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Digitale Schweiz

Bürokratisch

Der Schweizer in seiner rückwärtsgewandten Dumpfheit, man weiss es, wohnt gemeinhin in einer Erdhöhle. Im Schein seiner Petroleumlampe hat er sich bisher um dieses Internet foutiert. Dieses ganze neumödige Zeug ist ihm suspekt.

Doch dann geschah dies: Die Bundespräsidentin montierte sich eine Art Taucherbrille ohne Schnorchel. Ein kahlköpfiger Verlagsmanager ruderte mit den Armen. Und der Wirtschaftsminister redete derart eindringlich von Begeisterung, dass das Publikum umgehend einnickte. Das Land sei jetzt irgendwie digital, hiess es regierungsseitig, und das sei grausam wichtig, im Fall.

Ein Ruck ging durchs Land. Endlich. Denn ohne das amtliche Palaver hätte der primitive Schweizer in seinem Erdloch wohl nie erfahren, was sich draussen in der weiten Welt so abspielt. Sollte er nun die Petroleumlampe ausmustern? Vielleicht. Andererseits wusste er ja schon immer, was dieses Digitale bedeutet: Neben einigen Einsen gibt es eben auch ziemlich viele Nullen im Land. (pho)

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