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Es soll das grösste Projekt der Schweizer Klimajugend werden – 5 Dinge, die Sie dazu wissen müssen

Die Klimastreik-Bewegung machte ihrem Ärger heute in Bern Luft: Die Politik habe keinen Plan für die Lösung der Klimakrise. Mit einem eigenen Klima-Aktionsplan wollen sie nun die Klimakrise stoppen. 5 Dinge, die Sie dazu wissen müssen.

Helene Obrist, Watson
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Warum ist die Klimajugend wütend?

Seit mehr als einem Jahr demonstriert die Klimajugend auf den Schweizer Strassen. Die Streiks haben für politischen Wirbel gesorgt – und den Grünen enormen Aufschwung an den Wahlen verliehen.

In den Augen der Klimastreikenden reicht das jedoch nicht. Die institutionelle Politik sei den Forderungen der Streikenden nicht im geringsten nachgekommen, lautet der Vorwurf. «In den letzten Monaten wurde uns klar, dass wir uns nicht länger auf die Politik verlassen können», schreiben Nico Müller und Annik Färber in einer Medienmitteilung.

Am 17. Juni hat sich eine Delegation der Klimastreikenden mit Bundesrätin Simonetta Sommaruga getroffen und das Bundesamt für Umwelt aufgefordert einen Klima-Aktionsplan auszuarbeiten. Doch dazu kam es bis heute nicht, so die Klimajugend. Daher will sie nun ihren eigenen Klima-Aktionsplan erarbeiten. «Dieser Schritt ist ein klares Misstrauensvotum an die Politik, die nach wie vor versagt, diese Krise als solche zu behandeln», so Müller und Färber.

Was ist der Klima-Aktionsplan?

Ziel des Aktionsplans soll ein Fahrplan für eine emissionsneutrale Gesellschaft sein. Er soll aufzeigen, mit welchen Mitteln die Schweiz ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 auf netto null bringt.

Wie sieht der Aktionsplan aus?

«Der Klima-Aktionsplan soll mehr sein, als nur ein gewöhnlicher Massnahmenplan», schreiben Müller und Färber. Sie beschreiben den Plan als eine «konkrete Vision einer Gesellschaft ohne fossile Energien». Er soll konkrete Lösungen für Klimaprobleme aufzeigen und erklären, wie man zu diesen kommt.

Wer macht alles mit?

Man habe Expertinnen aus der ganzen Schweiz ins Boot geholt, um den Aktionsplan auszuarbeiten, heisst es in der Mitteilung. Verschiedene Arbeitsgruppen, zusammengesetzt aus Experten, Wissenschaftlerinnen, Klimastreikenden und direkt Betroffenen setzen sich mit Themen wie der Mobilität, Industrie oder der Landwirtschaft auseinander.

Wann wird der Plan präsentiert?

Im April 2020 ist der Stichtag. Bis dann wollen die Klimastreikenden den Aktionsplan präsentiert haben.