Das sind die politischen Baustellen

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Im Parlament sind mehrere Geschäfte hängig zur Gleichstellung:

  • Lohngleichheit: Der Bundesrat wollte Firmen mit über 50 Mitarbeitenden verpflichten,allevierJahre eineLohnanalyse durchzuführen. So sollten Diskriminierungen zwischen Frauen und Männern aufgedeckt werden. Der Ständerat wollte davon jedoch nichts wissen:Er hat vergangeneWoche entschieden,dasGeschäft an die Kommission zurückzuweisen. Diese soll Alternativen prüfen.
  • Frauenquote: Der Bundesrat befürwortet für Verwaltungsräte und Geschäftsleitungen grosser Unternehmen eine Frauenquote. Im Verwaltungsrat sollen mindestens 30 Prozent Frauen ­sitzen,inderGeschäftsleitungmindestens 20 Prozent. Sanktionen sind keine vorgesehen. Das Parlament muss darüber noch entscheiden.
  • Rentenalter: Mit der neuen AHV-Reform, die der Bundesrat derzeit aufgleist, soll das Rentenalter für Frauen auf 65 Jahre steigen. Als Gegenleistung sind Ausgleichsmassnahmen vorgesehen.
  • Papi-Zeit: Eine Volksinitiative verlangt die Einführung eines vierwöchigen Vaterschaftsurlaubs. Finanziert werden soll dieser wie der Mutterschaftsurlaubüber die Erwerbsersatzordnung.

Die Frauenfrage dürfte auch beim nächsten Bundesratsrücktritt ein Thema sein – vor allem, wenn Doris Leuthard als Nächste den Hut nimmt. (mjb)