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DER NÄCHSTE AUSBAUSCHRITT: Milliardenausbau wird konkret

Der Bund will mit dem nächsten Eisenbahn-Paket die Ost-West-Achse erweitern. Um die restlichen Gelder beginnt nun der Wettstreit der Regionen.
Fabian Fellmann
Das Verkehrswachstum hält an, nun soll die Kapazität erhöht werden. (Bild: Thomas Hodel/KEY (Bern, 24. August 2016))

Das Verkehrswachstum hält an, nun soll die Kapazität erhöht werden. (Bild: Thomas Hodel/KEY (Bern, 24. August 2016))

Fabian Fellmann

Für bis zu 12 Milliarden Franken will der Bund bis 2035 das Bahnnetz erweitern. Die Wunschliste der Kantone umfasst jedoch weit mehr Projekte. Gestern hat das Bundesamt für Verkehr durchblicken lassen, welche es in die Auswahl schaffen könnten. Es schlägt zwei Varianten vor: 7 Milliarden Franken bis 2030 oder 12 Milliarden bis 2035. «Der nächste Ausbauschritt ist notwendig, um Kapazitätsengpässe zu verhindern», sagte Vizedirektorin Anna-Barbara Remund gestern.

Gesetzt sind diverse Erweiterungen am Genfersee und auf der Ost-West-Achse, etwa der Brüttener Tunnel zwischen Zürich und Winterthur. Als dringlich gelten Ausbauten im Güternetz. 1,5 Milliarden fliessen in die Erweiterung von Bahnhöfen und in die Privatbahnen.

Basel und Luzern im Hintertreffen

Nur mit einem grossen Paket stehen zusätzliche 5 Milliarden Franken zur Verfügung, um welche die Regionen im Wettstreit stehen. Ziemlich sicher ist, dass der Zürcher Bahnhof Stadelhofen ausgebaut würde. Die Zentralschweiz bohrt für den Zimmerberg-Basistunnel und den Durchgangsbahnhof Luzern, Basel für eine Durchmesserlinie, Bern und die Westschweiz für den Ausbau des Lötschberg-Basistunnels und eine neue Linie von Neuchâtel nach La Chaux-de-Fonds. Das schlechteste Kosten-Nutzen-Verhältnis zeigen dabei die Basler S-Bahn-Pläne und das Konzept des Luzerner Durchgangsbahnhofs, die je über 3 Milliarden Franken beanspruchen. Entscheidungen seien aber noch keine gefallen, sagte Amtsdirektor Peter Füglistaler gestern. Der Bundesrat soll im Herbst die Vernehmlassung eröffnen, das Parlament befasst sich 2019 mit der Vorlage.

Verkehrspolitikerin Edith Graf Litscher (SP/TG) geht davon aus, dass ein 12-Milliarden-Paket beschlossen wird. Für Zürich und die Ostschweiz seien der Brüttener Tunnel und Stadelhofen zentral. «Aber man darf nicht die einzelnen Projekte und Regionen gegeneinander ausspielen», sagt die Nationalrätin. «Wichtig ist, dass wir mit dem Ausbau das Gesamtnetz stärken.» Der Luzerner FDP-Ständerat Damian Müller sagt: «Im 12-Milliarden-Paket ist für alle Regionen etwas drin, es werden zahlreiche Knöpfe gleichzeitig gelöst.» Ähnlich tönt es aus den Kantonen: Die Westschweizer Verkehrsdirektoren warnen, der Bund dürfe nicht nur im Raum Zürich investieren. Das bedinge 12 bis 13 Milliarden Franken. Für die Projekte, die auf der Warteliste bleiben, will der Bund ein Türchen für Vorfinanzierungen öffnen. Darauf hofft der Luzerner FDP-Ständerat Damian Müller: «Ich erwarte, dass der Bund klare Regeln schafft, damit wir die Vorfinanzierung für den Durchgangsbahnhof im Kanton aufgleisen können.»

Vor allem die Ost-West-Achse wird erweitert. Bei den blau Markierten ist der Entscheid noch ausstehend.

Vor allem die Ost-West-Achse wird erweitert. Bei den blau Markierten ist der Entscheid noch ausstehend.

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