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Eine Roadshow für mehr Wählerprozente

Die FDP tingelt mit ihren Kandidatinnen und Kandidaten durchs Land, um das Profil der Partei zu schärfen. Die CVP steht derweil an der Seitenlinie.
Roger Braun
FDP Roadshow in Zug: Die drei Bundesratskandidaten der FDP, Ignazio Cassis, Isabelle Moret und Pierre Maudet, im Gespräch im Parkhotel in Zug. (Bild: Stefan Kaiser)

FDP Roadshow in Zug: Die drei Bundesratskandidaten der FDP, Ignazio Cassis, Isabelle Moret und Pierre Maudet, im Gespräch im Parkhotel in Zug. (Bild: Stefan Kaiser)

Bundesrat hier, Bundesrat da: Die Medien berichten seit Wochen über die Kandidatenkür. Die Profiteure sind CVP und FDP. Sie kommen dank gut terminierter Rücktritte von Doris Leuthard und Johann Schneider-Amman zu massenhafter Gratiswerbung.

Die Parteien unternehmen ­einiges, um den Medienrummel anzuheizen. Besonders gekonnt tut dies die FDP. Im vergangenen Jahr organisierte sie für die Nachfolge von Didier Burkhalter erstmals eine Roadshow durch die Schweiz. Nun tut sie das erneut: Im November werden sich Karin Keller-Sutter, Hans Wicki und Christian Amsler den Fragen der Bevölkerung stellen. Die Orte des Geschehens: Muttenz, Winterthur und Yverdon.

«Mit den Roadshows wollen wir etwas dazu beitragen, dass sich die Bevölkerung besser mit der Bundespolitik identifizieren kann», sagt FDP-Generalsekretär Samuel Lanz. «Die Bürger ­sollen sehen können, wer die Menschen sind, die für das wichtigste politische Amt der Schweiz kandidieren.» Auch wenn Lanz die staatspolitische Bedeutung unterstreicht: Der FDP geht es auch darum, sich als Partei zu profilieren. Im vergangenen Jahr nahmen jeweils 200 bis 300 Personen an den öffentlichen Veranstaltungen teil; stark war auch die mediale Beachtung. Kaum zufällig finden die Auftritte in Baselland und Zürich statt, wo nächstes Jahr kantonale Wahlen angesetzt sind. Lanz sagt: «Es ist klar, wir erhoffen uns natürlich auch einen Gewinn für die Partei.»

Auf eine Roadshow verzichten tut dagegen die CVP. Parteipräsident Gerhard Pfister bezeichnete die Veranstaltungs­reihe der FDP im «Club» von SRF gar als «Zeitverschwendung». Am Freitag war er nicht für eine Stellungnahme erreichbar, allerdings scheint bei der CVP inzwischen ein Meinungswandel eingesetzt zu haben. Wie am Freitag bekannt wurde, organisiert die Partei am 31. Oktober einen «Talk im Bellevue». Dabei werden sich die vier Bundesratsanwärter der CVP im Berner Nobelhotel den Fragen der Medien und Parteimitglieder stellen. Öffentlich ist die Veranstaltung nicht; eingeladen sind einzig Partei­kader und Medienschaffende.

Wieso geht nicht auch die CVP in die Kantone, um ihre Kandidierenden vorzustellen? «Der Bundesrat wird nicht vom Volk gewählt», stellt Kommunikationschef Manuel Ackermann klar. Er sieht keinen Mehrwert in den Roadshows. «Unsere Milizpolitiker sind sehr zugänglich; wer den Kontakt mit ihnen sucht, findet ihn auch.»

Der CVP-Verzicht dürfte indes auch damit zusammenhängen, dass das Personal auf dem Generalsekretariat knapp ist. Kümmern sich bei der FDP rund zehn Personen um Kommunikation und Kampagne, sind es bei der CVP vier. Hinzu kommt, dass die CVP seit Anfang Monat eine neue Generalsekretärin hat und die Kampagnenleiterin, die im Sommer gekündigt hat, nicht ersetzt wurde. Ackermann sagt: «Auch unsere Ressourcenlage hat zum Entscheid beigetragen.»

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