Der FC Basel und der FC Luzern mit spannenden Last-Minute-Transfers

In der Super League präsentieren einige Klubs nach der Länderspielpause neue Gesichter. Wie der FC Basel, der Pajtim Kasami geholt hat. Dieser war beim FC Sion ein grosser Leistungsträger. Mit ihm will Rotblau um den Meistertitel mitspielen.

Markus Brütsch
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Spielt künftig für den FC Basel: Pajtim Kasami (links).

Spielt künftig für den FC Basel: Pajtim Kasami (links).

Keystone

Als sich die Super League Anfang Oktober nach drei Spieltagen in eine zweiwöchige Länderspielpause verabschiedet, thront der FC St. Gallen mit dem Punktemaximum an der Tabellenspitze und ist der FC Zürich mit einem Zähler Letzter. Danach haben verschiedene Klubs das bis am vergangenen Montag offene Transferfenster genützt, um ihr Kader zu justieren.

Wenn nun am Wochenende der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird, bekommen die Fans also das eine oder andere neue Gesicht zu sehen. Derweil der mit sieben Punkten gestartete Meister Young Boys trotz der bevorstehenden Mehrbelastung durch die Europa League keinen Grund gesehen hat, sein Ensemble aufzustocken, wird es am Sonntag im Letzigrund richtig interessant – zumindest, was die Personalien betrifft.
Beim FCZ steht erstmals seit Ende Februar 2018 nicht mehr Ludovic Magnin an der Seitenlinie, sondern versuchen die Interimstrainer Massimo Rizzo und Heinz Moser, für den ersten Saisonsieg zu sorgen.

Was zeigt Ousmane Doumbia in der Super League?

Spannend zu sehen ist, wie sich der von Winterthur gekommene Ousmane Doumbia schlägt. Der 28-jährige Bruder des früheren YB-Stars Seydou wird in Insiderkreisen seit Langem als bester Aufbauer der Challenge League gehandelt; was darauf schliessen lässt, dass Vereine aus der Super League in der zweithöchsten Spielklasse keine Insider sind. Gut möglich, dass Doumbia den Abgang von Simon Sohm (Parma) kompensiert.

Ousmane Doumbia: Vom FC Winterthur zum FC Zürich.

Ousmane Doumbia: Vom FC Winterthur zum FC Zürich.

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Genauso lohnenswert wird in Zürich aber der Blick auf den mässig gestarteten FC Basel sein. Am Rheinknie ist die Hoffnung berechtigt, Rotblau könne mit den Last-Minute-Transfers Pajtim Kasami und Timm Klose ein ernstes Wörtchen um den Meistertitel mitsprechen. Ersterer hat sich beim FC Sion zu einer Leaderfigur entwickelt, Letzterer das Potenzial, in der Innenverteidigung den zu Hertha transferierten Omar Alderete gut zu ersetzen und als Basler beim Publikum für Identifikation mit dem FCB zu sorgen. Noch völlig offen ist, was der von der AS Monaco ausgeliehene Jorge drauf hat. Dass der 24-jährige Linksverteidiger Anfang 2017 ein Länderspiel für Brasilien bestritt, deutet zumindest an, dass er auf dieser Position zu einer Verstärkung für den FCB werden könnte.

Freut sich über die späte Rückkehr zum FCB: Timm Klose.

Freut sich über die späte Rückkehr zum FCB: Timm Klose.

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Der FC Luzern holt von Servette Tasar und Tempo

Viel bewegt hat sich vor dem Ende der Transferphase auch beim FC Luzern. Nach dem früheren Thuner Toptorschützen Dejan Sorgic, der bei den Zentralschweizern bereits einen halbstündigen Einsatz hinter sich hat, verspricht der von Servette geholte Varol Tasar auf der Flügelposition Unberechenbarkeit und Tempo. Etwas schwieriger abzuschätzen ist noch, was der Ghanaer Samuel Alabi (20-jähriger offensiver Mittelfeldspieler von Ashdod/Isr), der Spanier Alex Carbonell (23-jähriger zentraler Aufbauer von Fortuna Sittard/Ned)) und der zuletzt geholte und noch in Quarantäne stehende Tscheche Martin Frydek (28-jähriger Aussenbahnspieler von Sparta Prag) einbringen werden.

Sorgt für Druck über die Flügel: Varol Tasar (rechts) bereits im Trikot des FC Luzern.

Sorgt für Druck über die Flügel: Varol Tasar (rechts) bereits im Trikot des FC Luzern.

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Und sonst? Vielleicht noch dies: Der FC Lugano hat von Sassuolo mit dem 21-jährigen Dänen Jens Odgaard einen Mittelstürmer ausgeliehen, der zuletzt für Heerenveen in der Eredivisie ziemlich treffsicher war.