Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

CVP: Inspiriert von Österreich

Die Partei lernt laut Gerhard Pfister von der konservativen Österreichischen Volkspartei (ÖVP). Eine Absage gibt’s für die BDP.
Nationalrat Gerhard Pfister, Präsident CVP, an einer Podiumsveranstaltung im Mai in Luzern. (Bild: Alexandra Wey, Keystone / Luzern, 10.05.2017EYSTONE))

Nationalrat Gerhard Pfister, Präsident CVP, an einer Podiumsveranstaltung im Mai in Luzern. (Bild: Alexandra Wey, Keystone / Luzern, 10.05.2017EYSTONE))

«Eine Union mit der BDP sehe ich nicht mehr», sagt CVP-Präsident Gerhard Pfister in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Samstag. Die Partei sei daran, ihr Profil zu stärken. «Die Gefahr eines Zusammenschlusses besteht aber genau darin, dass dem Wähler nicht mehr klar ist, wofür wir stehen.» Während bei der BDP seit dem Rücktritt ihrer Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf die mediale Präsenz «unter eine kritische Masse» gefallen sei, hätten die Grünliberalen zwar ein gewisses inhaltliches Alleinstellungsmerkmal. «Aber auch mit der GLP sehe ich keine Allianz», sagte der CVP-Präsident.

Im Oktober 2014 hatte die BDP-Basis einer Union von CVP und BDP eine Abfuhr erteilt. Diese Idee war aus einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der beiden Parteien entstanden. Bereits 2011 führten die Parteien Gespräche.

«Gingen Kontroversen früher aus dem Weg»

Was die Profilierung der CVP angehe, so sei man nun auf einem guten Weg, sagt Pfister im Interview. Es sei wichtig, sich bei Dossiers, die für die Partei schwierig werden könnten, frühzeitig zu positionieren. «Früher sind wir den Kontroversen aus dem Weg gegangen.» Er habe keine Mühe mit Abweichlern, doch wer nicht hinter einer Position stehen könne, soll sich zurückhalten können. «Die Freisinnigen haben dies bereits vor einigen Jahren erkannt und daran gearbeitet. Ihr heutiger Erfolg hat auch damit zu tun.»

Mit «grossem Interesse» verfolge er zudem das Experiment des österreichischen Aussenministers Sebastian Kurz, der die ÖVP radikal reformieren will. Von der ÖVP könne die CVP lernen, «dass wir mehr von Bern aus führen und gestalten müssen. Ich versuche dies, indem ich die Wahlkämpfe in den Kantonen enger begleite.»

Im Mai war in Österreich die Koalition aus der sozialdemokratischen SPÖ und der ÖVP zerbrochen. In der Folge kündigte Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner seinen Rücktritt als ÖVP-Chef an. Aussenminister Kurz zeigte sich bereit, unter sieben Bedingungen die Führung zu übernehmen. Dadurch erhielte der Parteichef mehr Gewicht. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.