Das sind die wichtigsten Elemente

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Rentenreform Die Vorlage zum Umbau der Altersvorsorge umfasst eine ganze Reihe von Neuerungen. Das sind die wichtigsten Punkte:

– Das Frauenrentenalter soll von 64 auf 65 Jahre erhöht werden. Diese Anpassung erfolgt schrittweise innerhalb von drei Jahren; das Rentenalter der Frauen wird dabei jedes Jahr um drei Monate erhöht. Wer etwa im April 1956 geboren wurde, wird im Alter von 64 Jahren und neun Monaten pensioniert – also am 1. Februar 2021.

– Das Rentenalter wird flexibler: Künftig kann sich pensionieren lassen, wer zwischen 62 und 70 Jahren alt ist.

– Der Mindestumwandlungssatz für den obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge wird von 6,8 auf 6 Prozent gesenkt. Die Reduktion erfolgt in vier Schritten von je 0,2 Prozentpunkten pro Jahr.

– Der tiefere Umwandlungssatz führt im obligatorischen Teil der zweiten Säule zu Renteneinbussen von bis zu 12 Prozent. Als Ausgleichsmassnahme ist zum einen eine Erhöhung des Altersguthabens in der zweiten Säule vorgesehen. Dazu wird der Koordinationsabzug gesenkt und flexibilisiert und werden die Altersgut­schriftensätze teilweise erhöht. Betroffen sind hier die 35- bis 44-Jährigen sowie die 45- bis 54-Jährigen. Zudem erhält eine Übergangsgeneration – jene, die beim Inkrafttreten des Gesetzes 45 Jahre oder älter ist – Zuschüsse aus dem BVG-Sicherheitsfonds. Diese dienen dazu, das ursprüngliche Rentenniveau vollständig zu garantieren.

– Daneben sind auch Massnahmen in der ersten Säule vorgesehen. So sollen die AHV-Altersrenten um 70 Franken erhöht werden. Zudem erhalten auch Ehepaare künftig mehr Geld, weil der Plafonds der Ehepaarrente von 150 auf 155 Prozent der Maximalrente angehoben wird.

– Finanziert werden sollen diese Anpassungen durch eine Erhöhung der AHV-Beiträge um 0,3 Prozent ab dem Jahr 2021.

– Daneben ist auch eine Zusatzfinanzierung über die Mehrwertsteuer vorgesehen. Zum einen fliessen die 0,3 Prozentpunkte, die bisher an die IV gingen, ab 2018 an die AHV. Im Jahr 2021 steigt die Mehrwertsteuer zu Gunsten der AHV um weitere 0,3 Prozent. (dow)