Deutschland pocht auf Schweizer Kooperation

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Reaktionen Die Bundesregierung in Berlin fordert die Schweiz zur Kooperation bei der Aufar­beitung der Affäre rund um den ­mutmasslichen Spion auf. Der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, machte dies gestern in der Bundespressekonferenz in Berlin deutlich. Der Staatssekretär im Auswärtigen Amt habe im Gespräch mit der Schweizer Botschafterin Christine Schraner Burgener «deutlich gemacht – wir gehen aber auch davon aus, dass die Schweiz ein starkes In­teresse daran hat –, dass sich dieser Fall nicht negativ auf die bilateralen Beziehungen auswirken wird». Das setze natürlich voraus, dass die Schweiz sich bei der Aufklärung der im Raum stehenden Vorwürfe dann eben auch betei­lige. Zuvor lobte Schäfer die Be­ziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland. «Ich denke, dass die bilateralen Beziehungen so eng und so fest sind, dass sie nicht so schnell erschüttert werden können.» Die Schweizer Botschafterin war am Dienstag von SPD-Aussenminister Sigmar Gabriel zu einem Gespräch ins Auswärtige Amt bestellt worden. Die deutsche Sicht auf die Affäre wurde ihr von Staatssekretär Walter Lindner dargelegt. (cr)