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Prämienanstieg: Die Politik ist gefragt

Die Prämien steigen 2019 moderat. Für die Versicherten ermöglicht das eine Verschnaufpause - nicht aber für die Politik. Glücklicherweise haben die Parteien das Thema Gesundheit in Hinblick auf das Wahljahr entdeckt.
Anna Wanner
Anna Wanner

Anna Wanner

Für die Versicherten ist es Balsam für die Seele: Die Prämien steigen schweizweit im Schnitt um lediglich 1,2 Prozent. Das langjährige Mittel liegt bei 3,9 Prozent. Erwachsene zahlen nächstes Jahr etwa 9 Franken mehr, Jugendliche können hingegen 50 Franken sparen. Eine kleine Sensation. Doch die guten Nachrichten haben ihre Schwächen.

Erstens änderte der Bundesrat die Berechnungsmethode, was die Zahlen etwas beschönigt. Zweitens gibt es eine grosse Blackbox: Seit der Ärztetarif auf Anfang Jahr abgeändert wurde, stehen vor allem bei den Spitälern noch Rechnungen aus. Es lässt sich also schwer abschätzen, ob die Tarifänderungen zur erhofften Kostensenkung führten. Trotzdem gibt der sanfte Prämienanstieg Anlass zu etwas Optimismus. Dass sich die Kosten so moderat ent­wickeln, war alles andere als absehbar. Der Trend geht in die entgegengesetzte Richtung: Ambulant vor stationär – was zu hundert Prozent die Prämienzahler belastet.

2019 ermöglicht eine Verschnaufpause für die Versicherten – nicht aber für die Politik. Wichtige Reformen bleiben blockiert. Doch die Akteure bewegen sich. Im Hinblick auf das Wahljahr haben die Parteien das Thema Gesundheitskosten für sich entdeckt.

Gerade die Initiativen der SP und CVP versprechen zwar viel, lösen aber keine konkreten Probleme. Trotzdem sind sie wertvoll: Es wäre nicht das erste Mal, dass im Gesundheitswesen Reformen möglich sind, weil der Druck auf die Akteure steigt. Diese sind plötzlich zu Konzessionen bereit, um die gravierenderen Einschnitte einer Initiative abzuwenden. Vielleicht wird also bald die eine oder andere Kröte geschluckt.

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