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Buttet geht in die Offensive

Affäre Zunächst schwieg er beharrlich, sagte zwei Tage lang nichts mehr zu den Stalking- und Belästigungsvorwürfen. Dann aber meldete sich CVP-Nationalrat Yannick Buttet doch zu Wort und gab dem Westschweizer Radio RTS ein ausführliches Interview. Den Rücktritt lehnte er erneut ab. Entscheidend werde der Ausgang des gegen ihn hängigen Verfahrens sein, sagte er. Und: Er sei kein Belästiger. «Die Grenze zwischen einer unangemessenen Handlung und Belästigung ist fliessend und unterscheidet sich von Person zu Person», sagte er.

Politikberater Mark Balsiger hält Buttets Strategie für falsch. «Entweder müsste er konsequent schweigen oder von Anfang an ­alles auf den Tisch legen und den Befreiungsschlag versuchen.» Es scheine, als sei er auf dem falschen Fuss erwischt worden.

Buttets Aussagen gegenüber RTS hält Balsiger auch inhaltlich für problematisch. Der Walliser habe sich zwar entschuldigt, gleichzeitig stelle er sich aber als Opfer dar, das aufgrund anonymer Anschuldigungen von allen Seiten in die Kritik gerate. «Natürlich rollt gerade eine kräftige Welle über ihn, aber ausgelöst hat er sie selbst», sagt Balsiger. «Buttet sollte Asche über sein Haupt streuen – und sich nicht als Opfer einer Kampagne darstellen. Es ist für ihn nicht die Zeit, irgendjemandem Vorwürfe zu machen.» Ob er sein Amt als Nationalrat halten könne, hänge davon ab, ob noch gravierende Tatsachen ans Licht kommen. «So oder so bleibt sicher etwas an ihm haften.»

Leuthard: «Dann hat er ein Problem»

Selbst Bundespräsidentin Doris Leuthard (CVP) äusserte sich inzwischen zur Angelegenheit. «Wenn die Anschuldigungen ­korrekt sind, hat Herr Buttet ein Problem», sagte sie dem Westschweizer Fernsehen. Das Präsidium der CVP Schweiz wird sich kommende Woche mit dem Fall beschäftigen. Dabei geht es um die Frage, ob Buttet sein Amt als Vizepräsident behalten kann.

Maja Briner

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