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Feuerwerksverbot:
Die Vorreiter vom Zürichsee

Unabhängig von den aktuellen Diskussionen hat die Schwyzer Gemeinde ­Lachen im letzten Herbst ein Zeichen gesetzt: Seit dem 1. Oktober 2017 ist dort das Abbrennen von Feuerwerk generell verboten. Ausnahmen gelten für den Silvester, den 1. August und für bewilligte öffentliche Anlässe.
Carlo Schuler

Das Verbot erfolgte durch ­einen Beschluss des Gemeinderates. Dieser schrieb im August 2017, dass ein Verbot vor allem aufgrund der mit Feuerwerk verbundenen Gefahren sinnvoll sei. «Im Weiteren fühlen sich viele ältere Personen durch die Knallerei gestört», hielt der Gemeinderat fest. Aber auch Tiere, insbesondere Hunde, würden unter dem Lärm leiden. Ähnliche Regulierungen kennen im Bereich des Zürichsees Gemeinden wie etwa Rapperswil-Jona, Meilen, Horgen und Wädenswil. Es war der amtierende Lachener Gemeindepräsident Pit Marty selber, der sich für dieses Verbot stark machte: «Als zuständiger Gemeinderat habe ich den Antrag gestellt, Feuerwerke grundsätzlich zu verbieten.» Dieser Antrag sei vom Gesamtrat ohne grosse Diskussionen gutgeheissen worden. Ausschlaggebend sei ein Feuerwerk gewesen, das Nahe eines Naturschutzgebietes abgefeuert worden sei. Dies habe dazu geführt, dass der Gemeinderat die Frage nach Sinn und Zweck solcher Feuerwerke vertieft zu diskutieren begonnen habe.

Wissen denn aber auch alle in Lachen um diese neue Regelung? «Wir haben dieses Verbot auf unserer Homepage, in Zeitungsartikeln und auch an der Gemeindeversammlung mitgeteilt», erklärt Pit Marty. Selbstverständlich sei es nicht möglich, dass wirklich alle Kenntnis davon hätten: «Aber unsere Hotels und Restaurants teilen dies jeweils nachfragenden Personen mit.» Und der Lachener Gemeinderat sei klar willens, dieses Gebot auch durchzusetzen: «Wir würden eine Verzeigung vornehmen, sollten wir Kenntnis davon erhalten, dass jemand unbewilligt ein Feuerwerk zündete.» Pit Marty zieht nach knapp einem Jahr eine positive Bilanz: «Die Reaktionen sind durchaus positiv.» Das bestätigt Gemeindeschreiberin Petra Keller. Die Leute seien aus Gründen des Umweltschutzes und wegen der Lärmemissionen froh über das Feuerwerkverbot: «Das Verbot wurde begrüsst, und auch Nachbargemeinden haben sich für unseren Beschluss interessiert.»

«Ein solches Verbot ist sehr wirksam»

Sonja Rauchenstein aus Lachen ist Vorstandsmitglied des Hundesportvereins March-Höfe. Auch sie findet das Verbot «absolut» eine gute Sache. Bei Feuerwerken blieben sie mit ihren Tieren aber so oder so zu Hause. Das Verbot sei jedenfalls sicher eine Erleichterung für alle Tierhalter. Ähnlich äussert sich Anton Marty, Präsident des Vogelschutzvereins Singdrossel Lachen. Die Vereinigung setzt sich auch allgemein für Belange der Natur ein. Er findet das Verbot gut: «Bei vielen Geburtstagen oder Hochzeiten wird mittlerweile ein Feuerwerk gezündet. Das ist doch einfach übertrieben. Das Gleiche gilt auch für die ­ganze Klöpferei.»

Könnte so ein Verbot auch etwas für den ganzen Kanton Schwyz sein? Peter Kirchhoff, Abteilungsleiter im Schwyzer Amt für Umweltschutz, findet das Vorgehen der Gemeinde Lachen jedenfalls sehr gut: «Aus Sicht des Umweltschutzes und der Luftreinhaltung ist ein Feuerwerksverbot sehr wirksam.» Kirchhoff verweist ­darauf, dass der 1. August im Kanton dieses Jahr richtiggehend «idyllisch» verlaufen sei. «Es gab keine Knallerei bis zu später Stunde und bezüglich Feinstaub keinen zusätzlichen Spitzenwert.» Das Verfügen eines Verbotes sei derzeit aber Sache der Gemeinden und Bezirke. Auf höherer Stufe wären zuerst Vorgaben des Bundes nötig.

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