Frauen werden generell stärker belastet als Männer

Drucken
Teilen

In der ersten Säule ist die Erhöhung des Frauenrentenalters von 64 auf 65 Jahre die einzige Sparmassnahme. Frauen erbringen damit generell ein höheres Opfer als Männer: Für sie sind die Mehrabgaben deutlich höher – und das bei tieferen Leistungen. Frauen zahlen im Vergleich zum Status quo länger ein und beziehen später Renten. In der AHV profitieren sie zwar ebenfalls vom monatlichen Zuschlag von 70 Franken. Dies wiegt die Erhöhung des Rentenalters um ein Jahr aber nicht auf. Dies gilt für alle drei Jahrgänge und Lohnklassen, welche die Libera-Beratungsgesellschaft für unsere Zeitung berechnet hat. In der beruflichen Vorsorge zahlen sich die Änderungen für die Frauen dagegen eher aus. Besonders jüngere Frauen mit einem tiefen Monatslohn von 4000 Franken, die etwa Teilzeit in der Pflege oder der Bildung arbeiten, profitieren. Neben den Arbeitnehmerinnen tragen auch die Arbeitgeber in beiden Säulen dieselben Mehrkosten. Frauen mittleren Alters (Jahrgang 1972) und vor der Pensionierung (Jahrgang 1957) zahlen insgesamt dagegen in allen drei Lohnklassen deutlich mehr, als sie im Rentenalter erhalten. Dass Frauen gleich lang wie Männer arbeiten sollen, war im Parlament jedoch kaum umstritten. Zudem haben Frauen auch eine höhere Lebenserwartung. (tga)