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Die Nationalbank muss sich der Diskussion über Gewinnverwendung stellen

Wirtschaftsjournalist Daniel Zulauf über die wiederholt riesigen Gewinne der SNB.
Daniel Zulauf
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Die Nationalbank (SNB) kann auf ein erfreuliches Jahr zurückblicken. Das spiegelt sich auch in ihrer Erfolgsrechnung. Diese wird 2017 mit einem Gewinn von über 30 Milliarden Franken abschliessen. Es dürfte das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte der SNB werden. Doch so ungewöhnlich ist es nicht.

In den vergangenen zehn Jahren hat die Nationalbank fünfmal Gewinne in zweistelliger Milliardenhöhe erzielt. Zweimal resultierten zwar auch zwei­stellige Milliardenverluste, doch im Durchschnitt verblieb ein Gewinn von über 7 Milliarden Franken pro Jahr. Der hohe Gewinn ist natürlich kein Zufall, sondern Ausdruck der massiven Bilanzausweitung. Die immensen Devisenbestände in der Bilanz erzeugen nebst grossen Wertschwankungen auch hohe und regelmässige Einnahmen aus Zinsen und Dividenden.

Weil ein baldiger substanzieller Rückbau der Bilanz keine realistische Option darstellt, wird die SNB noch lange riesige Gewinne einfahren. Deshalb ist es unverständlich, dass sich die SNB einer Diskussion über die Verwendung dieser Gewinne konsequent verweigert. Sie sollte erkennen, dass sie sich mit einer Nichtkommunikationspolitik nicht aus der Verantwortung stehlen kann.

Daniel Zulauf

daniel.zulauf@luzernerzeitung.ch

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