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Die ersten 20 Imker haben in der Schweiz erfolgreich ihre Berufsprüfung absolviert

Novum in der Schweizer Bildungslandschaft: Zum ersten Mal haben Imkerinnen und Imker ihre Ausbildung mit einem Diplom abgeschlossen. Das Interesse am ersten Lehrgang war so gross, dass per Los ausgewählt werden musste.
Roger Rüegger
Die Biene macht sich rar, während viele Leute Imkerin oder Imker werden wollen. (Archivbild: Pius Amrein)

Die Biene macht sich rar, während viele Leute Imkerin oder Imker werden wollen. (Archivbild: Pius Amrein)

Die Berufsbildung hat einen hohen Stellenwert in unserem Land. Nun gibt es auch eine Lehre als Imker. Am Kongress der deutschsprachigen Imker vom 27. bis 29. September in Amriswil wurden die ersten 20 Imkerinnen und Imker mit dem vom Bund anerkannten Fachausweis diplomiert. Dies teilte die Organisation «Bienen Schweiz» am Montagnachmittag, 8. Oktober mit.

Die Berufsprüfung ist ein Novum in der Bildungslandschaft der Schweizer Imker-Organisationen. Während es im Ausland schon lange staatlich anerkannte Bildungswege gibt, wurde in der Schweiz erst vor vier Jahren einer ins Leben gerufen. Richard Wyss, der frühere Präsident von «Bienen Schweiz» hatte die Idee, einen staatlich anerkannten Lehrgang für Imkerinnen und Imker ins Leben zu rufen.

160 Interessierte für 24 Plätze

Die Prüfung kann in drei Landessprachen absolviert werden. 2014 startete der erste Lehrgang in der Deutschschweiz mit 24 Teilnehmern. Der Ansturm war so gross, dass aus 160 Interessierten per Los ausgewählt werden musste. Inzwischen starten in der Deutschschweiz jedes Jahr zwei Klassen mit je 24 Teilnehmern. Seit 2016 wird auch in der Romandie ein Kurs durchgeführt.

Die stolzen Abgänger der ersten Schweizer Imkerlehre (Bild: PD)

Die stolzen Abgänger der ersten Schweizer Imkerlehre (Bild: PD)

Die Ausbildung geht über 27 Ausbildungstage. Vier der fünf Module werden mit einem Leistungsnachweis abgeschlossen. Das fünfte Modul zum Thema Bienengesundheit wird unter anderem an der Schlussprüfung mündlich geprüft. Parallel dazu schreiben die Absolventinnen und Absolventen des Lehrgangs eine Diplomarbeit, welche an der Schlussprüfung vertreten werden muss.

Ausbildung nur für Halter von eigenen Bienenvölkern

Neben den Kurstagen müssen rund weitere 70 Tage ins Selbststudium, ins Erarbeiten der Leistungsnachweise und ins Verfassen der Diplomarbeit investiert werden. Zur Ausbildung wird nur zugelassen, wer auch selbst Bienenvölker hält und eine Praxiserfahrung von mindestens drei Jahren aufweist.

Mathias Götti Limacher, Präsident «Bienen Schweiz», ist erstaunt und begeistert vom Erfolg der neuen Imkerbildung: «Wir wissen heute, dass wir mit dem neuen Bildungslehrgang ein echtes Bedürfnis der Imkerschaft befriedigen». Der nunmehr staatlich anerkannte Lehrgang stelle eine gute Ergänzung zur bisherigen verbandsinternen Aus- und Weiterbildung dar.

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