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Das Ende des Passwortsalates

Der Bundesrat hat das Gesetz für eine elektronische Identitätskarte präsentiert. Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Doris Kleck
Passwörter gehören zum Alltag jedes Nutzers. (Bild: Archiv LZ)

Passwörter gehören zum Alltag jedes Nutzers. (Bild: Archiv LZ)

Was ist die elektronische ID (E-ID)?

Sie ist ein digitales Identifizierungsmittel, das im Cyberraum den Beweis erbringt, dass Sie ein bestimmter Mensch mit einem bestimmten Geburtsdatum sind.

Weshalb braucht es eine E-ID?

Immer mehr Tätigkeiten verlagern sich ins Internet: Einkaufen, Steuererklärung erledigen oder Bankgeschäfte tätigen. Die E-ID soll garantieren, dass die Bürger diese Angebote einfach nutzen können und die Daten sicher sind. Sie sorgt dafür, dass man nicht mehr für jeden Anbieter ein separates Login mit Nutzernamen und Passwort.

Was macht man mit der E-ID?

Es gibt verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten im kommerziellen wie auch staatlichen Bereich. Nehmen Sie die Steuererklärungen: Im Kanton Bern, erhalten die Bürger per Post einen Zugangscode, um im Internet die Steuererklärung auszufüllen. Danach müssen sie ein Formular unterzeichnen und wieder per Post zurückschicken. Haben die Steuerpflichtigen eine E-ID könnte der Prozess vereinfacht werden — die Briefe würden wegfallen. Auch im Kommerzbereich bietet die E-ID neue Möglichkeiten. So könnte der Jugendschutz verbessert werden, weil mit der E-ID eine verlässliche Altersabfrage möglich ist. So könnte verhindert werden, dass Kinder Zugang zu Pornoseiten erhalten oder im Internet Alkohol einkaufen.

Wie erhält man eine E-ID?

Der Bürger wendet sich an einen staatlich anerkannten Dienstleister, einen Identity Provider. Diese sorgt für die technische Umsetzung und entscheidet, auf welchem Träger die E-ID angeboten wird. Zum Beispiel Auf einem Mobiltelefon, USB-Stick oder einer Karte wie dem Swisspass. Die Rahmenbedingungen legt der Staat fest und er überprüft die Identität.

Wie geschieht das?

Wer einen Antrag für eine E-ID stellt, wird auf die Seite des Bundesamtes für Polizei weitergeleitet. Dieses verifiziert und bestätigt die Identifikation des Antragsstellers und weist ihm eine E-ID-Nummer zu.

Wie funktioniert die E-ID?

Wenn Hans Muster mit seiner E-ID einen Strafregisterauszug bestellt, bekommt er via App auf seinem Smartphone die Anfrage seines Identity Providers, ob er die Identitätsbestätigung der Strafregisterbehörde zustellen darf. Ist Muster einverstanden, bestätigt er dies mit seinem Pin. Bei eine E-ID mit einem hohen Sicherheitsniveau benötigt man für die Authentifizierung zusätzlich ein biometrisches Merkmal.

Weshalb gibt der Staat die E-ID nicht selber heraus?

Der Bund beschränkt sich auf die Überprüfung der Identität und der Anerkennung der Identity Provider. Er sieht sich angesichts des technologischen Wandels nicht in der Lage, die Träger der Identitätsangaben selbst zu entwickeln und herzustellen.

Was kostet eine E-ID?

Das System soll mit Gebühren finanziert werden, die der Bund bei den Identity Providern erhebt. In den ersten Jahren könnte der Bund die Gebühren reduzieren, falls die E-ID gratis abgeben wird. So könnte sich die E-ID schneller verbreitet.

Wann kommt die E-ID?

Das Parlament die Vorlage nun beraten. Vorgesehen ist, dass die E-ID Ende 2020 eingeführt wird.

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