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Cassis soll im Tarmed-Streit helfen

Tarmed Der Bundesrat müsse angesichts der erdrückenden Prämienlast vieler Familien durchgreifen und könne keine Ausnahmen für Demenzpatienten machen: Mit diesem Argument wies der Sprecher des Krankenkassenverbandes Curafutura in der letzten Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag» und der «Ostschweiz am Sonntag» die Kritik von Alzheimer Schweiz an der geplanten Anpassung des Tarifs für den ambulanten Bereich (Tarmed) zurück. Sollte diese erfolgen, befürchtet Alzheimer Schweiz Fehlversorgungen und Unterversorgungen von Demenzpatienten.

Nun hat sich Ulrich Gut, Präsident von Alzheimer Schweiz, an Ignazio Cassis gewandt. Die Stellungnahme des Cura­futura-Sprechers sei «bedauerlich kurzsichtig», kritisiert er in einem offenen Brief an den zurzeit aussichtsreichsten Bundesratskandidaten.

Aus gutem Grund: Denn Cassis ist Präsident des Krankenkassenverbandes Curafutura, aber auch des Heimverbands Curaviva. In letzterer Funktion solle er die Stellungnahme von Cura­futura hinterfragen, findet Gut. Denn viele Menschen mit Demenz lebten in Heimen. Würden sie gemäss neuem Tarmed ärztlich schlechter versorgt, ginge dies auch zu Lasten der Heime, heisst es im Schreiben, das Gut über Facebook veröffentlicht hat.

Cassis hat darauf bisher nicht reagiert. Er wolle nicht seine Wahl in den Bundesrat verhindern, sagt Gut, der ebenso wie der Tessiner Mitglied der FDP ist. Es gehe ihm nur um die Tarmed-Revision: «Ich möchte, dass er klarstellt, dass man nicht alles über einen Leisten schlägt, und die Möglichkeiten der Ärzteschaft bei einer Demenzdiagnose nicht reduziert.»

Gesundheitsminister Alain Berset hat Mitte März den neuen Ärztetarif Tarmed vorgestellt. Er reagiert damit erwartungsgemäss auf den Umstand, dass sich Ärzte, Spitäler und Krankenkassen nicht auf eine Revision einigen konnten. Der Bundesrat will mit dem neuen Tarmed jährlich rund 700 Millionen einsparen.

Eva Novak

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