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Das ist der krude Dresscode der UBS

Klar, dass Jeans hinter dem Bankschalter unpassend sind. Doch die UBS will mit einem «Dresscode» sogar die Unterwäsche-Farbe ihrer Mitarbeiter definieren. Die Kleiderregeln ernten bereits weltweit Resonanz.

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Unterwäsche

Unterwäsche

Aargauer Zeitung

Mit einem speziellen Dresscode, der unter anderem hautfarbene Unterwäsche und aparte künstliche Fingernägel vorsieht, arbeitet die durch die Finanzkrise gebeutelte Grossbank UBS an ihrem Renommee. Die Bank erliess jetzt ein mehr als 40 Seiten umfassendes Kompendium mit detaillierten Anweisungen an seine Angestellten. Was steht da drin?

Schöner Arbeiten mit der UBS?

Die Reputation von UBS sei für die Bank das höchste Gut, heisst es zur Begründung. Ein tadelloses Verhalten gehe einher mit einer einwandfreien Präsentation.

Das UBS-Kleidungs-Reglement soll vorerst in einem Testlauf in den fünf Filialen in Adliswil, Kloten, Sitten, Emmenbrücke und Ascona ausprobiert werden, bevor alle Schweizer Niederlassungen in seinen Genuss kommen könnten: Am Ende dürften rund 1500 Mitarbeiter in 300 Standorten direkt betroffen sein.

In den einschlägigen Foren der internaitonaeln BAnkenwelt findne die Dresscode-Regeln der UBS Ironie und Häme. Der leitende Business-Kommentator der «Financial Times», John Gapper, konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: «Die UBS möchte besser aussehen als ihre Bilanz», bloggte Gapper - und schloss mit dem Satz: «Es ist vermutlich einfacher, eine Krawatte anständig zu binden als mit Hypothekenpapieren zu handeln.»