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Dialog

Im Grunde ist dem Beamten der Bürger zuwider. Der Bürger hat schliesslich keine Ahnung, wie komplex die Staatsgeschäfte sind. Es fehlt ihm jedes Verständnis für die gouvernementalen Notwendigkeiten. Der Bürger neigt zudem zur Halsstarrigkeit. Er stört beim Regieren und Verwalten. Und dann hat er auch noch das letzte Wort! Man kann verstehen, dass der Beamte mit dem Bürger am liebsten nichts zu tun hätte. Andererseits kommt man in einer Demokratie am Bürger schlecht vorbei. Deshalb muss man ihn einbinden. «Dialog» heisst hierzu das Mittel der Wahl in der Verwaltungssprache. Gemeint ist natürlich nicht ein Austausch unter Gleichwertigen, sondern die gezielte Indoktrinierung des Verwaltungsobjekts, eine besonders fiese Art der Propaganda also. Bundesbern betreibt allerhand solche Dialoge, zum Beispiel den «Dialog 2030 für Nachhaltige Entwicklung». Immerhin dürfte auch dieser Dialog nicht wirklich bis 2030 dauern. So lange hält es kein Beamter mit dem Bürger aus. (pho)

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