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Der Geheimtrumpf der CVP verzichtet auf Bundesratskandidatur

Der Obwaldner CVP-Ständerat Erich Ettlin will nicht in den Bundesrat, wie er heute Morgen per Communiqué mitgeteilt hat. Er wolle seinem gelernten Beruf als Steuerexperte nachgehen, sagt der 56-Jährige.
Fabian Fellmann
Erich Ettlin, CVP-Ständerat aus Obwalden, im Parlament. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex, 20. September 2016))

Erich Ettlin, CVP-Ständerat aus Obwalden, im Parlament. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex, 20. September 2016))

Er galt als Geheimtrumpf der CVP für die Nachfolge von Bundesrätin Doris Leuthard, der 56-jährige Obwaldner Ständerat Erich Ettlin. Doch heute Morgen hat Ettlin seinen Verzicht auf eine Kandidatur bekannt gegeben.

«Nach dem Rücktritt von Bundesrätin Doris Leuthard stellte sich auch für mich die Frage nach einer Kandidatur für den frei werdenden Bundesratssitz», schreibt Ettlin. «Ich habe nach reiflicher Überlegung meiner Partei, der CVP Obwalden, mitgeteilt, dass ich für die Bundesrats-Ersatzwahlen vom 5. Dezember 2018 nicht zur Verfügung stehe.»

Ettlin will 2019 als Ständerat wiedergewählt werden

Ettlin macht berufliche Gründe geltend. «Ich bin nach wie vor sehr motiviert, den Kanton Obwalden auch in Zukunft im Ständerat vertreten zu dürfen und daneben meinem gelernten Beruf nachzugehen», so der diplomierte Steuerexperte und frühere Leiter des Obwaldner Steueramts. «Ich habe mich deshalb entschieden, weiterhin im ‹Stöckli› zu wirken und mich im Jahr 2019 wieder den Obwaldnerinnen und Obwaldnern als Ständerat zur Wahl zu stellen.»

Der Obwaldner galt als Geheimtrumpf, weil er sich seit Amtsantritt in Bern vor drei Jahren einen Namen als seriöser Schaffer, Frohnatur und umgänglicher Brückenbauer zugleich gemacht hat. Dies spiegelt sich in seinem Schreiben: «Für das Verständnis – auch von denjenigen, die mich in den vergangenen Tagen und Wochen motiviert und unterstützt haben – bedanke ich mich.» Weiter schreibt Ettlin: «Es ist schön, zu spüren, dass man getragen ist und dass mir dieses Amt zugetraut würde.»

Die CVP Obwalden bedauert in einer Medienmitteilung den Entscheid, den Erich Ettlin trotz hoher Wahlchancen gefällt habe. Sie hält jedoch fest, dass sie dies respektiere und für die Beweggründe Verständnis habe. Die Kantonalpartei zeigt sich stolz darüber, dass sich Ettlin nach erst drei Amtsjahren in Bern schweizweit und über die Parteigrenzen hinaus bereits so viel Anerkennung erworben habe, dass er für dieses hohe und anspruchsvolle Amt als Spitzenkandidat der CVP gehandelt worden sei.

Das Kandidatenkarussell

Das Feld der Bundesratsanwärter bei der CVP hat sich stark gelichtet: Bei der CVP hat bisher der Zuger Ständerat Peter Hegglin sein Interesse angemeldet, auch die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen hat ihre Kandidatur bekannt gegeben. Am Mittwoch hat der Innerrhoder Nationalrat Daniel Fässler verzichtet, am Dienstag hatte sich die Aargauer Nationalrätin Ruth Humbel zurückgezogen.

Nach der Absage von Ettlin harrt die CVP nun noch der Stellungnahmen von drei Frauen und einem Mann. Am Donnerstagabend ist die Baselbieter Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter an der Reihe. Sie wird direkt an der Versammlung ihrer Kantonalpartei informieren - ein Indiz, dass sie antritt.

Kein Datum genannt hat der Solothurner Ständerat Pirmin Bischof. Als chancenreiche Kandidatin gilt ferner die Walliser Nationalrätin Viola Amherd; sie leidet allerdings an Nierensteinen und hat sich darum Geduld erbeten. Die Meldefrist läuft bei der CVP nächste Woche ab, am 25. Oktober. Bis am 24. Oktober müssen sich FDP-Kandidaten durch ihre Kantonalparteien nominieren lassen.

Bei der FDP stellt sich neben der St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter auch der Nidwaldner FDP-Ständerat Hans Wicki zur Wahl, wie er am Mittwoch an einer Medienkonferenz in Stans erklärte. Am Donnerstagabend wird zudem der Schaffhauser Regierungsrat und frühere Erziehungsdirektoren-Präsident Christian Amsler über seine Ambitionen informieren. Beiden werden im Vergleich zu Keller-Sutter nur Aussenseiterchancen eingeräumt.

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