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Feuerverbot missachtet – Polizei zeigt zehn Personen an

Trotz Verbot konnten es am Nationalfeiertag Dutzende Personen nicht lassen, Feuer zu entfachen und Raketen abzufeuern. Die Polizei sprach deshalb Anzeigen und Bussen aus. Im Extremfall kann die Strafe bis zu 20'000 Franken betragen.
Zéline Odermatt
Zurzeit absolut verboten: Feuern mit Kohle. (Archivbild: Urs Flüeler)

Zurzeit absolut verboten: Feuern mit Kohle. (Archivbild: Urs Flüeler)

Auf der mit Badegästen gefüllten Rüteliwiese in Horw sind Funken auszumachen, die von einem Kugelgrill aufsteigen. Dieses Bild bot sich vorgestern nur rund zehn Meter vom Waldrand entfernt, wie Augenzeugen berichten.

Eine solche ansonsten harmlose Situation kann zurzeit in Sekunden brandgefährlich werden. Denn in den Zentralschweizer Kantonen gilt ein absolutes Feuerverbot. Dieses wird von den Polizeikorps auch durchgesetzt. Bei der oben beschriebenen Situation war es eine Patrouille der Luzerner Polizei, die eine Anzeige aussprach. Es wurde gemäss Urs Wigger, Sprecher der Luzerner Polizei, unerlaubterweise ein Holzkohlegrill benutzt. «Die Höhe der jeweiligen Busse wird je nach Fall entschieden», so Wigger. Gemäss dem Luzerner Waldgesetz kann sie bis zu 20 000 Franken betragen (wir berichteten).

Bei der Luzerner Polizei gingen rund zwei Dutzend Meldungen ein, weil jemand Feuer oder ein Feuerwerk entzündet hatte. «Es wurden rund zehn Anzeigen wegen Missachtung des Feuerverbots ausgesprochen», sagt Wigger. Drei Viertel der Meldungen bezog sich auf das Entzünden von offenem Feuer beziehungsweise Grillieren. Wigger: «Es gab nur wenige Meldungen wegen abgefeuertem Feuerwerk.»

Bussen in Schwyz und Nidwalden verhängt

Auch im Kanton Schwyz konnten Feiernde am 1. August nicht auf ihr Grillfeuer verzichten. Es gingen rund drei Dutzend Anrufe ein, vier davon wegen abgefeuertem Feuerwerk. In drei Fällen wurde unerlaubterweise gefeuert. In einem Fall wurde eine Ordnungsbusse von 250 Franken ausgestellt, weil jemand unerlaubt ein offenes Feuer entzündet hat. «In den anderen Fällen waren die Leute schon nicht mehr da oder hatten das Feuer gelöscht», so Florian Grossmann, Sprecher der Schwyzer Polizei.

Im Kanton Nidwalden wurden wegen des Feuerverbots zwei Bussen verhängt, so ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. In Zug, Obwalden und Uri wurden hingegen keine Verzeigungen oder Bussen ausgesprochen. Der Sprecher der Zuger Polizei lobte das Verhalten der Bevölkerung. Es seien rund zehn Meldungen eingegangen.

Das Feuerverbot bleibt in den Zentralschweizer Kantonen bestehen. Die Behörden gehen nicht von einer kurzfristigen Verbesserung aus. «Es braucht tagelang Regen, damit sich der Boden mit Wasser aufsaugen kann», sagt Miguel Zahner, Fachbearbeiter Schutzwald beim Kanton Luzern.

Der Zuger Kantonsförster Martin Ziegler geht sogar von einer Verschärfung der Situation aus: «Die Waldbrandgefahr würde dann auf die höchste Stufe angehoben». Über die Erhöhung der Gefahrenstufe werde vor Mitte nächste Woche im Austausch mit den anderen Kantonen entschieden.

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