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Erneut leichtes Erdbeben im Wallis registriert – stärkere Erschütterungen in den nächsten Tagen möglich

Im Wallis kommt die Erde noch nicht zur Ruhe. In den nächsten Tagen sind noch deutlich stärkere Erschütterungen möglich. Doch: So viele Beben wie aktuell gibt es in der Schweiz nur selten.

(sda/rem) Laut dem Schweizer Erdbebendienst (SED) ist es am Mittwochmorgen um 5 Uhr in Zermatt zu einem leichten Erdbeben der Stärke 2,9 gekommen. Rund zwei Stunden später um 07.18 Uhr wurde ungefähr sieben Kilometer südlich vom Sanetschpass ein weiteres Beben mit einer Magnitude von 1,9 auf der Richterskala registriert.

Zuletzt hatte die Erde am Dienstagabend, am Dienstagmorgen und in der Nacht von Montag auf Dienstag im Wallis die Erde gebebt. Dutzende Menschen wurden dadurch aufgeweckt, Schäden gab es bislang keine.

Ungewöhnliche Häufung

Insgesamt hat der Erdbebendienst in den letzten beiden Tagen über 100 Beben aufgezeichnet. Zwölf dieser Beben wiesen eine Magnitude von 2.5 oder grösser auf und wurden vornehmlich von der Bevölkerung in der Region Sion bis nach Sierre verspürt. Die vier stärksten Beben erreichten Magnituden zwischen 3.0 und 3.3 und wurden vereinzelt bis ins Berner Oberland wahrgenommen.

«Eine derartige Häufung von Erdbeben ist eher ungewöhnlich in der Schweiz», sagt Philipp Kästli vom Schweizerischen Erdbebendienst an der ETH Zürich. Zwar gebe es regelmässig Erdbebenschwärme mit zahlreichen Erdbeben innerhalb von Tagen oder Wochen, deren Aktivität dann mit der Zeit abklingt. Nur selten ereignen sich jedoch so viele spürbare Beben zeitlich und räumlich eng konzentriert. Eine Prognose über den weiteren Verlauf lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Typischerweise klingt die Aktivität nun wieder ab. Kästli:

«Es kann mit einer Wahrscheinlichkeit von 5 bis 10 Prozent in den nächsten Tagen auch zu deutlich stärkeren Erbeben kommen.»

Das letzte grosse Schadensbeben der Schweiz mit einer Magnitude von 5.8, ereignete sich am 25. Januar 1946 ebenfalls nördlich von Sion und hat in einem beträchtlichen Umkreis grosse Schäden verursacht.

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