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Eishockey: Der EV Zug fühlt sich wie im Selbstbedienungsladen

Der EV Zug besiegt Genève-Servette auswärts
mit 4:0. Es ist dies bereits der 15. Erfolg in Serie gegen diesen Gegner.
René Barmettler, Genf
Daniel Vukovic (Genf) gegen Dennis Everberg (Zug). (Bild: Pascal Muller/freshfocus (Genf, 16. November 2018)

Daniel Vukovic (Genf) gegen Dennis Everberg (Zug). (Bild: Pascal Muller/freshfocus (Genf, 16. November 2018)

«Alle wollen nach dem Spiel mit Reto Suri sprechen», sagte der EVZ-Presseverantwortliche am Freitagabend fast schon fast verzweifelt. Suri wird die Zuger Ende Saison verlassen (siehe unten). Doch es gab auch noch anderes zu berichten. Etwa über den 4:0-Sieg beim Lieblingsgegner. Oder über den Einstand des Schweden Dennis Everberg, der am Morgen in der Schweiz landete, kurz in Zug ein Eistraining absolvierte und danach mit dem Team nach Genf reiste.

Er spielte erwartungsgemäss noch nicht allzu auffällig. Aber wenn er seine 94 Kilogramm in Bewegung brachte, war er fast nicht zu stoppen. Und beinahe reihte er sich zu den Torschützen. Er verpasste das 3:0 (45.) nur knapp. Doch das erledigte Yannick Zehnder nur gerade 36 Sekunden nach dieser Szene. «Nach diesem Spiel und diesem langen Tag bin ich ziemlich müde. Ich werde auf der Busreise nach Hause bestimmt sofort einschlafen», sagte Everberg hinterher. Er spielte im Angriffsblock zusammen mit Center Sven Senteler und Carl Klingberg, den «ich bestens kenne, da wir beide für das schwedische Nationalteam spielen». Er gab insgesamt drei Schüsse auf das Genfer Tor ab.

Genfer Adler steht kurz vor der Pension

Seit 2002 fliegt vor den Spielen Sherkan (20), ein Weisskopfseeadler, vor dem Anpfiff über die Köpfe des Publikums hinweg. Nach 16 Jahren steht der Raubvogel nun kurz vor der Pension. Für Nachwuchs hat er mit dem Weibchen Arizona indes vorgesorgt. Ein Männchen seiner Nachkommen wird die Dienste Sherkans nahtlos weiterführen. Hungrig wie Raubvögel erwiesen sich die Servettiens gegen die Zuger seit langem nicht mehr. Die Genfer verloren gegen die Zentralschweizer nunmehr das 15. Mal in Serie, Zug muss sich gegen diesen Gegner vorkommen wie im Selbstbedienungsladen.

Und Servette-Coach Chris McSorley (56), seit 2001 in Genf, wusste auch diesmal kein Rezept gegen Zug. Vorne im Abschluss harmlos und hinten fehleranfällig: Reto Suri eröffnete in der 17. Minute das Skore für die Gäste, er lenkte einen Schuss von Livio Stadler drei Sekunden nach Ablauf der ersten Strafe der Partie zum 1:0 ab. Zuvor vereitelte der Genfer Hüter Gauthier Descloux zwei Topchancen von Senteler (4.) und Fabian Schnyder (11.).

Im zweiten Spielabschnitt kamen die Zuger mit Glück um den ersten Gegentreffer des Abends herum. Goalie Tobias Stephan kaschierte mit seinen Interventionen die Unzulänglichkeiten seiner Vorderleute. Diese agierten, wie schon oft diese Saison, hilflos im Überzahlspiel. Vor allem die Präzision beim letzten Zuspiel liess zu wünschen übrig. Nichtsdestotrotz brachte Zug das Spiel über die Runden. Senteler schloss in der 43. Minute einen Pass von Klingberg zum 2:0 ab. Und als knapp drei Minuten Zehnder einen weiteren Konter zum 3:0 abschloss, gab es keinen Zweifel über den Sieger mehr. Drei Punkte gegen die unter dem Strich liegenden Genfer waren wohl budgetiert. Wie auch ein Sieg am Samstag Abend gegen das Schlusslicht Rapperswil-Jona.

Genève-Servette - Zug 0:4 (0:1, 0:0, 0:3)

5523 Zuschauer. - SR Müller/Tscherrig, Gnemmi/Kovacs. - Tore: 17. Suri (Stadler) 0:1. 43. Senteler (Klingberg) 0:2. 46. Zehnder (Schnyder) 0:3. 54. Klingberg (Ausschluss Stadler!) 0:4. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 3mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Richard; Martschini.

Genève-Servette: Descloux; Völlmin, Mercier; Vukovic, Fransson; Jacquemet, Bezina; Antonietti; Wingels, Richard, Winnik; Skille, Almond, Douay; Wick, Romy, Rubin; Fritsche, Berthon, Bozon; Kyparissis.

Zug: Stephan; Schlumpf, Alatalo; Diaz, Stadler; Zgraggen, Zryd; Thiry; Martschini, McIntyre, Suri; Lammer, Albrecht, Simion; Klingberg, Senteler, Everberg; Leuenberger, Zehnder, Schnyder; Widerström.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Bouma, Kast, Rod, Simek und Tömmernes. Zug ohne Morant, Roe und Volejnicek (alle verletzt). Diaz verletzt ausgeschieden (33.). - Pfostenschuss Martschini (46.).

Reto Suri verlässt den EV Zug

EVZ-Flügelstürmer Reto Suri wird am Ende dieser Saison den Klub verlassen. Sportchef Reto Kläy bedauert den Abgang des 29-Jährigen: «Wir haben ihm eine gute Offerte gemacht und hätten den Vertrag gerne verlängert. Wir haben alles getan, um Reto in Zug zu behalten. Auf der anderen Seite respektieren wir nach sieben Jahren EVZ seinen Wunsch nach einer Luftveränderung.» Suri wird wohl in Lugano unterschreiben. Ebenso gab der EV Zug bekannt, dass Verteidiger Livio Stadler (20) und Stürmer Sven Leuenberger (19) mit Profiverträgen ausgestattet werden. (reb)

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