FINANZPLATZ: Blocher warnt vor G-20-Teilnahme

Die Schweiz wird am kommenden Freitag erstmals an einem Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der wichtigsten 20 Industrie- und Schwellenländer (G-20) teilnehmen. Für Bundesbern ist das ein Erfolg, alt Bundesrat Christoph Blocher hingegen ist das ein Dorn im Auge.

Red
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Dank der Fürsprache Russlands kann die Schweiz sich erstmals bei den G 20 einbringen. Das bild zeigt Russland Premier Dmitri Medwedew (2.v.links) mit Bundesrätin Doris Leuthard und US-Präsident Barack Obama bei einem Treffen zur nuklearen Sicherheit in Washington 2010. (Bild: Keystone)

Dank der Fürsprache Russlands kann die Schweiz sich erstmals bei den G 20 einbringen. Das bild zeigt Russland Premier Dmitri Medwedew (2.v.links) mit Bundesrätin Doris Leuthard und US-Präsident Barack Obama bei einem Treffen zur nuklearen Sicherheit in Washington 2010. (Bild: Keystone)

«Die G-20 sind keine neutralen Staaten, die Schweiz passt da nicht hinein», warnt Blocher gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag». Der frühere Justizminister kann auch dem Argument nichts abgewinnen, dass die Schweiz durch die erstmalige Teilnahme an den vorbereitenden Finanzministertreffen ihre Positionen in das Gremium der G-20 einbringen könne. «Die Schweiz wird nicht eingeladen, weil die G-20 uns gern haben. Sie wollen uns dabei haben, damit sie uns sagen können, was wir zu tun haben», ist Blocher überzeugt.

Es sei eine Illusion zu glauben, dass die Schweiz die Strategien der G-20 beeinflussen könnten. «Die wissen schon, was sie wollen», sagte der SVP-Nationalrat. Und weiter: «Als neutraler Kleinstaat, als Sonderfall auf der Welt, der direktdemokratisch organisiert und nicht Mitglied der EU ist, mischen wir uns nicht in die Grosswetterlage ein, auch wenn wir davon abhängig sind.»

Blocher glaubt auch nicht, dass sich durch eine Annäherung an die G-20 Situationen wie im Frühling 2009 vermeiden lassen. Damals landete die Schweiz wegen des Steuerbankgeheimnisses auf einer grauen Liste.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag und im E-Paper.