Kommentar

Café Fédéral: Der Bundesanwalt orientiert sich um

Ein fiktives Bewerbungsgespräch von Bundesanwalt Michael Lauber.

Christoph Bernet
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Christoph Bernet

Christoph Bernet

Quelle: chmedia

«Herr Lauber, weshalb interessieren Sie sich für diese Stelle?»

«Meine letzter Job war sehr belastend. Ihr Inserat hat mich angesprochen, weil es für diese Stelle offenbar keine eigene Aufsichtsbehörde gibt.»

«Das ist richtig. Wie üblich würden Ihr direkter Vorgesetzter und die Personalabteilung darauf achten, ob Sie Ihren Pflichten nachkommen.»

«Solange ich nicht Hanspeter Uster oder der Vereinigten Bundesversammlung rechenschaftspflichtig bin, habe ich kein Problem damit.»

«Reden wir noch übers Finanzielle. Über die Lohnbandbreite für die Funktionsstufe der ausgeschriebenen Stelle hat Sie Frau Zwicky vom HR ja bereits beim Vorgespräch informiert.»

«Ich kann mich an kein Treffen mit Frau Zwicky erinnern.»

«Entschuldigen Sie?»

«Ob das von Ihnen erwähnte Treffen mit Frau Zwicky stattgefunden hat und worüber dabei allenfalls gesprochen wurde, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr sagen.»

«Aber Herr Lauber, das Gespräch war am letzten Dienstag!»

«Ich habe keine Erinnerung daran.»

«Herr Lauber, danke für das Bewerbungsgespräch. Rufen Sie nicht an, wir melden uns bei Ihnen.»