Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Kommentar

Das Nein zu den Agrarinitiativen ist ein deutliche Signal gegen die Abschottung der Schweizer Landwirtschaft

Was die Ernährungsinitiative mit Abschottung zu tun hat, und warum auch das Fair-Food-Nein der Schweiz gut tut.
Doris Kleck
Doris Kleck

Doris Kleck

Am Schluss war das Resultat eindeutiger, als viele dachten. Die Stimmbevölkerung sagt deutlich Nein zur Ernährungssouveränität, welche einzig auf Strukturerhalt ausgerichtet war. Nein sagt sie aber auch zur Fair-Food-Initiative der Grünen. Bei Letzterer hielten viele einen Überraschungscoup für möglich, weil die Grünen damit einen Nerv der Zeit getroffen haben. Beim Essen geht es längst nicht mehr um die Kalorienzufuhr allein. Was auf unserem Teller landet, sagt viel über unseren Lebensstil und über unsere Werthaltungen aus.

Weshalb sind die Fair-Food-Initianten trotzdem deutlich gescheitert? Die Angst vor höheren Kosten dürfte eine Rolle gespielt haben. Die Initianten haben aber auch unglücklich agiert. Sie haben sich im Abstimmungskampf extrem moderat gezeigt, sind von ursprünglichen Positionen abgerückt. 2014 hielten sie noch fest, dass für importierte Lebensmittel Schweizer Standards gelten sollen in Bezug auf Tier- und Umweltschutz sowie Arbeitsbedingungen. In ihrer Kampagne haben sie sich davon wieder distanziert. Dieser Gesinnungswandel hat der Glaubwürdigkeit sicher nicht genützt. Gleichzeitig haben sie ihre Initiative damit aber auch überflüssig gemacht: Um die Ziele zu erreichen, braucht es keinen neuen Verfassungsartikel.

Man kann die Abstimmungsergebnisse als Bestätigung der bisherigen Agrarpolitik werten. Die Ökologie wurden in den letzten Jahren wichtiger, ebenso die offenen Märkte und die Ausrichtung der Betriebe auf mehr Wettbewerb. Diese Politik muss weitergeführt werden. Das deutliche Nein zu den beiden Initiativen ist eine deutliche Absage an all jene Kräfte, welche die Schweizer Landwirtschaft abschotten wollen und sich vehement gegen den Freihandel wehren.

Video: Was SVP-Präsident Albert Rösti
zum Velo-Entscheid zu sagen hat

Video: Bundesrätin Doris Leuthard freut sich über das Ja zum Bundesbeschluss Velo

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.