Chefbeamter ist bereit zu verzichten

Martin Dumermuth wird seine Stelle als Direktor des Bundesamtes für Justiz auch dann antreten, wenn er keine Arbeitsmarktzulage erhält. Dies sagte Deborah Murith, Sprecherin des Bundesamtes für Kommunikation, gegenüber der "Neuen Luzerner Zeitung". Voraussichtlich am nächsten Mittwoch wird die Finanzdelegation der beiden Räte entscheiden, ob sie die Arbeitsmarktzulage genehmigt oder nicht.

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Martin Dumermuth, neuer Direktor Bundesamt für Justiz. (Bild: Keystone)

Martin Dumermuth, neuer Direktor Bundesamt für Justiz. (Bild: Keystone)

Martin Dumermuth ist derzeit Vorsteher des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom). Per 1. November 2013 wechselt er vom UVEK ins EJPD und wird Direktor des Bundesamtes für Justiz. Sein Wechsel hat für Wirbel gesorgt, weil Dumermuth eine Arbeitsmarktzulage in der Höhe von 15 000 bis 31 000 Franken erhalten soll. Seine neue Chefin, EJPD-Vorsteherin Simonetta Sommaruga (SP) verteidigte die Sonderzahlung am letzten Montag in der Fragestunde des Nationalrats mit Verweis auf die Bundespersonalverordnung. Dumermuth erhält die Arbeitszulage, weil er wegen seines neuen Amtes aus dem Verwaltungsrat einer Regionalbank ausscheiden und damit eine Lohneinbusse in Kauf nehmen muss.

Der Bundesrat muss das Personalgeschäft der Finanzdelegation zur Genehmigung unterbreiten. Wie Simonetta Sommaruga in der Fragestunde sagte, wird die Finanzdelegation am nächsten Mittwoch über das Geschäft beraten.

Kari Kälin

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