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Die Schweiz setzt auf Natur und Erlebnis

Ferien «Zurück zur Natur» lautet der Slogan der Sommerkampagne von Schweiz Tourismus. Die Vermarktungsorganisation will damit in erster Linie Schweizer, Europäer und Amerikaner animieren, Ferien in unserem Land zu verbringen. Im Visier hat man also Besucher aus Märkten, in denen der Individualtourismus eine grosse Rolle spielt. Gleichzeitig möchte Schweiz Tourismus mit Naturschönheiten und Erlebnistourismus einen Gegenakzent setzen zum Massentourismus, der in Form von Badeferien, Städtetrips oder Rundreisen in den vergangenen Jahren global mächtig gewachsen ist. Die Schweiz wirbt dagegen mit einer Palette von Abenteuern über Kultur, Fauna und Flora, Erholung, Ruhe, Kulinarik bis zu Authentizität.

Für diesen Sommer rechnet Schweiz Tourismus mit einem Plus der Übernachtungszahlen von 1,4 Prozent, für die Berggebiete allein mit 0,8 Prozent. Die jüngsten Zahlen des Bundesamts für Statistik geben Anlass zur Hoffnung: So verzeichneten die Schweizer Hotels und Jugendherbergen von Januar bis Mai 14,2 Millionen Logiernächte, ein Plus von 1,9 Prozent. Dies trotz Rückgängen im März und April und trotz weniger Gäste aus dem wichtigsten Markt Deutschland.

Dennoch buchten ausländische Reisende 2,6 Prozent mehr Übernachtungen, wobei die Nachfrage von Amerikanern, Indern und Chinesen am stärksten stieg. Die Asiaten hat Schweiz Tourismus mit der aktuellen Kampagne weniger im Visier, aber auch deren Markt entwickle sich «in horrendem Tempo in Richtung Individualreisen», sagt Direktor Jürg Schmid. Zudem ist das Wachstumspotenzial mit Gästen aus Asien generell noch deutlich grösser als mit Touristen aus der Schweiz, Europa und Amerika.

Campen ist wieder in

Zur Werbung mit der Natur passt auch Camping. Marcel Meier, Gastgeber des Campingplatzes Hüttenberg bei Eschenz oberhalb des Bodensees, berichtet auf Anfrage von einem guten Buchungsstand bis Mitte August. Der Thurgauer Campingplatz ist von den Nutzern des Portals camping.info zum wiederholten Mal zum «besten Campingplatz der Schweiz» erkoren worden. Im Sommer sei seine Klientel «total durchmischt» sagt Meier, mit rund zwei Dritteln Schweizer Gästen und dem Rest vor allem aus Europa. Es hätten aber auch schon Australier oder Koreaner bei ihm übernachtet.

Zentral ist es beim Camping, wie auch in der Hotellerie, die Anlagen in Schuss zu halten. Diese Erfahrung macht beispielsweise Markus Barmettler, Leiter des TCS Camping Buochs. Der Nidwaldner Campingplatz mit Strandzugang am Vierwaldstättersee ist vor sechs Wochen nach sechsmonatiger Umbauzeit in frischem Glanz eröffnet worden. «Grössere Parzellen, mehr Strom, topmoderne sanitäre Anlagen» zählt Barmettler als ein paar Trümpfe auf. Über den Buchungsstand äussert er sich «sehr zufrieden». Zwar seien Ferien in der Schweiz wegen der Frankenstärke für Holländer oder Deutsche etwas teurer geworden, «dafür geht aber der Trend bei den Schweizern zurück zur Natur». Dass sich die Rundumerneuerung des TCS Camping Buochs bezahlt macht, zeigt sich laut Barmettler auch an der Länge der Reservationen: «Früher waren schon Buchungen über eine Woche eine lange Zeit, jetzt haben wir einige Gäste, die sogar zwei Wochen zu uns kommen.»

Marcel Meier misst zudem dem Wetter eine entscheidende Rolle bei: «Viele Leute warten noch ab. Ist es dann schön, entscheiden sich viele kurzfristig für einen Aufenthalt.»

Thomas Griesser Kym

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