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ENERGIEWENDE: Ingenieure stellen sich hinter den Bundesrat

In einer Umfrage von Swiss Engineering spricht sich eine klare Mehrheit für die Energiewende aus. Die meisten Ingenieure wollen die heutigen AKW abstellen, die Nuklearforschung aber weiterführen.

Weil sich die Wirtschaft schwer- tut mit der Energiestrategie 2050, verzichtet ihr Dachverband Economiesuisse auf eine Abstimmungsempfehlung für den Urnengang vom 21. Mai. Eine eigentliche Parole fasst auch Swiss Engineering nicht. Immerhin hat der grösste Berufsverband der Ingenieure, dem auch Architekten angehören, seine Mitglieder angeschrieben, um zu erfahren, was sie von der umstrittenen Vorlage halten. Jene Fachleute also, die am Ende die Lösungen entwickeln müssen, damit die Energiewende auch gelingt.

«Unsere Betrachtungsweise ist nicht politisch, sondern technisch», sagt Beat Dobmann. Der Präsident von Swiss Engineering bezeichnet sich als einen «absoluten Verfechter der Energiewende». Ganz so begeistert sind die Mitglieder seines Verbandes zwar nicht, doch hält eine Mehrzahl der über 1200 Personen, die an der Umfrage teilgenommen haben, den Umbau für machbar. 85 Prozent der Befragten befürworten die Strategie ganz oder teilweise, 15 Prozent der Befragten sind dagegen.

Nur Minderheit hält Einschränkungen nötig

20 Prozent meinen, dass die Ziele nur erreicht werden können, falls die Bevölkerung zu Einschränkungen bereit ist. 39 Prozent denken, der technologische Fortschritt mache es möglich. Rund 60 Prozent glauben, dass das eigene Verhalten angepasst werden muss. Nicht nötig seien aber Abstriche beim Wohnkomfort.

Was die Kernenergie betrifft, so möchten die Ingenieure zwar mehrheitlich die AKW abstellen, aber weiter Nuklearforschung ­betreiben: 72 Prozent sind mit dem Ausstieg aus der heutigen Kernkraft-Technologie einverstanden. Ebenso viele möchten aber, dass die Forschung an neuen Nukleartechnologien weitergeführt wird. «Unsere Mitglieder wollen aus der heutigen Technologie aussteigen, weil sie viele Abfälle produziert, ein wachsendes Betriebsrisiko beinhaltet und nicht kostendeckend ist», sagt dazu Swiss-Engineering-Präsident Beat Dobmann.

Gleichzeitig müsse man sich durch künftige Forschung die Chance offenhalten, diese Probleme zu lösen und die Kompetenz für den späteren Rückbau der Anlagen aufzubauen. Etwas mehr als die Hälfte der befragten Ingenieure glaubt, dass die technischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiestrategie gegeben sind. Technisch sei vieles möglich, kontert Christian Wasserfallen. Der Berner FDP-Nationalrat ist zwar Maschineningenieur und als solcher ebenfalls Mitglied von Swiss Engineering. Dennoch bleibt er ein erklärter Gegner der Energiestrategie. «Sie bringt weder eine Versorgungssicherheit, noch schafft sie ein Marktumfeld, in welchem in die neuen Technologien investiert wird.»

Eva Novak

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