechts) posieren mit dem Gesamtbundesrat. (Bild: KEYSTONE/POOL/Peter Klaunzer)
Der designierte Bundespräsident Ueli Maurer mit seiner Familie. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)
Viola Amherd, Mitte posiert mit der Walliser Regierung. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)
Viola Amherd winkt neben ihrer Weibelin dem Publikum entgegen. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
Karin Keller-Sutter nach ihrer Wahl. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
Die frisch gewählte FDP-Bundesrätin Karin Keller-Sutter posiert mit ihrem Ehemann Morten Sutter (links) und Keller-Sutters Bruder Rolf Sutter mit dessen Ehefrau Maria. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
Die neu gewählte CVP-Bundesrätin Viola Amherd posiert mit ihrer Cousine Denise Wasmer und ihrer Nichte Lia Amherd sowie mit Esther Waeber-Kalbermatten, Staatsrätin des Kantons Wallis. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
Die neu gewählte Bundesrätin Karin Keller-Sutter umarmt ihren Ehemann Morten Sutter. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)
Sie haben die Wahl nicht geschafft: Der Nidwaldner Hans Wicki und die Urnerin Heidi Z'graggen auf dem Bundesplatz in Bern. (Bild: Niels Jost)
Die Nidwaldner empfangen Hans Wicki auf dem Bundesplatz in Bern. (Bild: Corinne Glanzmann, 05. Dezember 2018)
Die Nidwaldner empfangen Hans Wicki auf dem Bundesplatz in Bern. (Bild: Corinne Glanzmann, 05. Dezember 2018)
Bundesrätin Viola Amherd wird von ihren Fans auf dem Bundesplatz in Bern begrüsst. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Bundesrätin Viola Amherd wird von ihren Fans auf dem Bundesplatz in Bern begrüsst. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Sicherheits- und Medienleute umkreisen auf dem Bundesplatz in Bern die neugewählten Bundesrätinnen beim Bad in der Menge. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die Urner Fans auf dem Bundesplatz. (Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018)
Bundesratswahlen Bern. Die Urner begrüssen Heidi Z'graggen. Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018)
Bundesratswahlen Bern. Die Urner auf dem Bundesplatz. Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018)
Bundesratswahlen Bern. Die Urner auf dem Weg zum Bundeshaus. Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018)
Bundesratswahlen Bern. Die Urner begrüssen Heidi Z'graggen. Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018)
Die Bundesraete Ueli Maurer, links, und Simonetta Sommaruga freuen sich nach ihrer Wahl zum Bundespraesidenten respektive zur Bundesvizepraesidentin 2019 von der Vereinigten Bundesversammlung empfangen. (Bild: KEYSTONE/Peter Schneider)
Die Stimmenzaehlerinnen und Stimmenzaehler erwarten die Stimmzettel, welche die Ratsweibelinnen und Ratsweibel auf den Tisch verteilen, waehrend der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE/POOL/Karl-Heinz Hug)
Karin Keller Sutter frisch gewaehlte Bundesraetin nimmt ein Bad in der Menge nach den Bundesratswahlen. (Bild: KEYSTONE/Lukas Lehmann)
Bundesrat Ueli Maurer freut sich nach seiner Wahl zum Bundespraesidenten 2019 durch die Vereinigte Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE/Peter Schneider)
Die Bundesraete Ueli Maurer, rechts, und Simonetta Sommaruga werden nach ihrer Wahl zum Bundespraesidenten respektive zur Bundesvizepraesidentin 2019 von der Vereinigten Bundesversammlung empfangen. (Bild: KEYSTONE/Peter Schneider)
Die neugewaehlte Bundesraetin Viola Amherd, rechts, neben einer Polizistin, winkt vor dem Bundeshaus nach der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die neugewaehlte Bundesraetin Viola Amherd spricht in einem mobilen TV-Studio nach der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die neugewaehlte Bundesraetin Viola Amherd, rechts, gibt ein Interview nach der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die unterlegene Bundesratskandidatin Heidi Z'graggen gibt in der Wandelhalle Interviews. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die neugewählte Bundesratin Viola Amherd spricht zu den Medien. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Karin Keller-Sutter freut sich über ihre Wahl mit Pascale Bruderer (SP/AG). (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Ein Blumenstrauss liegt für die frisch gewählte Bundesrätin bereit. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Anhänger aus dem Wallis freuen sich über die Wahl von Bundesrätin Viola Amherd im Restaurant «Äusseren Stand» in Bern. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
FDP-Anhänger jubeln über die Wahl von Karin Keller-Sutter in Bern. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Die neugewählten Bundesrätinnen Karin Keller-Sutter (2. von rechts) und Viola Amherd (3. von rechts) posieren mit dem Gesamtbundesrat. (Bild: KEYSTONE/POOL/Peter Klaunzer)
Fans der FDP jubeln über die Wahl von Karin Keller-Sutter im Restaurant «Äusseren Stand» in Bern. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Karin Keller Sutter im Moment ihrer Wahl zur Bundesrätin. (Bild: KEYSTONE/Lukas Lehmann)
Karin Keller-Sutter und Viola Amherd werden vereidigt. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Bundesratskandidat Hans Wicki zwischen Josef Dittli (FDP/UR) und Erich Ettlin (CVP/OW) während der Ersatzwahl in den Bundesrat. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Karin Keller-Sutter (rechts) und Viola Amherd werden vereidigt. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Karin Keller-Sutter freut sich über ihre Wahl zum 119. Mitglied des Bundesrates. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Karin Keller-Sutter freut sich über ihre Wahl zum 119. Mitglied des Bundesrates. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Der unterlegene Bundesratskandidat Hans Wicki gratuliert Karin Keller-Sutter zu ihrer Wahl. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die frischgewählte Karin Keller-Sutter nimmt Gratulationen entgegen. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
In der Bar «Happy Day» in Wolfenschiessen: Wirt Sepp Durrer (links) und Markus Christen (FDP-Präsident). (Bild: Eveline Beerkircher)
Eine kleine Gruppe fiebert für Hans Wicki: In der Bar «Happy Day» in Wolfenschiessen. (Bild: Eveline Beerkircher)
Die Bundesratskandidatin Karin Keller-Sutter gibt ihre Stimme ab. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Fans aus dem Wallis freuen sich über die Wahl von Bundesrätin Viola im Restaurant «Äusseren Stand» in Bern. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Fans aus dem Wallis freuen sich über die Wahl von Bundesrätin Viola im Restaurant «Äusseren Stand» in Bern. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Grosser Jubel: Die Schüler vom Lycee-College Spiritus Sanctus in Brig verfolgen die Wahl von Viola Amherd via Grossleinwand. (Bild: KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
Viola Amherd freut sich über ihre Wahl zum 118. Mitglied des Bundesrates. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)
Der Bundesratskandidat Hans Wicki (FDP, NW) wirft seinen Stimmzettel in die Urne. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)
Matthias Aebischer (SP/BE) diskutiert mit Bundesratskandidat Hans Wicki (FDP/NW). (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Viola Amherd, Mitte, freut sich über ihre Wahl zum 118. Mitglied des Bundesrates. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Andrea Gmür (CVP/LU) fotografiert die neue Bundesrätin Viola Amherd, likns im Bild ist Konrad Graber (CVP/LU). (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die Ratsweibel Nathalie Radelfinger (links) und Ivan Della Valentina machen sich mit den Wahlurnen bereit zur Ersatzwahl. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die abtretenden Bundesräte Doris Leuthard und Johann Schneider-Ammann verlassen den Saal. (Bild: KEYSTONE/Peter Schneider)
Heidi Z'graggen verpasst die Wahl: Enttäuschte Gesichter am Public-Viewing in Erstfeld. (Bild: Urs Hanhart)
Das Trio Martin Zgraggen, Marco Bay und Robi Lusser sorgt am Public-Viewing in Erstfeld für gute Stimmung. (Bild: Urs Hanhart)
Alle sind gespannt: Am Public-Viewing in Erstfeld. (Bild: Urs Hanhart)
Noch herrscht Zuversicht am Public-Viewing in Erstfeld. (Bild: Urs Hanhart)
Noch herrscht Zuversicht am Public-Viewing in Erstfeld. (Bild: Urs Hanhart)
Impressionen aus dem Urner-Fanlager: Im Berner Restaurant «Vierte Wand» drücken die Urner Heidi Z'graggen die Daumen. (Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018))
Impressionen aus dem Urner-Fanlager: Im Berner Restaurant «Vierte Wand» drücken die Urner Heidi Z'graggen die Daumen. (Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018))
Impressionen aus dem Urner-Fanlager: Im Berner Restaurant «Vierte Wand» drücken die Urner Heidi Z'graggen die Daumen. (Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018))
Impressionen aus dem Urner-Fanlager: Im Berner Restaurant «Vierte Wand» drücken die Urner Heidi Z'graggen die Daumen. (Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018))
Die Vereinigte Bundesversammlung verabschiedet die abtretenden Bundesräte. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)
Der abtretende Bundesrat Johann Schneider-Ammann bei seiner Abschiedsrede im Nationalratssaal. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die abtretenden Bundesräte Doris Leuthard und Johann Schneider-Ammann bei ihrer Verabschiedung Nationalratssaal. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Bundesrätin Doris Leuthard wird von der Vereinigten Bundesversammlung verabschiedet. (Bild: KEYSTONE/Lukas Lehmann)
Mittlerweile sind auch die Nidwaldner Fans in Bern angekommen - sie geben sich siegessicher. (Bild Niels Jost)
Die abtretende Bundesrätin Doris Leuthard bei ihrer Verabschiedung im Nationalratssaal. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die Bundesratskandidatin Karin Keller-Sutter im Gespräch mit Eric Nussbaumer (SP/BL) und Christine Bulliard-Marbach (CVP, FR). (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die abtretende Bundesrätin Doris Leuthard bei ihrer Verabschiedung durch die Vereinigte Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Mit Landweibel angereist: Die Urner Delegation fiebert mit Heidi Z'graggen. (Bild Sven Altermatt)
Familie Wicki verfolgt auf der Tribüne gespannt die Wahlen. (Bild: Barbara Inglin)
Die beiden Favoritinnen: Die Walliserin CVP-Nationalrätin Viola Amherd (links) und die St.Galler FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter im Nationalratssaal in Bern. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)
Karin Keller-Sutter im Nationalratssaal neben dem Urner CVP-Ständerat Isidor Baumann im Nationalratssaal in Bern. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die Stimmung im Nidwaldner Fanbus ist noch etwas verschlafen. Kein Wunder: Der Bus steckt auf der Strecke nach Bern im Stau. (Bild: Niels Jost)
Ankunft der Urner Fans in Bern. Jetzt regiert der Uristier! (Bild Florian Arnold)
Früh aufstehen: Der Fanbus von Altdorf nach Bern fährt pünktlich um 5.15 Uhr ab. (Bild Florian Arnold)
Früh aufstehen: Der Fanbus von Altdorf nach Bern fährt pünktlich um 5.15 Uhr ab. (Bild Florian Arnold)
Früh aufstehen: Der Fanbus von Altdorf nach Bern fährt pünktlich um 5.15 Uhr ab. (Bild Florian Arnold)
83 Bilder

Grosse Freude und bittere Enttäuschung – die Bundesratswahl in Bildern

Das Wichtigste im Überblick:

Die erste Pressekonferenz von Bundesrätin Karin Keller-Sutter:

Karin Keller-Sutter vor den Journalisten im Berner Medienzentrum: «Ich danke für den Vertrauensbeweis, den ich von der Bundesversammlung heute erhalten habe. Ich weiss, dass dieses Amt eine grosse Verantwortung bedeutet und ich habe grossen Respekt. Ich bin mir auch bewusst, dass sich mein Leben verändern wird.»

«Ich bin sehr dankbar für diese sehr ruhige und sehr würdige Wahl, dass auch meine Kollegin Viola Amherd gewählt werden durfte. Die Wahl ist eine Ehre für meinen Heimatkanton St.Gallen und für meine Familie, die sich über diese Wahl freut.»

Zu ihrer heutigen Stimmung: «Ich bin emotional. Die Wahl hat mich sehr bewegt. Sie kennen meine Geschichte und was ich vor acht Jahren miterlebt habe, obwohl ich dies zur Seite legen konnte. Als ich die Bundesversammlung bei der Annahme der Wahl gesehen habe, habe ich die Verantwortung, die dieses Amt mit sich bringt, gespürt. Es war ein sehr bewegender Moment.»

Will sie die wirtschaftsliberale Linie ihrer Vorgänger fortsetzen? «Ich kenne Johann Schneider-Ammann schon viele Jahre. Wir sind uns in diesen Fragen sicherlich sehr nahe, aber nicht deckungsgleich. Wir teilen sicher das Streben nach einer freiheitlichen Wirtschaftsordnung. Wir gehören aber verschiedenen Generationen an und haben verschiedene Biografien.»

Karin Keller-Sutter während der Medienkonferenz. (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Karin Keller-Sutter während der Medienkonferenz. (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Von einem Journalisten auf ihre Kinderlosigkeit angesprochen und auf die Frage, ob sie Familienanliegen angemessen vertreten könne, wehrt sich Keller-Sutter: «Wenn man so argumentiert, dann könnte ich auch die Bauern nicht vertreten und auch die Ausländer nicht. Wir müssen das Gesamtwohl der Bevölkerung im Auge behalten. Wir müssen den Interessenausgleich suchen - von einer Vorlage zur anderen. Im Übrigen ist meine Kinderlosigkeit nicht gewollt, das ist Ihnen auch bekannt.»

Zum Rahmenabkommen mit der EU: «Ich gehe davon aus, dass der Bundesrat dieses Thema am Freitag besprechen wird – ohne mich. Der Ball ist jetzt beim Bundesrat.»

Zu ihrer Bekanntgabe zur Kandidatur und zu ihrer Favoritenrolle: «Ich kann mich nicht erinnern, dass ich so lange gezögert hätte. Nach einer Woche habe ich die Kandidatur bekannt gegeben, ich war die Erste. Ich habe versucht, in den Hearings und Interviews immer mein Bestes zu geben.»

«Ich war sehr ruhig und gelassen und habe eins nach dem andern gemacht.»

Zur Departementsfrage: «Letztlich ist das Sache des Bundesrates, dies zu entscheiden. Entscheidend ist es, Mitglied des Kollegiums zu sein. Ich bin selber gespannt auf die Entscheidung, welches Departement ich übernehmen werde.»

Hat die FDP zu wenig getan für die Sache der Frauen? «Die FDP hat in den vergangenen Jahren immer wieder Frauen aufs Ticket gesetzt. Diese Frauen wurden aber nicht gewählt. Ich stelle fest, dass es der FDP in den letzten bald 30 Jahren nicht gelungen ist, einen der beiden FDP-Sitze durch eine Frau besetzen zu können. Der Rücktritt von Frau Kopp hat Spuren hinterlassen. Ich hoffe, dass wir jetzt das Kapitel abschliessen können und Normalität einkehren kann.»

Künftig sitzen drei statt zwei Frauen im Bundesrat: «Durch solche Wechsel kommen neue Personen und neue Arbeitsweisen ins Gremium. Jetzt daraus abzuleiten, dass sich deswegen alles ändert, wäre vermessen.»

CVP-Bundesrätin Viola Amherd spricht in Bern vor den Medien:

Viola Amherd begrüsst die Journalisten: «Es war für mich ein ereignisreicher Tag. Mit einer vermeintlich spannenden Wahl am Morgen. Die Wahl ist dann reibungsloser und schneller über die Bühne gegangen als erwartet. Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das mir die Bundesversammlung ausgesprochen hat. Ich freue mich, dieses Amt anzutreten. Ich habe einen grossen Respekt vor der Funktion einer Bundesrätin, es ist eine verantwortungsvoll Aufgabe.»

«Mein Ziel wird es sein, im Bundesrat meine Art zu arbeiten, einzubringen, in einer Kollegialbehörde Brücken zu bauen, den Dialog zu suchen und zu führen. Manchmal sicher auch zu streiten, aber immer im positiven Sinne - im Sinne einer Lösungssuche, die breit abgestützt ist und dem ganzen Land dient. Ich will mich mit meinen Kollegen im Bundesrat für die grossen Herausforderungen, die unser Land bewältigen muss, einsetzen. Themen gibt es viele: Die Sicherung der Sozialwerke - ein grosses Thema, dann das Verhältnis der Schweiz zu den Nachbarn, namentlich zur EU, dann die Fragen der Digitalisierung und sicherlich auch Bereiche, in welchen ich bislang schon tätig war, wie etwa der Service public mit guten Verkehrsbedingungen für das ganze Land.»

Zu ihrer Rolle im Bundesrat: «Wenn Landesmutter bedeutet, dass man die Menschen in diesem Land liebt und man sich gerne für diese Menschen einsetzt, dann würde ich diese Bezeichnung sehr gerne annehmen.»

Die neugewählte Bundesrätin Viola Amherd an der Pressekonferenz in Bern. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)

Die neugewählte Bundesrätin Viola Amherd an der Pressekonferenz in Bern. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)

Amherd betont ihren Einsatz im Themenbereich Kinder- und Jugendschutz, und sieht es deshalb als kein Problem, dass sie als Kinderlose in den Bundesrat einzieht. Für diese Themen werde sie sich sehr wohl stark machen. Auch für Frauenanliegen will sich die neue CVP-Bundesrätin einsetzen, hier will sie ihre Linie fortsetzen. Für Lohngleichheit und für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf will sie sich einsetzen.

Zur Departementsverteilung: «Dazu kann ich mich noch nicht äussern. Ich werde mich überall einsetzen. Ich habe keine Wunsch-Departemente. Ich bin ein neugieriger Mensch, deshalb sind für mich alle Departemente spannend.»

Hat Amherd ihre künftige Kollegin Keller-Sutter gewählt? «Rechtlich hätte ich sie wählen können. Es wurde mir aber angeraten, nicht am Wahlgang mitzumachen.»

«Ich wusste auch ganz klar, dass meine Kollegin Karin Keller-Sutter ohnehin nicht auf meine Stimme angewiesen ist.»

Heute wurden zum ersten Mal zwei Bundesrätinnen gewählt: «Für mich ist es eine grosse Freude, dass von vier Kandidierenden drei Frauen waren und dass tatsächlich auch zwei Frauen gewählt wurden. Das ist ein Schritt hin zur Normalität, dass bei künftigen Wahlen in den Bundesrat das Geschlecht nicht mehr spezielle Beachtung findet.»

Zum Rahmenabkommen mit der EU: Hier äussert sich Amherd noch nicht. Sie will zuerst die Dossiers studieren. Mein Amtsantritt ist der 1. Januar 2019, entsprechend habe ich mich jetzt noch nicht in Sachthemen einzumischen.

Amherd gilt als stille Schafferin, kann die CVP von ihr profitieren? «Wenn ich gut arbeite, kann meine Partei profitieren. So gesehen ist es gut, wenn ich eine stille Schafferin bin.»

Zur Stimmung im Bundesrat: «Ich gehe davon aus, dass die Stimmung im Bundesrat jetzt schon gut ist. Und die wird mit zwei neuen Frauen sicherlich nicht schlechter.»

Zu Amherds heutigem weiteren Programm: «Ich werde einen ruhigen Abend verbringen. Morgen geht's ja schon weiter. Aber ein Apéro liegt sicher noch drin.»

Die neugewählten Bundesrätinnen Karin Keller-Sutter und Viola Amherd. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Die neugewählten Bundesrätinnen Karin Keller-Sutter und Viola Amherd. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Das waren die Bundesratswahlen 2018:

Alle Einzelheiten in chronologischer Reihenfolge:

12:30 Uhr

Mit diesen Impressionen aus dem Bundeshaus schliessen wir unsere Live-Berichterstattung von den Bundesratswahlen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

12:25 Uhr

Empfang von Bundesrätin Karin Keller-Sutter in der Eingangshalle des Bundeshauses.

Empfang von Bundesrätin Viola Amherd in der Eingangshalle des Bundeshauses.

12:18 Uhr

Die neue Bundesrätin Karin Keller-Sutter wird auf dem Bundesplatz von der Bevölkerung empfangen.

Auch Heidi Z'graggen und Hans Wicki wurden von ihren Unterstützern auf dem Bundesplatz begrüsst

11:58 Uhr

Ueli Maurer wird Bundespräsident

Vor lauter neuer Bundesrätinnen wäre diese Wahl fast unerwähnt geblieben: Ueli Maurer ist im kommenden Jahr Bundespräsident. Die Vereinigte Bundesversammlung hat den Zürcher SVP-Politiker mit 201 von 209 gültigen Stimmen in das Amt gewählt.

(Bild: KEYSTONE/Peter Schneider)

(Bild: KEYSTONE/Peter Schneider)

11:57 Uhr

Der Luzerner SVP-Nationalrat Felix Müri: «Der Druck ist nächstes Mal noch grösser, einen Zentralschweizer zu wählen.» Müri nennt auch gleich Namen, die für die Nachfolge von SVP-Bundesrat Ueli Maurer in Frage kämen, sollte dieser dereinst zurücktreten: der Zuger SVP-Nationalrat Thomas Aeschi, der Luzerner SVP-Nationalrat Franz Grüter, der Nidwaldner SVP-Nationalrat Peter Keller und der Schwyzer SVP-Nationalrat Marcel Dettling.

11:45 Uhr

Es meldet sich auch Prominenz ausserhalb des Berner Parlaments-Betriebs: zum Beispiel das Model Tamy Glauser via Twitter:

Zwei bekannte Parlamentarier verabschieden sich:

Während für die einen eine neue Zeit im Bundeshaus beginnt, geht sie für andere zu Ende. Via Twitter nehmen zwei bekannte Gesichter Abschied vom Politbetrieb in Bundesbern: Der St.Galler SVP-Nationalrat Toni Brunner und die Aargauer SP-Ständerätin Pascale Bruderer.

11:41 Uhr

Red und Antwort: Die beiden Neuen geben ihre ersten Bundesrats-Interviews:

Karin Keller-Sutter. (Bild Barbara Inglin)

Karin Keller-Sutter. (Bild Barbara Inglin)

Keller-Sutter: "Mein Mann würde nicht sagen, ich sei perfekt."

Die frisch gebackene Bundesrätin Karin Keller-Sutter (FDP) gilt als Überfliegerin, der alles gelingt, was sie anpackt. Im Interview gibt sie sich bescheiden: Sie könne viele Dinge nicht und sei keinesfalls perfekt.

Amherd: "An Frau Bundesrätin gewöhne ich mich bald"

Viola Amherd. (Bild Barbara Inglin)

Viola Amherd. (Bild Barbara Inglin)

Viola Amherd wurde mit 148 Stimmen zur Bundesrätin gewählt. Im Interview mit Markus Gilli erzählt sie von ihren ersten Eindrücken.

11:35 Uhr

Die frisch gewählte Bundesrätin Karin Keller-Sutter auf Tele Züri: «Ich bin nicht perfekt, ich kann nicht tanzen. Und viele andere Dinge auch nicht.»

11:14 Uhr

Das sagen die Zentralschweizer Politiker zu den Ergebnissen der Bundesratswahl:

FDP-Präsidentin Petra Gössi: «Als Zentralschweizerin schmerzt mein Herz, dass Hans Wicki und Heidi Z'graggen nicht gewählt worden sind. Aber die Zentralschweiz hat durch ihre Kandidaturen ein starkes Gesicht erhalten und konnte in Erinnerung rufen, dass es mehrere Kantone gibt, die noch nie einen Bundesrat stellten.»

Ähnlich äussert sich der Nidwaldner SVP-Nationalrat Peter Keller: "Die Zentralschweiz hat sich mit diesen zwei Kandidaturen positioniert und ihren Anspruch angemeldet. Sie ist aber nicht sehr geeint aufgetreten, da kann sie von anderen Regionen noch dazulernen."

11:03 Uhr

Die besten Bilder zur Bundesratswahl

Die beiden neugewählten Bundesrätinnen: Viola Amherd (links) und Karin Keller-Sutter. Bild: Anthony Anex / Keystone
Die neugewählten Bundesrätinnen Karin Keller-Sutter (2. von rechts) und Viola Amherd (3. von rechts) posieren mit dem Gesamtbundesrat. (Bild: KEYSTONE/POOL/Peter Klaunzer)
Der designierte Bundespräsident Ueli Maurer mit seiner Familie. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)
Viola Amherd, Mitte posiert mit der Walliser Regierung. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)
Viola Amherd winkt neben ihrer Weibelin dem Publikum entgegen. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
Karin Keller-Sutter nach ihrer Wahl. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
Die frisch gewählte FDP-Bundesrätin Karin Keller-Sutter posiert mit ihrem Ehemann Morten Sutter (links) und Keller-Sutters Bruder Rolf Sutter mit dessen Ehefrau Maria. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
Die neu gewählte CVP-Bundesrätin Viola Amherd posiert mit ihrer Cousine Denise Wasmer und ihrer Nichte Lia Amherd sowie mit Esther Waeber-Kalbermatten, Staatsrätin des Kantons Wallis. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
Die neu gewählte Bundesrätin Karin Keller-Sutter umarmt ihren Ehemann Morten Sutter. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)
Sie haben die Wahl nicht geschafft: Der Nidwaldner Hans Wicki und die Urnerin Heidi Z'graggen auf dem Bundesplatz in Bern. (Bild: Niels Jost)
Die Nidwaldner empfangen Hans Wicki auf dem Bundesplatz in Bern. (Bild: Corinne Glanzmann, 05. Dezember 2018)
Die Nidwaldner empfangen Hans Wicki auf dem Bundesplatz in Bern. (Bild: Corinne Glanzmann, 05. Dezember 2018)
Bundesrätin Viola Amherd wird von ihren Fans auf dem Bundesplatz in Bern begrüsst. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Bundesrätin Viola Amherd wird von ihren Fans auf dem Bundesplatz in Bern begrüsst. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Sicherheits- und Medienleute umkreisen auf dem Bundesplatz in Bern die neugewählten Bundesrätinnen beim Bad in der Menge. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die Urner Fans auf dem Bundesplatz. (Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018)
Bundesratswahlen Bern. Die Urner begrüssen Heidi Z'graggen. Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018)
Bundesratswahlen Bern. Die Urner auf dem Bundesplatz. Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018)
Bundesratswahlen Bern. Die Urner auf dem Weg zum Bundeshaus. Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018)
Bundesratswahlen Bern. Die Urner begrüssen Heidi Z'graggen. Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018)
Die Bundesraete Ueli Maurer, links, und Simonetta Sommaruga freuen sich nach ihrer Wahl zum Bundespraesidenten respektive zur Bundesvizepraesidentin 2019 von der Vereinigten Bundesversammlung empfangen. (Bild: KEYSTONE/Peter Schneider)
Die Stimmenzaehlerinnen und Stimmenzaehler erwarten die Stimmzettel, welche die Ratsweibelinnen und Ratsweibel auf den Tisch verteilen, waehrend der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE/POOL/Karl-Heinz Hug)
Karin Keller Sutter frisch gewaehlte Bundesraetin nimmt ein Bad in der Menge nach den Bundesratswahlen. (Bild: KEYSTONE/Lukas Lehmann)
Bundesrat Ueli Maurer freut sich nach seiner Wahl zum Bundespraesidenten 2019 durch die Vereinigte Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE/Peter Schneider)
Die Bundesraete Ueli Maurer, rechts, und Simonetta Sommaruga werden nach ihrer Wahl zum Bundespraesidenten respektive zur Bundesvizepraesidentin 2019 von der Vereinigten Bundesversammlung empfangen. (Bild: KEYSTONE/Peter Schneider)
Die neugewaehlte Bundesraetin Viola Amherd, rechts, neben einer Polizistin, winkt vor dem Bundeshaus nach der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die neugewaehlte Bundesraetin Viola Amherd spricht in einem mobilen TV-Studio nach der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die neugewaehlte Bundesraetin Viola Amherd, rechts, gibt ein Interview nach der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die unterlegene Bundesratskandidatin Heidi Z'graggen gibt in der Wandelhalle Interviews. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die neugewählte Bundesratin Viola Amherd spricht zu den Medien. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Karin Keller-Sutter freut sich über ihre Wahl mit Pascale Bruderer (SP/AG). (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Ein Blumenstrauss liegt für die frisch gewählte Bundesrätin bereit. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Anhänger aus dem Wallis freuen sich über die Wahl von Bundesrätin Viola Amherd im Restaurant «Äusseren Stand» in Bern. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
FDP-Anhänger jubeln über die Wahl von Karin Keller-Sutter in Bern. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Die neugewählten Bundesrätinnen Karin Keller-Sutter (2. von rechts) und Viola Amherd (3. von rechts) posieren mit dem Gesamtbundesrat. (Bild: KEYSTONE/POOL/Peter Klaunzer)
Fans der FDP jubeln über die Wahl von Karin Keller-Sutter im Restaurant «Äusseren Stand» in Bern. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Karin Keller Sutter im Moment ihrer Wahl zur Bundesrätin. (Bild: KEYSTONE/Lukas Lehmann)
Karin Keller-Sutter und Viola Amherd werden vereidigt. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Bundesratskandidat Hans Wicki zwischen Josef Dittli (FDP/UR) und Erich Ettlin (CVP/OW) während der Ersatzwahl in den Bundesrat. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Karin Keller-Sutter (rechts) und Viola Amherd werden vereidigt. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Karin Keller-Sutter freut sich über ihre Wahl zum 119. Mitglied des Bundesrates. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Karin Keller-Sutter freut sich über ihre Wahl zum 119. Mitglied des Bundesrates. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Der unterlegene Bundesratskandidat Hans Wicki gratuliert Karin Keller-Sutter zu ihrer Wahl. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die frischgewählte Karin Keller-Sutter nimmt Gratulationen entgegen. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
In der Bar «Happy Day» in Wolfenschiessen: Wirt Sepp Durrer (links) und Markus Christen (FDP-Präsident). (Bild: Eveline Beerkircher)
Eine kleine Gruppe fiebert für Hans Wicki: In der Bar «Happy Day» in Wolfenschiessen. (Bild: Eveline Beerkircher)
Die Bundesratskandidatin Karin Keller-Sutter gibt ihre Stimme ab. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Fans aus dem Wallis freuen sich über die Wahl von Bundesrätin Viola im Restaurant «Äusseren Stand» in Bern. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Fans aus dem Wallis freuen sich über die Wahl von Bundesrätin Viola im Restaurant «Äusseren Stand» in Bern. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Grosser Jubel: Die Schüler vom Lycee-College Spiritus Sanctus in Brig verfolgen die Wahl von Viola Amherd via Grossleinwand. (Bild: KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
Viola Amherd freut sich über ihre Wahl zum 118. Mitglied des Bundesrates. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)
Der Bundesratskandidat Hans Wicki (FDP, NW) wirft seinen Stimmzettel in die Urne. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)
Matthias Aebischer (SP/BE) diskutiert mit Bundesratskandidat Hans Wicki (FDP/NW). (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Viola Amherd, Mitte, freut sich über ihre Wahl zum 118. Mitglied des Bundesrates. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Andrea Gmür (CVP/LU) fotografiert die neue Bundesrätin Viola Amherd, likns im Bild ist Konrad Graber (CVP/LU). (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die Ratsweibel Nathalie Radelfinger (links) und Ivan Della Valentina machen sich mit den Wahlurnen bereit zur Ersatzwahl. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die abtretenden Bundesräte Doris Leuthard und Johann Schneider-Ammann verlassen den Saal. (Bild: KEYSTONE/Peter Schneider)
Heidi Z'graggen verpasst die Wahl: Enttäuschte Gesichter am Public-Viewing in Erstfeld. (Bild: Urs Hanhart)
Das Trio Martin Zgraggen, Marco Bay und Robi Lusser sorgt am Public-Viewing in Erstfeld für gute Stimmung. (Bild: Urs Hanhart)
Alle sind gespannt: Am Public-Viewing in Erstfeld. (Bild: Urs Hanhart)
Noch herrscht Zuversicht am Public-Viewing in Erstfeld. (Bild: Urs Hanhart)
Noch herrscht Zuversicht am Public-Viewing in Erstfeld. (Bild: Urs Hanhart)
Impressionen aus dem Urner-Fanlager: Im Berner Restaurant «Vierte Wand» drücken die Urner Heidi Z'graggen die Daumen. (Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018))
Impressionen aus dem Urner-Fanlager: Im Berner Restaurant «Vierte Wand» drücken die Urner Heidi Z'graggen die Daumen. (Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018))
Impressionen aus dem Urner-Fanlager: Im Berner Restaurant «Vierte Wand» drücken die Urner Heidi Z'graggen die Daumen. (Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018))
Impressionen aus dem Urner-Fanlager: Im Berner Restaurant «Vierte Wand» drücken die Urner Heidi Z'graggen die Daumen. (Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018))
Die Vereinigte Bundesversammlung verabschiedet die abtretenden Bundesräte. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)
Der abtretende Bundesrat Johann Schneider-Ammann bei seiner Abschiedsrede im Nationalratssaal. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die abtretenden Bundesräte Doris Leuthard und Johann Schneider-Ammann bei ihrer Verabschiedung Nationalratssaal. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Bundesrätin Doris Leuthard wird von der Vereinigten Bundesversammlung verabschiedet. (Bild: KEYSTONE/Lukas Lehmann)
Mittlerweile sind auch die Nidwaldner Fans in Bern angekommen - sie geben sich siegessicher. (Bild Niels Jost)
Die abtretende Bundesrätin Doris Leuthard bei ihrer Verabschiedung im Nationalratssaal. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die Bundesratskandidatin Karin Keller-Sutter im Gespräch mit Eric Nussbaumer (SP/BL) und Christine Bulliard-Marbach (CVP, FR). (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die abtretende Bundesrätin Doris Leuthard bei ihrer Verabschiedung durch die Vereinigte Bundesversammlung. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Mit Landweibel angereist: Die Urner Delegation fiebert mit Heidi Z'graggen. (Bild Sven Altermatt)
Familie Wicki verfolgt auf der Tribüne gespannt die Wahlen. (Bild: Barbara Inglin)
Die beiden Favoritinnen: Die Walliserin CVP-Nationalrätin Viola Amherd (links) und die St.Galler FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter im Nationalratssaal in Bern. (Bild: KEYSTONE/Marcel Bieri)
Karin Keller-Sutter im Nationalratssaal neben dem Urner CVP-Ständerat Isidor Baumann im Nationalratssaal in Bern. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)
Die Stimmung im Nidwaldner Fanbus ist noch etwas verschlafen. Kein Wunder: Der Bus steckt auf der Strecke nach Bern im Stau. (Bild: Niels Jost)
Ankunft der Urner Fans in Bern. Jetzt regiert der Uristier! (Bild Florian Arnold)
Früh aufstehen: Der Fanbus von Altdorf nach Bern fährt pünktlich um 5.15 Uhr ab. (Bild Florian Arnold)
Früh aufstehen: Der Fanbus von Altdorf nach Bern fährt pünktlich um 5.15 Uhr ab. (Bild Florian Arnold)
Früh aufstehen: Der Fanbus von Altdorf nach Bern fährt pünktlich um 5.15 Uhr ab. (Bild Florian Arnold)
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Grosse Freude und bittere Enttäuschung – die Bundesratswahl in Bildern

11:11 Uhr

CVP-Ständerat Erich Ettlin aus Obwalden sagt: "Sowohl Z'graggen als auch Wicki hatten zu starke Konkurrenten." Für die Zentralschweizer Kandidaten habe er im Vorfeld schlecht weibeln können. Wichtiger als die Herkunft sei, dass ein Bundesrat fachlich kompetent sei.

Der Obwaldner Ständerat Erich Ettlin im Gespräch mit Anhängern von FDP-Bundesratskandidat Hans Wicki.

Der Obwaldner Ständerat Erich Ettlin im Gespräch mit Anhängern von FDP-Bundesratskandidat Hans Wicki.

11:01 Uhr

Viola Amherd zur Departements-Frage:

„Die Bergregionen sind ein wichtiger Teil des Landes“, sagt Viola Amherd zu Radio SRF, „aber ich werde Bundesrätin des ganzen Landes sein.“

Humor bewiesen hat Amherd bei ihrer Antwort auf die Frage, welchem Departement sie am liebsten vorstehen würde: „Ich bin Juristin, die kommen überall draus (lacht). Ich habe keine speziellen Ambitionen fürs Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD).“

10:55 Uhr

SP-Vizepräsident Beat Jans zum Abschneiden von Heidi Z‘graggen: „Der Depp-Satz hat ihr sehr geschadet. Nicht der Satz an sich – ihr unsouveränes, ausweichendes Handling damit. Das kam nicht gut an.“

10:52 Uhr

CVP Uri ist stolz auf Heidi Z’graggen: «Das war beste Werbung für den Gotthard-Kanton»

Das Statement der Urner CVP-Kantonalpartei: «Der Kanton Uri hat Historisches verpasst: Heidi Z’graggen wurde von der vereinigten Bundesversammlung heute nicht als Bundesrätin gewählt. Nichtdestotrotz darf der Kanton Uri stolz auf das Abschneiden seiner Regierungsrätin sein. Die CVP Uri will das Abschneiden von Heidi Z’graggen bei den heutigen Bundesratswahlen nicht als Niederlage werten – im Gegenteil. Die Urner Regierungsrätin ist als klare Aussenseiterin ins Rennen um den frei werdenden Bundesratssitz gestartet. In den vergangenen Wochen haben Heidi Z’graggen und viele andere Urnerinnen und Urner das grosse Medieninteresse genutzt, um auf die Vorzüge des Kantons Uri hinzuweisen und den Kanton als Wirtschafts- und Wohnkantons zu präsentieren. Das war beste Werbung für den Gotthardkanton.»

Urner CVP-Präsident Flavio Gisler sagt: «Und natürlich freuen wir uns auch, dass uns Heidi Z’graggen als Regierungsrätin erhalten bleibt. Sie ist ein Gewinn für unseren Kanton.»

10:51 Uhr
Derweil sind die neuen Bundesrätinnen beim Foto-Termin für das neue Bild des Gesamtbundesrates. (Bild: Keystone)

Derweil sind die neuen Bundesrätinnen beim Foto-Termin für das neue Bild des Gesamtbundesrates. (Bild: Keystone)

Die neuen Bundesrätinnen sind vereidigt

Die neuen Bundesrätinnen werden vereidigt. (Bild: Keystone)

Die neuen Bundesrätinnen werden vereidigt. (Bild: Keystone)

10:50 Uhr

Nicht gewählte Heidi Z’graggen: "Ich würde den Mut wieder fassen"

Bereits beim ersten Wahlgang unterlag CVP-Bundesratskandidatin Heidi Z’graggen deutlich ihrer Konkurrentin Viola Amherd. Enttäuschung zeigt sie jedoch keine.

10:49 Uhr

Urner Regierung gratuliert: Ein ehrenvolles Ergebnis für Heidi Z'graggen

Das Statement der Urner Regierung: «Die Urner Justizdirektorin Heidi Z'graggen hat ein ehrenvolles Resultat erreicht. Der Regierungsrat gratuliert ihr zu diesem Achtungserfolg. Am eindrücklichen Wahlakt im Bundeshaus hat die Urner Regierung in corpore zusammen mit zahlreichen Urnerinnen und Urnern teilgenommen. Heidi Z'graggen hat mit ihrem Wahlkampf für den Bundesrat auch beste Werbung für den Kanton Uri und die Zentralschweiz gemacht. Der Regierungsrat freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Justizdirektorin Heidi Z'graggen in der Exekutive des Kantons Uri.»

10:46 Uhr

„Viola Amherd wird eine gradlinige Bundesrätin. Sie war brillant im Hearing unserer Fraktion, hat sich nicht angebiedert und mit Dossierkenntnissen gepunktet“, sagt Beat Jans, SP-Vizepräsident und Basler Nationalrat. Ein Wermutstropfen haben die Wahlen für ihn: „Die urbane Schweiz ist im Bundesrat weiterhin völlig untervertreten“, sagt Jans. Grossstädter würden nicht repräsentiert.

10:42 Uhr

Vor allem Frauen haben heute Grund zur Freude. Zum ersten Mal in der 170-jährigen Geschichte des Bundesstaates wurden zwei Frauen gleichzeitig in die Landesregierung gewählt.

„Das ist ein wirklich historischer Tag für die Schweiz“, sagt die Maya Graf (Grüne/BL), Co-Präsidentin von Alliance F.

„Das ist ein grosser Tag für die Frauen in der Schweiz“, erklärt Brigitte Hauser-Süess, frühere Präsidentin der CVP-Frauen und enge Freundin von Viola Amherd. Die Ex-Sprecherin von Bundesrätin Widmer-Schlumpf sagt, es sei wirklich nicht untertrieben, von einem „grossen Fortschritt für die Frauen in der Politik“ zu sprechen.

10:35 Uhr

Der Nidwaldner SVP-Nationalrat Peter Keller auf die Bemerkung, dass er als Nidwaldner nicht anders konnte, als seine Stimme Hans Wicki zu geben: "Karin Keller-Sutter hat einen sympathischen Nachnamen und Hans Wicki eine sympathische Herkunft."

10:34 Uhr

Hunderte haben sich vor dem Bundeshaus versammelt und wollen die neuen Bundesrätinnen begrüssen.

Vor dem Bundeshaus in Bern. (Bild: Niels Jost)

Vor dem Bundeshaus in Bern. (Bild: Niels Jost)

Die Urner sind die Lautesten vor dem Bundeshaus.

Bei den Nidwaldner Fans ist doch auch noch eine Fahne aufgetaucht…

10:31 Uhr

Die Reaktionen der Fans von Heidi Z’graggen und Hans Wicki

Hergiswils FDP-Präsident Dani Rogenmoser ist enttäuscht über das Wahlergebnis, sagt aber auch, dass Hans Wicki durch den Wahlkampf sein Profil schärfen konnte.

Weder Sepp Durrer (Wirt des Happy Day und politischer Weggefährte von Hans Wicki) noch Markus Christen (Präsident FDP Wolfenschiessen) sind enttäuscht. «Wir haben es ja so erwartet, wobei 56 Stimmen ein gutes Resultat sind.» Auch Felix Odermatt (FDP-Korporationspräsident Dallenwil) sagt: «Ich bin nicht enttäuscht, sondern freue mich, dass Nidwalden einen offiziellen Kandidaten hatte.»

Die Public Viewings in Erstfeld und in Wolfenschiessen sind kurz nach der Wahl bereits leer.

Auch die Urner in Bern packen ihre Fahnen. Gleich werden sie Heidi Z’graggen auf dem Bundesplatz empfangen und ihr etwas Trost schenken.

10:20 Uhr

Trotz verpasster Wahl ist Hans Wicki immer noch ein gefragter Mann.

"Ich konnte mein Profil schärfen", so der unterlegene FDP-Ständerat aus dem Kanton Nidwalden. Allen Unkenrufen zum Trotz habe er sich nie als Alibi-Kandidat gefühlt. Gegenüber SRF sagt Hans Wicki im Interview: "Den Mutigen gehört die Welt. Wenn alle in der Zentralschweiz jammern, sie hätten ein Anrecht auf einen Bundesrat, dann muss halt jemand aufstehen und sich zur Verfügung stellen."

Und weiter: "Ich habe ein respektables Resultat erreicht und für mich persönlich riesige Profite aus dem Wahlkampf gezogen, im Parlament kennt man mich jetzt viel besser." Er sei überzeugt gewesen, dass er dieses Amt hätte ausüben können, aber er habe mit Karin Keller-Sutter schlicht auch eine bessere Konkurrentin gehabt.

Aber: "Das Parlament hat eine Auswahl verdient." Auch lässt Hans Wicki durchblicken, dass er bei einer nächsten Vakanz nicht noch ein zweites Mal antreten will.

Der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki im Interview mit RSI. (Bild: Barbara Inglin)

Der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki im Interview mit RSI. (Bild: Barbara Inglin)

10:16 Uhr

«Das Wahlresultat der CVP ist eine Niederlage für Parteipräsident Gerhard Pfister», sagt Grünen-Präsidentin Regula Rytz. Die Berner Nationalrätin rechnete damit, dass die Hälfte der SVP-Fraktion Gerhard Pfister als wilden Kandidaten wählen würde. Der CVP-Präsident erhielt aber immerhin 17 Stimmen - obwohl der Zuger im Vorfeld wiederholt entschieden sagte, er würde eine Wahl nicht annehmen.

10:12 Uhr

Der Zuger SVP-Nationalrat Thomas Aeschi bedauert, dass die von seiner Partei unterstützte Heidi Z'graggen nicht gewählt worden ist. Die Zentralschweiz müsse sich in Bundesbern noch besser vernetzen und besser für ihre Anliegen kämpfen.

10:10 Uhr

«De Schneller isch de Gschwinder: Während im Nationalratssaal noch für Karin Keller-Sutters Wahl applaudiert wird, gibt der Zürcher SP-Nationalrat Thomas Hardegger bereits Interviews in der Wandelhalle.

SP-Nationalrat Thomas Hardegger (SP). (Bild: Fabian Fellmann)

SP-Nationalrat Thomas Hardegger (SP). (Bild: Fabian Fellmann)

10:07 Uhr

In ihrer Rede dankte Keller-Sutter dem Parlament "von ganzem Herzen". "Mit meiner Wahl beenden Sie ein dornenvolles Kapitel Bundesratsgeschichte der Frauen in der FDP". Jetzt kehre wieder Normalität ein. Die St. Gallerin ist die erste FDP-Vertreterin im Gremium seit Elisabeth Kopp, die aus dem Amt gedrängt wurde.

"In unserem Land mit seinen politischen Institutionen hat ein Mensch nur einen bedingten Einfluss," so Keller-Sutter weiter. "Wenn wir etwas erreichen wollen, wenn wir Lösungen erarbeiten wollen, können wir das nur gemeinsam", sagt die neue Bundesrätin. Sie habe grossen Respekt vor der Aufgabe. "Ich bitte Sie, mich konstruktiv kritisch zu begleiten."

10:03 Uhr

Karin Keller-Sutter erklärt Annahme der Wahl.

(Bild: Keystone)

(Bild: Keystone)

09:58 Uhr

Regula Rytz, Grüne Parteipräsidentin, legt in der Wandelhalle ein Tänzchen hin. «Zwei neue Frauen im Bundesrat», ruft sie freudestrahlend. Lange hätten die Frauen dafür kämpfen müssen, sogar einen Rückfall auf eine Einervertretung habe sie noch vor einigen Monaten befürchtet.

09:55 Uhr

Gewählt ist mit 154 Stimmen Karin Keller-Sutter

Der Nidwaldner Hans Wicki erhält 56 Stimmen, ein Achtungserfolg für den FDP-Ständerat.

Nachfolge Johann Schneider-Ammann

1. Wahlgang
Karin Keller-Sutter
Karin Keller-Sutter
FDP
154
Hans Wicki
Hans Wicki
FDP
56
Absolutes Mehr
119 Stimmen
09:52 Uhr

Die Spannung steigt. Die Stimmen des ersten Wahlgangs der Ersatzwahl von Bundesrat Johann Schneider-Ammann werden ausgezählt.

Wer heute genau hinhört, weiss einen Tick früher, ob Karin Keller-Sutter gewählt ist. Da Nationalratspräsidentin Marina Carobbio die Sitzung auf Italienisch führt, verrät die weibliche Form des Verbs „gewählt ist“ den Entscheid des Parlaments, bevor der Name fällt. Sagt Carobbio „eletta è“, handelt es sich um eine Frau. Sagt sie „eletto è“ handelt es sich um einen Mann. Auf deutsch und französisch hört man gesprochen die Unterschiede nicht.

09:50 Uhr

Dass Viola Amherd die Wahl im ersten Wahlgang schaffte, ist aussergewöhnlich. Zum Vergleich: Die aktuellen Bundesräte wurden alle nicht auf Anhieb gewählt.

Bundesrat Ueli Maurer musste über drei Wahlgänge. Er setzte sich 2008 mit einer Stimme gegen den Sprengkandidaten der Linken durch: SVP-Mann Hansjörg Walter holte 121 Stimmen, Maurer 122 Stimmen.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat 2010 vier Wahlgänge bestritten, bevor sie sich mit 159 Stimmen gegen Jacqueline Fehr und Sprengkandidat Jean-François Rime durchsetzte.

Bundesrat Alain Berset ist 2011 im zweiten Wahlgang mit 126 Stimmen gewählt worden. Er setzte sich damals gegen den Regierungsrat Pierre-Yves Maillard (63) durch.

Bundesrat Guy Parmelin hat 2015 im dritten Gang die Wahl in den Bundesrat geschafft. Er setzte sich klar gegen die Herausforderer Nationalrat Thomas Aeschi und Regierungsrat Norman Gobbi durch. Parmelin machte im dritten Wahlgang 138 Stimmen.

Bundesrat Ignazio Cassis machte die Wahl im zweiten Gang: Er holte 125 Stimmen und setzte sich gegen Regierungsrat Pierre Maudet (90 Stimmen) und Nationalrätin Isabelle Moret (28 Stimmen) durch.

09:42 Uhr

Keller-Sutter könnte die magische 200-Stimmen-Marke knacken, darin sind sich CVP-Parlamentarier einig.

09:40 Uhr

Der Luzerner CVP-Ständerat Konrad Graber gratuliert Amherd zur Wahl: "Dieses Resultat ist ein sehr starkes Ergebnis."

Der Obwaldner CVP-Ständerat Erich Ettlin zur Wahl von Viola Amherd: "Das Resultat hat sich abgezeichnet. Schon etwas enttäuscht, dass das Ergebnis so klar ausgefallen ist, und das schon im ersten Wahlgang. Viola Amherd wird die Gebirgskantone vertreten, das ist sicher positiv."

09:38 Uhr

Die FDP Schweiz hängt heute alle ab: Sie gratuliert der neuen Bundesrätin von der Konkurrenzpartei CVP mit einem Mediencommuniqué nur gerade acht Minuten nach Viola Amherds Wahl - die CVP hat noch nicht reagiert.

09:34 Uhr

Karin Keller-Sutter scheiterte bei den Wahlen 2010 an Johann Schneider-Ammann, sie machte damals auch weniger Stimmen als SVP-Herausforderer Jean-François Rime. Im ersten Wahlgang holte die St. Gallerin 44 Stimmen, im zweiten Wahlgang 55 Stimmen, im dritten Wahlgang 66 und im vierten Wahlgang 74 Stimmen. Schneider-Ammann wurde im 5. Wahlgang mit 144 Stimmen gewählt – 93 entfielen auf Rime.

09:33 Uhr

Die Zentralschweiz dürfte bei den Bundesratswahlen heute leer ausgehen: Die Urnerin Heidi Z’graggen unterliegt bei der CVP der Walliserin Viola Amherd. Bei der FDP wird der Nidwaldner Hans Wicki mit grosser Wahrscheinlichkeit gegen die St. Gallerin Karin Keller-Sutter verlieren.

09:27 Uhr

Nun folgt die Ersatzwahl von Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Wird Karin Keller-Sutter im ersten Wahlgang gewählt? Wie viele Stimmen erhält Hans Wicki?

Und wie siehts in seinem Stammlokal Happy Day aus? Zuschauermässig ist es ein Flop. 8 Journalisten und nur 1 Gast, der Nidwaldner FDP-Präsident Markus Christen.

"Nach der Wahl der Wallisserin ist jetzt ein Zentralschweizer dran!"

Das sagt Raphael Bodenmüller, Vorstand FDP Nidwalden, im Interview.

09:25 Uhr

Heidi Z'graggen mit 60 Stimmen

Heidi Z'graggen hat 60 Stimmen erhalten. 17 Stimmen gingen an CVP-Präsident Gerhard Pfister. Entgegen der Angaben von Mittelinks wurde damit sehr geschlossen für Viola Amherd gestimmt.

Bundesratswahlen - Ersatzwahl Doris Leuthard (CVP)

Resultate im 1. Wahlgang
Viola Amherd
CVP
148
Heidi Z'Graggen
CVP
60
Gerhard Pfister
CVP
17
Diverse
-
15
Absolutes Mehr
121 Stimmen

Das erste Selfie mit der neuen Bundesrätin

Enttäuschung bei den Urner Fans in Bern und in Erstfeld

09:20 Uhr

Viola Amherd im ersten Wahlgang gewählt

(Bild: Keystone)

(Bild: Keystone)

Die Stimmen im ersten CVP-Wahlgang sind ausgezählt:
Ausgeteilte Wahlzettel 244, eingegangene Wahlzettel 244, leer gingen vier ein. Gewählt ist mit 148 Stimmen Viola Amherd - überraschend im ersten Wahlgang.

09:15 Uhr

Der Zuger Ständerat Joachim Eder ist felsenfest überzeugt: Gewählt werden heute Viola Amherd und Karin Keller-Sutter. Der FDP-Standesherr ist sich seiner Sache so sicher, dass er mit den FDP Frauen des Kantons Zug eine Wette eingegangen ist: Werden andere gewählt, spendet Eder den FDP Frauen 200 Franken pro falsche Prognose. Dagegen gewettet haben die FDP Frauen nicht: Liegt Eder richtig, gewinnt er nichts.

09:13 Uhr

Drei Regierungsrätinnen haben in den letzten 20 Jahren den Sprung in den Bundesrat geschafft: Die Appenzellerin Ruth Metzler 1999 und die Genferin Micheline Calmy-Rey. Beide traten aber gegen andere Regierungsrätinnen an – und nicht gegen einen Kandidaten aus dem Parlament. Die dritte Regierungsrätin, die in den Bundesrat gewählt wurde, ist Eveline Widmer-Schlumpf 2007. Die Mitte-Links-Mehrheit des Parlaments setzte die Sprengkandidatin gegen den amtierenden Bundesrat Christoph Blocher durch.

09:10 Uhr

Die Spannung steigt. Die Auszählung der Stimmen läuft. Im ersten Wahlgang ist vor allem interessant, wie viele Stimmen Personen machen, die nicht auf dem Ticket sind (Gerhard Pfister und Walter Thurnherr).

09:07 Uhr

Während dem Auszählen der Stimmzettel wird in Erstfeld musiziert.

Die Spannung im Fan-Lager von Z’graggen in Bern ist riesig. Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018)

Die Spannung im Fan-Lager von Z’graggen in Bern ist riesig. Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 05. Dezember 2018)

09:06 Uhr

Die Stimmenzähler machen sich an die Arbeit.

09:03 Uhr

Es gilt ernst: Die Parlamentarier füllen die Zettel für den ersten Wahlgang aus.

Das Wahlprozedere. (Grafik: CH Media)

Das Wahlprozedere. (Grafik: CH Media)

Ziel der Kandidaten Z'graggen und Amherd ist das absolute Mehr. Das ist die Hälfte der gültigen Wahlzettel plus eins. Gestern wurden die Stimmenzähler nochmals gebrieft, was als gültiger Wahlzettel durchgeht. Voraussetzung ist, dass die Person wählbar ist. Also Schweizerin oder Schweizer und mindestens 18 Jahre alt. Der Name muss der Person klar zugeordnet werden können. Das bedeutet: Auch wenn jemand nicht genau weiss, wie man Heidi Z’graggen schreibt, lässt sich der Name zuordnen. Das Büro der Stimmenzähler hat entschieden, dass auch wer KKS auf den Stimmzettel schreibt, unmissverständlich ausdrückt, dass Karin Keller-Sutter gemeint ist.

08:59 Uhr

Jetzt werden die Stimmzettel für die Ersatzwahl von Doris Leuthard verteilt. Die Bulletins haben bei jedem Wahlgang eine andere Farbe - zu Beginn ist es gelb.

(Bild: Keystone)

(Bild: Keystone)

08:56 Uhr

Nun schreitet die Vereinigte Bundesversammlung zur ersten Ersatzwahl - derjenigen von Doris Leuthard.

Nur die CVP-Fraktion will vor den Wahlen das Wort ergreifen. Dass die Fraktionen weitgehend auf ihre Redezeit verzichten, deutet auf eine geordnete Wahl hin. Es gibt kein Diskussionsbedarf, die Meinungen sind gemacht.

08:52 Uhr

Public-Viewing der Nidwaldner Fans

Das Public-Viewing der Fans von Hans Wicki findet in der bekannten Happy-Day-Bar in Wolfenschiessen statt. Dort war Wicki eine Zeit lang als Wirtekind aufgewachsen, als sein Vater die Bar führte. Der Grossbildschirm läuft und erste Gäste treffen ein. Speziell: Normalerweise ist die Disco um diese Zeit geschlossen. Auch Radio Central ist bereits eingetroffen. Ein Einheimischer, Otmar Näpflin, fragt, ob es heute für Nidwalden wohl einen Happy Day gibt? Eher nein, meint Wirt Sepp Durrer, der auch FDP-Gemeinderat in Wolfenschiessen ist.

Währenddessen trifft die Nidwaldner Delegation im Berner Restaurant ein - pünktlich zur Rede ihres abtretenden Bundesrates Johann Schneider-Ammann.

08:51 Uhr

«Nie wird so viel gelogen wie vor Bundesratswahlen», sagt Brigitte Hauser-Süess, Beraterin der Walliser CVP-Kandidatin Viola Amherd. Diese gilt als Favoritin, aber sicher ist nichts, so Hauser-Süess: «Wahlen muss man immer gewinnen.»

Adrian Zurfluh, Kommunikationschef von Heidi Z‘graggen beklagte sich gestern auch über die Lügen: „Wenn die Parlamentarier alle katholisch wären, müssten viele beichten gehen.“

08:49 Uhr

Hoher Besuch aus dem Kanton Zürich: Zur Delegation des grössten Schweizer Kantons gehören unter anderem die Regierungsräte Carmen Walker-Späh (FDP), Thomas Heiniger (FDP) und Ernst Stocker (SVP).

Zürcher Delegation auf der Zuschauertribüne. (Bild: Sven Altermatt)

Zürcher Delegation auf der Zuschauertribüne. (Bild: Sven Altermatt)

08:38 Uhr

Jetzt spricht Schneider-Ammann. Gleich zu Beginn sorgt er für einen Lacher: "Wenn Sie mich fragen, welches mein Lieblingsmöbel ist - dann kommt mir ganz sicher kein Rednerpult in den Sinn."

(Bild: Keystone)

(Bild: Keystone)

„Jetzt blüht Schneider-Ammann aber nochmals auf,“ flüstert eine SP-Parlamentarerin ihren Kollegen zu.

Schneider-Ammann erhält langen Applaus nach seiner gelungenen Rede - in der er für einmal auf seinen geliebten Schlachtruf «Jobs, Jobs, Jobs» verzichtet hat.

(Bild: Keystone)

(Bild: Keystone)

08:37 Uhr

Adrian Amstutz: "Das wird eine kurze Sache"

Der SVP-Nationalrat prognostiziert das Ausbleiben von Spielchen und die Stimmverteilung für die Bundesratskandidaten.

08:36 Uhr

Mittlerweile sind auch Wickis Nidwaldner Fans in Bern angekommen - und geben sich siegessicher!

Die Fans von Hans Wicki sind in Bern angekommen. (Bild: Niels Jost)

Die Fans von Hans Wicki sind in Bern angekommen. (Bild: Niels Jost)

Das Pfarreizentrum in Erstfeld füllt sich. Die Urner Fahnen finden in der 3. Oberstufe dankbare Abnehmer. (Video: Carmen Epp)

08:27 Uhr

Es folgt die Würdigung von Johann Schneider-Ammann. Nochmals wird sein Rücktrittsschreiben verlesen.

Derweil steht das Walliser Wasser schon bereit: Bei der Vorbereitung für den Wahlapéro im Untergeschoss des Bundeshauses scheint man sicher zu sein, dass bei der CVP die Walliserin Viola Amherd siegen wird.

Die Vorbereitungen für den Wahlapéro laufen auf Hochtouren. (Bild: Fabian Fellmann)

Die Vorbereitungen für den Wahlapéro laufen auf Hochtouren. (Bild: Fabian Fellmann)

08:21 Uhr

Jetzt spricht Doris Leuthard: "Ich habe meine Arbeit als ehrenvolles Privileg empfunden. Es war eine spannende und sehr intensive Zeit."

Dann hält sie ein Plädoyer fürs EU-Rahmenabkommen. Und schliesst mit den Worten: "Die Schweiz gibt es nur einmal. Tragen Sie Sorge zu unserem schönen Land."

08:14 Uhr

"Nie wurde Leuthard emotional", würdigt Nationalratspräsidentin Marina Carobbio. Und der ganze Saal lacht - auch Leuthard selber.

(Bild: Keystone)

(Bild: Keystone)

08:12 Uhr
Familie Wicki verfolgt auf der Tribüne gespannt die Wahlen. (vorne rechts) (Bild: Barbara Inglin)

Familie Wicki verfolgt auf der Tribüne gespannt die Wahlen. (vorne rechts) (Bild: Barbara Inglin)

Mit Landweibel angereist: die Urner Delegation fiebert mit Heidi Z‘graggen mit. (Bild: Sven Altermatt)

Mit Landweibel angereist: die Urner Delegation fiebert mit Heidi Z‘graggen mit. (Bild: Sven Altermatt)

08:09 Uhr

Die Würdigung

Inzwischen ist die Sitzung eröffnet. Zuerst werden CVP-Bundesrätin Doris Leuthard und FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann verabschiedet und gewürdigt. Schauen Sie sich die Amtszeit der beiden nochmals im Video-Rückblick an:

Die Links zu den Rücktrittschreiben

Doris Leuthard:
https://www.parlament.ch/centers/documents/de/ruecktrittsschreiben-br-doris-leuthard.pdf

Johann SchneiderAmmann:
https://www.parlament.ch/centers/documents/de/ruecktrittsschreiben-br-schneider-ammann.pdf

08:03 Uhr

Soeben ist die Vereinigte Bundesversammlung zusammengekommen. Vorher haben sich die Parlamentarier für die lange Sitzung noch etwas gestärkt.

Kandidatin Heidi Z'graggen ist hier im Gespräch. "Diese Zurbriggen kennt man im Bundeshaus einfach nicht", sagte ein SP-Ständerat während der Kaffeerunde.

Letzte Stärkung vor der Wahl: Parlamentarier trinken Espressi im Café „Vallaton“ des Bundeshauses.

Letzte Stärkung vor der Wahl: Parlamentarier trinken Espressi im Café „Vallaton“ des Bundeshauses.

08:01 Uhr

Die Frauengemeinschaft in Erstfeld jubelt für Heidi Z’graggen. Auch sie selbst ist zuversichtlich, wie sie am frühen Morgen vor dem Bundeshaus den Journalisten sagt.

08:00 Uhr

Die Vertretung der Kantone

Lange stand in der Verfassung: pro Kanton maximal ein Bundesrat. Dies sollte eine Dominanz grosser Kantone verhindern. Seit 1999 ist nur noch «Rücksicht zu nehmen, dass Landesgegenden und Sprachregionen angemessen vertreten sind». Mittlerweile konnte fast jeder Kanton einen Bundesrat stellen. Ausnahmen sind: Uri, Schwyz, Nidwalden, Schaffhausen und Jura.

07:59 Uhr

Zuger CVP-Ständerat Peter Hegglin: Bundesratswahlen sind immer etwas Spezielles, diese natürlich besonders. Es hat auch sein Gutes, dass ich nicht nominiert wurde. Ich habe an Lebensqualität gewonnen und wieder mehr Zeit für mich. Jetzt hoffe ich, dass ein Zentralschweizer das Rennen macht. Es ist eminent wichtig, dass die Regionen vertreten sind im Bundesrat.

07:54 Uhr

Die SP hat sich für den CVP-Sitz auch am Mittwochmorgen nicht festgelegt. Die Partei hat Stimmfreigabe beschlossen.

Damit bleibt weiterhin offen, wie viel Unterstützung Heidi Z'graggen erhalten wird - auch wenn nach den Hearings mit einer Wahl von Viola Amherd gerechnet wird.

07:39 Uhr
Auch der Regionalsender Tele1 ist im Wicki-Fanbus mit dabei. Hier im Interview mit dem Stanser Gemeinderat Marcel Käslin. (Bild: Niels Jost)

Auch der Regionalsender Tele1 ist im Wicki-Fanbus mit dabei. Hier im Interview mit dem Stanser Gemeinderat Marcel Käslin. (Bild: Niels Jost)

Die Stimmung im Nidwaldner Fanbus ist noch etwas verschlafen. Kein Wunder: Der Bus steckt auf der Strecke nach Bern im Stau. (Bild: Niels Jost)

Die Stimmung im Nidwaldner Fanbus ist noch etwas verschlafen. Kein Wunder: Der Bus steckt auf der Strecke nach Bern im Stau. (Bild: Niels Jost)

Während die Urner Dutzende Fahnen mitgenommen haben, ist eine solche in Nidwalden liegen geblieben, bedauern die Wicki-Fans.

Bei den Urner Fans in Bern wird wirklich dekoriert, was das Zeug hält... (Bild: Florian Arnold)

Bei den Urner Fans in Bern wird wirklich dekoriert, was das Zeug hält... (Bild: Florian Arnold)

07:37 Uhr

Das Geschlechterverhältnis:

Werden heute zwei Frauen auf einmal in den Bundesrat gewählt, ist das ein historisches Ereignis für die Schweiz. Bisher waren lediglich sieben Frauen im Bundesrat. Elisabeth Kopp (FDP), die erste von bisher sieben Frauen im Bundesrat, wurde 1984 gewählt und fünf Jahre später zum Rücktritt gedrängt. 2010/2011 gab es rund 14 Monate lang eine weibliche Mehrheit in der Landesregierung. Dafür sorgten Micheline Calmy-Rey (SP, Genf), Doris Leuthard (CVP, Aargau), Eveline Widmer-Schlumpf (BDP, Graubünden) und Simonetta Sommaruga (SP, Bern).

07:37 Uhr

Die Luzerner CVP-Nationalrätin Andrea Gmür: «Wenn wir heute die zwei geeigneteren der vier auswählen, ist das ein Sieg für die Zentralschweiz.»

07:35 Uhr

Die Stimmen aus dem Fan-Bus von Kandidatin Heidi Z'graggen. (Video: Florian Arnold)

07:34 Uhr

Was ist in der Nacht vor den Bundesratswahlen passiert. Der Video-Kommentar von Patrik Müller aus Bern.

07:33 Uhr

Die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr schreibt auf Twitter: «Guten Morgen am Tag, wo zum ersten Mal zwei Frauen in den Bundesrat gewählt werden.»

07:33 Uhr

Wen sehen die Medien vorne?

Wenn’s um die FDP-Nachfolge geht, sind sich die Medien einig: Karin Keller-Sutter macht das Rennen. «Seit sie ihre Bereitschaft zu einer Kandidatur erklärt hat, kann man sich kaum noch Umstände ausmalen, unter denen sie diese Wahl nicht schaffen könnte», schreibt etwa die NZZ. Denn die ehemalige St.Galler Regierungsrätin bringt nicht nur Exekutiverfahrung mit. Sie ist in der Wirtschaft vernetzt, als Ständeratspräsidentin im Bundeshaus ein politisches Schwergewicht, als Konferenz-Dolmetscherin (fremd)sprachlich versiert. Und: Mit ihr wäre die Ostschweiz wieder im Bundesrat vertreten.

Weniger klar ist die Prognose bei der CVP. Viola Amherd und Heidi Z’graggen haben vieles gemeinsam, in der Europa-Politik positionieren sie sich aber unterschiedlich. Z’graggen zeigt sich als EU-Skeptikerin. Die Europafrage sei denn auch der wunde Punkt bei dieser Wahl, schreibt die Aargauer Zeitung. Die NZZ sieht kurz vor der Wahl nach wie vor Viola Amherd vorne. Auch der Walliser Bote attestiert «seiner» Nationalrätin «gute Chancen».

So läuft die Wahl ab:

Der zeitliche Ablauf der heutigen Wahlen hängt stark von der Zahl der benötigten Wahlgänge ab. Die Parlamentsdienste rechnen mit folgendem Fahrplan:

- 8 Uhr bis 9 Uhr: Die zurücktretenden Mitglieder des Bundesrats Doris Leuthard und Johann Schneider-Ammann werden verabschiedet.
- 9 Uhr: Startschuss für die Wahl des CVP-Sitzes «Leuthard» mit allfälligen Fraktionserklärungen.

Anschliessend werden pro Wahlgang etwa 20 Minuten eingerechnet. Nach der Wahl folgt die Erklärung der Wahlannahme. Das gleiche Prozedere steht anschliessend für den FDP-Sitz von Johann Schneider-Ammann auf dem Programm. Danach werden die beiden neuen Mitglieder des Bundesrates gemeinsam vereidigt.

07:31 Uhr

Das sagen die Parteien:

Die SVP hat nach den Hearings ihre Präferenz bekannt gegeben. Bei der FDP bevorzugt die Fraktion klar Karin Keller-Sutter. Bei der CVP erhielt Heidi Z'graggen in einer Abstimmung in der SVP-Fraktion 38 Stimmen. Auf Viola Amherd, entfielen zehn Stimmen. Sieben Fraktionsmitglieder legten leer ein. Die FDP hat keine Empfehlung zum CVP-Ticket gegeben, die CVP gibt keine Empfehlung für die FDP-Nachfolge. Auch die SP hält sich bisher zurück mit Wahlempfehlungen. Die Grünen empfehlen Karin Keller-Sutter und Viola Amherd, ebenso die Grünliberalen.

07:26 Uhr

Die Kronfavoritin für die Nachfolge von FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann ist soeben eingetroffen.

Karin Keller-Sutter beim Eingang zum Bundeshaus. (Bild: Barbara Inglin)

Karin Keller-Sutter beim Eingang zum Bundeshaus. (Bild: Barbara Inglin)

Hier kommt Karin Keller-Sutter im Bundeshaus an

07:20 Uhr
Ankunft der Urner Fans in Bern. Jetzt regiert der Uristier! (Bild: Florian Arnold)

Ankunft der Urner Fans in Bern. Jetzt regiert der Uristier! (Bild: Florian Arnold)

Während die Fans von Heidi Z'graggen bereits in Bern angekommen sind, werden im Pfarreizentrum in Erstfeld noch letzte Dekorationen gemacht bevor dort um 7.30 Uhr die Türen geöffnet werden.

Letzte Dekorationen beim Public-Viewing in Uri. (Bild: Carmen Epp)

Letzte Dekorationen beim Public-Viewing in Uri. (Bild: Carmen Epp)

07:10 Uhr

Das war die Nacht vor der Wahl der Nachfolger von Johann Schneider-Ammann und Doris Leuthard. Die Politiker und Medien treffen sich im Hotel Bellevue in Bern. Spekuliert wird viel, doch die meisten Anwesenden denken, dass bei den Parlamentariern die Meinungen bereits gemacht sind. Die FDP- und CVP-Kandidatinnen und Kandidaten haben sich nicht gezeigt.

07:07 Uhr
Bundesratskandidatin Heidi Z'graggen betritt das Bundeshaus. (Bild: Paul Gwerder)

Bundesratskandidatin Heidi Z'graggen betritt das Bundeshaus. (Bild: Paul Gwerder)

Bundesratskandidatin Heidi Z'graggen betritt das Bundeshaus. (Bild: Paul Gwerder)

Bundesratskandidatin Heidi Z'graggen betritt das Bundeshaus. (Bild: Paul Gwerder)

06:53 Uhr

Die Ausgangslage:

Heute wählt die vereinigte Bundesversammlung zwei neue Mitglieder des Bundesrats – die Nachfolge von CVP-Bundesrätin Doris Leuthard und FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann.

Für die FDP – und die Ostschweiz – steigt die Wiler Ständerätin Karin Keller-Sutter ins Rennen. Ihre Wahl gilt als sicher. Der zweite Kandidat auf dem FDP-Ticket, der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki, scheint gegen die Kronfavoritin chancenlos.

Spannender dürfte die Wahl für den CVP-Sitz sein. Die Partei hat die Walliser Nationalrätin Viola Amherd und die Urner Regierungsrätin Heidi Z’graggen auf ihr Ticket gesetzt. So könnten heute also zwei Frauen auf einmal in den Bundesrat gewählt werden – ein historisches Ereignis für die Schweiz.

06:51 Uhr
Oje! Stockender Verkehr auf der Autobahn Richtung Bern. Doch kein Grund, nervös zu werden. Die Urner überbrücken mit Schnupftabak und Bier - selbstverständlich aus der Zentralschweiz.

Oje! Stockender Verkehr auf der Autobahn Richtung Bern. Doch kein Grund, nervös zu werden. Die Urner überbrücken mit Schnupftabak und Bier - selbstverständlich aus der Zentralschweiz.

06:49 Uhr
Die Vierer-Delegation des Gemeinderats von Erstfeld ist schon angekommen (Bild: Paul Gwerder)

Die Vierer-Delegation des Gemeinderats von Erstfeld ist schon angekommen (Bild: Paul Gwerder)

06:27 Uhr

Guten Morgen, es dauert nur noch wenige Stunden, bis klar ist, wer in den Bundesrat einzieht. Unsere LZ-Reporter sind in der Wandelhalle im Bundeshaus unterwegs und begleiten die Fans aus den Kantonen Uri und Nidwalden im Car nach Bern. Seien Sie hier mit dabei, wir liefern Ihnen alle News und Hintergründe:

Die Fans sind unterwegs nach Bern

Früh aufstehen: Der Fanbus von Altdorf nach Bern fährt pünktlich um 5.15 Uhr ab. Ganz so gesprächig ist man im Bus aber noch nicht.

(Bild: Florian Arnold)

(Bild: Florian Arnold)

(Bild: Florian Arnold)

(Bild: Florian Arnold)

(Bild: Florian Arnold)

(Bild: Florian Arnold)

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