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FINANZPLATZ: 173 Milliarden weniger auf Schweizer Banken

Innerhalb eines Monats sind die Vermögen auf Schweizer Banken um 3,6 Prozent zurück gegangen. Nicht nur wegen der Börse.
Bündelweise Noten: Im Juni schrumpften die Vermögen auf Schweizer Banken um 3,6 Prozent. (Bild: Keystone/Martin Rütschi)

Bündelweise Noten: Im Juni schrumpften die Vermögen auf Schweizer Banken um 3,6 Prozent. (Bild: Keystone/Martin Rütschi)

Bislang lief das Vermögensverwaltungsgeschäft der Schweizer Banken noch immer reibungslos – trotz den Kontroversen um Schwarzgelder. Anfang Jahr konnte aufgrund der Entwicklung der Wertschriftenbestände in den Kundendepots gar noch mit einem neuen Allzeithoch gerechnet werden.

Soweit dürfte es wohl nicht kommen, wie die jüngsten Zahlen der Schweizerischen Nationalbank zeigen. Der Bestand der Vermögen schrumpfte im Juni innert Monatsfrist um 173 Milliarden oder 3,6 Prozent auf 4672 Milliarden Franken. Damit wurde der seit Mai 2012 anhaltende, kontinuierliche Aufwärtstrend gestoppt. Es war zugleich die grösste monatliche Einbusse seit Juli 2011, als ein Wertverlust von 208 Milliarden Franken resultierte.

Wie erklärt sich der Rückschlag? Klare Antworten gibt es nicht. Es sind aber kaum die Börsen allein gewesen, die zum Vermögensabfluss führten. Ähnliche Kursentwicklungen wie derzeit lösten in früheren Jahren auf jeden Fall nicht derart starke Rückgänge aus.

Eine mögliche Erklärung für den Stopp im Juni könnte bei der Auflösung von russischen Kundendepots liegen. Ein neues Gesetz verbietet es russischen Politikern und Spitzenfunktionären, Wertschriftendepots und Konten im Ausland zu unterhalten.

Ein weiterer möglicher Grund für den Rückgang könnte bei den Abgeltungssteuerabkommen mit Grossbritannien und Österreich liegen. Hier lief Ende Mai die Frist für sogenannte Abschleicher ab, also für Kunden, die sich der Quellenbesteuerung durch den Abzug ihrer Gelder entziehen wollten.

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