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Kommentar

Der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki hat im Bundesratsrennen nur Aussenseiter-Chancen

Neben der St. Gallerin Karin Keller-Sutter tritt nun auch der Nidwaldner FDP-Ständerat Hans Wicki für das Rennen um einen Sitz im Bundesrat an. Allerdings zeigt ein Direktvergleich mit der Kronfavoritin, dass er kaum Wahlchancen hat, schreibt Bundeshausredaktor Roger Braun.
Roger Braun
BundeshausredaktorRoger Braun.

Bundeshausredaktor
Roger Braun.

Hans Wicki wagt es. Der Nidwaldner FDP-Ständerat kandidiert für den Bundesrat und fordert damit Kronfavoritin Karin Keller-Sutter heraus. Wickis Ambition ist legitim, und er sagt es richtig: Gerade der FDP als Partei des Wettbewerbs steht es gut an, der Bundesversammlung eine Auswahl an Kandidaten anzubieten. Das ändert alles nichts daran, dass Wickis Wahlchancen minimal sind.

Was spricht für Wicki im Vergleich zur übermächtigen St.Galler Ständerätin? In gewissem Masse der regionale Anspruch. Nidwalden stellte noch nie einen Bundesrat, die Urschweiz erst einen seit Gründung des Bundesstaats. Auch die Zentralschweiz war schon länger nicht mehr im Bundesrat vertreten als die Ostschweiz, die mit den Appenzellern Hans-Rudolf Merz sowie Ruth Metzler vor noch nicht allzu langer Zeit vertreten war. Auch kann Wicki auf langjährige Führungserfahrung in der Wirtschaft verweisen; etwas, was Keller-Sutter weitgehend abgeht.

Doch damit hat es sich auch. Keller-Sutter sitzt seit sieben Jahren im Ständerat und gehört zu den einflussreichsten Politikern der Schweiz. Wicki hingegen politisiert erst seit Kurzem in Bern; er ist in seinen drei Jahren kaum sichtbar geworden. Keller-Sutter war bereits als St. Galler Justizdirektorin eine nationale Grösse, weil sie den Hooliganismus und den Asylmissbrauch entschlossen anging. Wicki ist ebenfalls ehemaliger Regierungsrat, er hatte als Baudirektor des kleinen Halbkantons Nidwaldens jedoch keine nationale Ausstrahlung. Die gelernte Dolmetscherin Keller-Sutter spricht perfekt Französisch; Wicki kann einzig auf sein Schulfranzösisch verweisen. In einem mehrsprachigen Land wie der Schweiz ist das ungenügend. Nicht zuletzt ist Keller-Sutter eine Frau und vertritt damit ein Geschlecht, das im Bundesrat derzeit krass untervertreten ist.

Insgesamt wäre eine Wahl von Wicki eine riesengrosse Überraschung. Dasselbe gilt auch beim Schaffhauser Regierungsrat Christian Amsler, falls dieser am Donnerstagabend als dritter Kandidat ins FDP-Rennen steigt. Karin Keller-Sutter ist und bleibt haushohe Favoritin.

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