Der Winter meldet sich an

Nicht mal Dezember, und Teile der Schweiz versinken bereits im Schnee. Rekordwerte meldet das Engadin. Auch im Wallis stehen Bahnen still.

Franziska Herger, Eva Surbeck und Benno Lichtsteiner
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Rekordtief verschneit: Fuldera – Ortsteil der Talschaft Val Müstair. Bild: Screenshot/chm
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Rekordtief verschneit: Fuldera – Ortsteil der Talschaft Val Müstair. Bild: Screenshot/chm
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Rekordtief verschneit: Fuldera – Ortsteil der Talschaft Val Müstair. Bild: Screenshot/chm
Rekordtief verschneit: Fuldera – Ortsteil der Talschaft Val Müstair. Bild: Screenshot/chm

Rekordtief verschneit: Fuldera – Ortsteil der Talschaft Val Müstair. Bild: Screenshot/chm

In Samedan im Oberengadin und in Santa Maria im Münstertal ist im November noch nie so viel Schnee gefallen. Die Höhe in den Bündnergemeinden betrug gestern Mittag 77 beziehungsweise 71 Zentimeter Schnee, meldeten Meteonews und SRF Meteo. Der bisherige November-Rekord stammte von 1959 mit 65 Zentimetern.

Sonntagnacht fiel besonders in Graubünden viel Schnee. Zwischen Pontre­sina und Poschiavo musste darum am Sonntagfrüh die Berninalinie der Rhätischen Bahn (RhB) gesperrt werden.

Lawinengefahr steigt – A2 wegen Schnee gesperrt

Nach dem vielen Neuschnee besteht im Bergell grosse Lawinengefahr. Laut dem Schnee- und Lawinenforschungsinstitut ist die Gefahr dort auf Stufe vier von fünf. Auf der ganzen Alpensüdseite sowie in den Walliser Südtälern, im Urserental (Uri) und in weiten Teilen des Kantons Graubünden ist die Lawinengefahr laut SLF erheblich. Aus Arosa werden erste verletzte Wintersportler gemeldet.

Bis in tiefe Lagen geschneit hat es am Sonntag auch in der Zentralschweiz. Die Autobahn A2 musste zwischen Wassen und Amsteg wegen Räumungsarbeiten zwischenzeitlich gesperrt werden. Auch zwischen Engelberg und Grafenort sorgte der Schnee für Staus. Dort kam es gleich zu vier Unfällen. Zwei wei­tere ereigneten sich jeweils in Engelberg und Lungern. Ursache seien die winterlichen Strassenverhältnisse, hiess es bei der Kantonspolizei Obwalden.

Auch im Wallis kam es zu ­ersten Schneeproblemen. Nebst Verspätungen am Furka-Verlad war insbesondere Zermatt ab­geschnitten von der Aussen- welt wegen Lawinengefahr.

Schnee -und Regenchaos in Teilen Österreichs

Starkregen und Schnee haben am Wochenende derweil in ­Österreich erneut für Chaos auf Strassen und für Stromausfälle gesorgt. In Osttirol waren Samstagnacht zeit­weise alle Häuser ohne Strom. Im Bundesland Kärnten kam es zu Hangrutschungen, Murgängen und Felsstürzen. Stadl in der Steiermark wurde am Abend gar zum Katastrophengebiet erklärt.