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FDP-Präsidentin Petra Gössi nimmt sich bei Bundesratswahl aus dem Rennen

Parteipräsidentin Petra Gössi sagt, sie stehe nicht als Bundesratskandidatin zur Verfügung. Damit ist Karin Keller-Sutter Top-Favoritin. Doch laut Partei ist das Rennen für alle FDP-Politiker offen.
Fabian Fellmann
Petra Gössi, Nationalrätin und Parteipräsidentin FDP spricht an der Medienkonferenz der FDP Schweiz über die Nachfolge von Bundesrat Johann Schneider-Ammann (KEYSTONE/Patrick Huerlimann (Bern, 26. September 2018))

Petra Gössi, Nationalrätin und Parteipräsidentin FDP spricht an der Medienkonferenz der FDP Schweiz über die Nachfolge von Bundesrat Johann Schneider-Ammann (KEYSTONE/Patrick Huerlimann (Bern, 26. September 2018))

Nach der Rücktrittsankündigung von Bundesrat Johann Schneider-Ammann läuft die Diskussion über seine Nachfolge auf vollen Touren. Darüber informiert die FDP derzeit. Parteipräsidentin Petra Gössi (42) schaffte dabei Klarheit über ihre persönlichen Ambitionen, über die viel spekuliert worden war. «Ich stehe nicht zur Verfügung», sagte Gössi. Sie sei erst seit etwas mehr als zwei Jahren Parteipräsidentin, wolle die Partei in die Wahlen 2019 führen und fühle sich wohl in ihrer Rolle.

Mit Gössis Verzicht scheint der Weg frei für die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter (55), voraussichtlich am 5. Dezember zur Bundesrätin gewählt zu werden.

Die Partei startet nun aber einen breit abgestützten Nominationsprozess. Die Kantonalparteien haben dafür Zeit bis am 24. Oktober 2018. Danach sollen die Kandidaten in einer Road Show durch die Schweiz und die Online-Medien tingeln. Entscheiden wird dann die Bundeshausfraktion am 9. November - auch darüber, wie viele Kandidatinnen oder Kandidaten der Bundesversammlung vorgeschlagen werden.

Zum Auswahlprozedere sagt Petra Gössi:

  • «Das Rennen ist für alle offen.»
  • «Wir lassen uns den Kandidatenkreis nicht künstlich einschränken.»
  • «Es ist Zeit für eine Frau.»
  • Eine Prüfungskommission mit alt Ständerätin Gabi Huber, alt Ständerat Felix Gutzwiller und Nationalrat Philippe Bauer wird die Kandidaturen prüfen. Die Kandidaten sollen eine breite Fülle von Informationen zugänglich machen und externe Auskunftspersonen vom Berufsgeheimnis befreien, damit die Kommission Abklärungen tätigen kann. Die frühere Fraktionschefin Gabi Huber sei als eiserne Lady bekannt und für die Aufgabe bestens geeignet, witzelt Gössi. (Was Gössi nicht sagt: Das ist eine Lex Maudet, weil der Genfer Regierungsrat im vergangenen Jahr in der FDP-Auswahl weit nach vorne gelangt war und nun im Visier einer Strafuntersuchung steht.)

Diese Anforderungen stellt die FDP Schweiz an mögliche Kandidaten:

  • einwandfreier Leumund im politischen, beruflichen und privaten Leben
  • umfassender Leistungsausweis
  • Glaubwürdigkeit
  • Fähigkeit zu konsensorientierter Politik
  • Durchsetzungskraft
  • mediale Gewandtheit
  • Nähe zu den Menschen
  • Mobilisierungspotenzial in der Partei und gegen aussen
  • Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Partei und der Fraktion

Die Partei wird nun die Zeit bis zur Nominierung nutzen, um sich in Szene zu setzen und in den Medien auf sich aufmerksam zu machen. Das zeigt beispielhaft der Eingang zum Saal des Medienzentrums, in dem die FDP ihre Pressekonferenz abhält:

So läuft die Suche nach der Nachfolge von Johann Schneider-Ammann

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