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DEVISEN: Franken-Schock überwunden

Die Schweizer Währung hat sich gegenüber dem Euro deutlich abgeschwächt. Die Wirtschaft profitiert und wächst kräftig.
Die Zentralschweizer Unternehmen haben sich nach dem Frankenschock gut auf die Veränderungen eingestellt. Bild: Fotolia

Die Zentralschweizer Unternehmen haben sich nach dem Frankenschock gut auf die Veränderungen eingestellt. Bild: Fotolia

«Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht ist der Frankenschock überwunden», sagte Eric Scheidegger, Leiter der Direktion für Wirtschaftspolitik beim Seco, vergangene Woche. Die Schweizer ­Wirtschaft werde 2018 so stark wachsen wie vor dem «Franken-Schock», den die Schweizerische Nationalbank (SNB) am 15. Januar 2015 mit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses von 1,20 Franken ausgelöst hatte. Der Frankenkurs verteuerte sich danach schlagartig und blieb trotz Interventionen der SNB nur knapp über der Parität zum Euro. In der Folge kam es in den vergangenen zwei Jahren zu Stellenabbau und Verlagerungen ins Ausland.

Mit einem Kurs zum Euro von 1,10 Franken könne die Schweizer Wirtschaft gut leben, hiess es stets, darunter aber werde es schwierig. Davon war man zu Jahresbeginn aber noch weit entfernt: 1,0721 Franken war ein Euro am 1. Januar 2017 wert. Kurz nach Weihnachten aber sieht das Verhältnis ganz anders aus: Der Franken hat sich zum Euro deutlich abgeschwächt. Aktuell notiert der Euro knapp oberhalb der Marke von 1,17 Franken.

Dabei deutete wenig darauf hin, dass es zu einer solchen Abschwächung kommt. Bis Mitte April dümpelte der Franken unter der Marke von 1,08. Doch dann begann sich die Währung abzuschwächen, im Juli kam der nächste grössere Schub. Nachdem ein Franken zum Euro die Marke von 1,10 durchbrochen hatte, sackte der Frankenkurs weiter ab. Und in diesem Stil ging es weiter – zum Jahresende. Für diese Entwicklung gibt es verschiedene Erklärungen. Sicher ist, dass sich die Aussichten in Europa nach dem Sieg von Emmanuel Macron bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich stark verbessert haben. Auch wirtschaftlich geht es wieder besser. Die Investoren halten offenbar die gröbsten Probleme der Eurozone für überwunden.

Noch sei der Schweizer Franken auch «weiterhin hoch bewertet», betonten die Notenbanker geflissentlich. Aber sie haben ihren Sprachgebrauch doch etwas abgeändert. Zuvor sprach SNB-Präsident Thomas Jordan stets von einem «deutlich überbewerteten» Franken. Gut möglich, dass er seine Wortwahl schon bald wieder anpassen muss: Laut den Währungsstrategen der US-Bank Morgan Stanley soll der Euro-Franken-Kurs bis Mitte 2018 gar auf 1,28 Franken klettern. (rom)

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