FRANKENKURS: Düstere Prognosen des Ex-Preisüberwachers

Rudolf Strahm warnt vor den Auswirkungen des teuren Frankens. Er sieht einen hohen Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Schweiz voraus.

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Der ehemalige Preisüberwacher Rudolf Strahm (71). Gestern fotografiert in der Messe Luzern auf der Allmend. (Bild: Philipp Schmidli)

Der ehemalige Preisüberwacher Rudolf Strahm (71). Gestern fotografiert in der Messe Luzern auf der Allmend. (Bild: Philipp Schmidli)

red. Alt SP-Nationalrat und ehemaliger Preisüberwacher Rudolf Strahm begrüsst die vom Bundesrat gestern beschlossene Kurzarbeit. Er sieht darin ein probates Mittel gegen den starken Franken. Doch der Ökonom sieht trotzdem schwere Zeiten auf die Schweiz zukommen. «Denn Firmen sind fast gezwungen, einen Teil der Wertschöpfung ins Ausland zu verlagern oder sogar preiszugeben», sagte er unserer Zeitung gestern in Luzern am Rande einer Podiumsdiskussion.

Strahm setzt auf Inländervorrang

Strahm ist überzeugt, dass die Schweizer Wirtschaft nun einen «sanften Inländervorrang» brauche. Denn laut ihm sei die Gefahr nun da, dass «bestimmte Branchen jetzt billigen Arbeitskräften aus dem Ausland den Vorzug geben werden, um dem Kostendruck auszuweichen».3